22 Tage Höhepunkte Namibias Selbstfahrerreise

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Namibia

Die ehemalige deutsche Kolonie Namibia liegt an der Nordwestlichen Grenze Südafrikas. Heute spricht man offiziell von der Republik Namibia, bis 1968 war das Land aber auch international als Südwestafrika bekannt. Der Oranje-Fluss bildet die Grenze zwischen Namibia und Südafrika. Der erste Europäer, der in Namibia landete, war der portugiesische Entdecker Diogo Cão, der 1484 nördlich von Swakopmund bei Cape Cross an Land ging.

Große Teile Namibias sind berüchtigt für ihre Trockenheit, und ein Großteil des Landes besteht aus der Namib-Wüste und der Kalahari. Im Norden wird das Land grüner und die Etosha-Pfanne füllt sich mit dem Wasser der nördlichen Flüsse. Dieses Gebiet ist reich an einer vielfältigen Tierwelt. Die Skelettküste markiert das Gebiet, in dem die Namib auf den Atlantischen Ozean trifft, und ist übersät mit Wracks von Schiffen, die in den tückischen Gewässern gestrandet sind, mit Unterkünften aus Walknochen, die von den San genutzt wurden, und mit Geisterstädten, die in den frühen Tagen der Diamantenförderung boomten und heute vergessen in den Sanddünen verschwinden.

Aufgrund der rauen Umwelt ist Namibia nur dünn besiedelt und wird von verschiedenen Bevölkerungsgruppen bewohnt. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus San, Damaras, Ovambos, Namas, Hereros, Oorlams, Kavangos, Ostkapriviern, Rehoboth Basters, Kaokovelders, Tswanas und europäischen Siedlern, vor allem Deutschen.

Die Landesgrenzen formen ein grobes Rechteck (600 mal 300 bis 450 Meilen [965 mal 480 bis 725 Kilometer]), hat Namibia eine lange, schmale östliche Ausdehnung (den Caprivi-Streifen), die auf einem deutschen Missverständnis beruht, dass der Zugang zum Sambesi - trotz der Victoriafälle - den Zugang zum Indischen Ozean bedeutet.

Nach 106 Jahren deutscher und südafrikanischer Herrschaft wurde Namibia am 21. März 1990 mit einer demokratischen Mehrparteienverfassung unabhängig. Heute zieht es jährlich tausende Touristen aus der ganzen Welt nach Nambia.


Einreisebestimmungen

Einreisebestimmungen

Seit April 2025 gilt für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger eine Visumpflicht. Es wird dringend empfohlen, dass Visum vorab online zu beantragen. Folgende Wege der Beantragung sind möglich:

  • Online (e-Visum)
  • Bei Einreise
  • Über die namibische Botschaft

Reisepass:

  • Mindestens 6 Monate gültig
  • Mindestens zwei freie Seiten

Reisen mit Kindern:

  • Es können zusätzliche Dokumente erforderlich sein (z. B. Geburtsurkunde und Einverständniserklärung der Eltern)

Gelbfieber:
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist ein gültiger Impfnachweis erforderlich.
Hinweis:
Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Eine aktuelle Prüfung vor Abreise wird empfohlen.


Banken und Währung

Währung & Zahlung

  • Landeswährung: Namibia-Dollar (NAD)
  • Südafrikanischer Rand (ZAR) wird ebenfalls akzeptiert (1:1 gekoppelt)

Kredit- und Debitkarten werden in Städten und Lodges weitgehend akzeptiert. Bargeld wird dennoch empfohlen, insbesondere in ländlichen Regionen.
Geldautomaten sind in Städten verfügbar. Karten sollten für den Auslandseinsatz freigeschaltet sein.


Reisen im Lande

Transport

  • Gut ausgebautes Straßennetz, Mischung aus Asphalt- und Schotterstraßen
  • Linksverkehr

Tempolimits:

  • Innerorts: 60 km/h
  • Asphaltstraßen: bis 120 km/h
  • Schotterstraßen: max. 80 km/h empfohlen

Wichtige Hinweise:

  • Internationaler Führerschein empfohlen
  • Fahrten bei Dunkelheit vermeiden (Wildwechsel)
  • Tankstellen außerhalb größerer Orte begrenzt verfügbar

Charterflüge:

  • Maximal 20 kg Gepäck
  • Nur weiche Taschen erlaubt
  • Gepäckmaße beachten


Gesundheits-/Medizinische Informationen

Medizinische Versorgung
In Städten wie Windhoek ist die medizinische Versorgung gut, insbesondere in privaten Einrichtungen. In ländlichen und abgelegenen Regionen ist sie jedoch eingeschränkt.
Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung inklusive Rückholversicherung. In medizinischen Einrichtungen ist häufig Vorkasse erforderlich.

