Tansania bietet eine unglaubliche Vielzahl an Höhepunkten. Mit dem Mt. Kilimanjaro steht der höchste Berg Afrikas in Tansania. Der Serengeti Nationalpark sowie der Ngorongoro Krater sind weltbekannt und vorgelagerte Inseln wie Sansibar, Pemba und Mafia ermöglichen eine perfekte Safari- und Strandkombination. Reisen nach Tansania sind beeindruckend, denn kein anderes Land in Afrika kann mit solch einer Vielzahl und großen Population von Wildtieren aufwarten. Bei einer Reise durch Tansania dürfen Sie sich vor allem auf eine große Anzahl an Raubkatzen, eine enorme Elefantenpopulation, tolle Landschaften, gut ausgebildete Guides und die Interaktion mit der tansanischen Bevölkerung freuen.
Einreisebestimmungen
Generell benötigen Sie für die Einreise nach Tansania einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig ist. Ebenso benötigen Sie ein Visum, das Sie direkt bei Einreise an den internationalen Flughäfen und offiziellen Grenzübergängen erhalten oder vorab online beantragen können über die Website https://eservices.immigration.go.tz/visa/
Die Beantragung eines E-Visums ist frühestens vier Wochen bis spätestens zwei Wochen vor Einreise möglich. Für die Visabeantragung bei Einreise („visa on arrival“) beachten Sie bitte, dass Sie sich an insgesamt 3 verschiedenen Schaltern anstellen müssen und der gesamte Vorgang unter Umständen etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Visagebühr beträgt 50 US-Dollar.
Sollten Sie aus einem