 

Impfungen & Reisemedizin
Für die Einreise sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben (Ausnahme Gelbfieber bei Einreise aus bestimmten Ländern). Empfohlen werden:

  • Standardimpfungen gemäß Impfkalender (z. B. Tetanus, Diphtherie, ggf. Influenza)
  • Hepatitis A
  • Je nach Reiseverlauf: Hepatitis B, Typhus, Tollwut

Malaria
Ein Malariarisiko besteht vor allem im Norden des Landes (z. B. Kavango, Caprivi, Etosha-Nord), insbesondere während der Regenzeit.
Empfehlungen:

  • Konsequenter Mückenschutz (Repellent, lange Kleidung)
  • Individuelle reisemedizinische Beratung zur Prophylaxe

Wichtiger Hinweis
Bei Fieber während oder nach der Reise sollte umgehend ärztliche Abklärung erfolgen, unter Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet.


Sicherheitshinweise

Sicherheit
Namibia gilt grundsätzlich als sicheres Reiseland. Dennoch empfehlen wir:

  • Vorsicht in Städten bei Dunkelheit und Vermeidung abgelegener Gegenden
  • Wertgegenstände sicher aufzubewahren
  • Geld nur an sicheren, überwachten Geldautomaten abzuheben

Kleinkriminalität kann insbesondere in größeren Städten vorkommen.
Bei Fahrten und Safaris gilt:

  • Wildtiere nicht unterschätzen und stets Abstand halten
  • Anweisungen von Rangern und Guides befolgen

Notfallkontakte

  • Polizei: 10111
  • Ambulanz/Feuerwehr: 911 (regional unterschiedlich verfügbar)
  • MedRescue: +264 (61) 230 505/6/7
  • Deutsche Botschaft: +264 61 273100
  • Österreichische Botschaft: +264 61 222159
  • Schweizer Botschaft: +264 81 650 7075


Hinweise zu Lebensmitteln & Ernährung

Küche
Die namibische Küche ist stark von der südafrikanischen Küche geprägt.
Typische Gerichte:

  • Braai (Grillgerichte)
  • Biltong (Trockenfleisch)
  • Potjiekos (Eintopfgericht)
  • Mopane-Würmer (regionale Spezialität)


Klima und Wetter

Klima

  • Sommer (November–März): heiß, 30–40 °C, gelegentliche Regenfälle
  • Winter (Mai–August): mild am Tag, nachts teils unter 0 °C
  • Regenzeit: Januar bis März

Typisch sind starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht.


Kleidungsempfehlung

Kleidung

Allgemein:

  • Leichte, atmungsaktive Kleidung
  • Lange Kleidung als Schutz vor Sonne und Insekten
  • Sonnenhut, Sonnencreme (LSF 30+), Sonnenbrille
  • Warme Kleidung für kühle Nächte

Safari:

  • Neutrale Farben (beige, khaki)
  • Geschlossene Schuhe
  • Fernglas und Tagesrucksack empfohlen
  • Mückenschutz und Trinkflasche


Internetzugang Verfügbar

Internet

  • WLAN in den meisten Hotels und Lodges verfügbar
  • Mobile Netzabdeckung in Städten gut, in abgelegenen Regionen eingeschränkt

Empfehlung:

  • Lokale SIM-Karten (MTC oder Telecom Namibia)
  • eSIM-Anbieter wie Airalo für einfache Nutzung


Stromversorgung und Steckdosen

Elektrizität

  • Spannung: 220–240 V / 50 Hz
  • Steckdosen: Typ D und M (teilweise auch N)
  • Universaladapter erforderlich, wir empfehlen eine Powerbank

In Lodges erfolgt die Stromversorgung häufig über Generatoren oder Batteriesysteme, teilweise mit eingeschränkter Verfügbarkeit in der Nacht.


Allgemeine Hinweise

Allgemein

  • Leitungswasser in Städten meist trinkbar, kann jedoch chlorhaltig schmecken
  • Öffnungszeiten:
    • Geschäfte: Mo–Fr 08:00–17:00, Sa 09:00–13:00
    • Banken: Mo–Fr 09:00–15:30


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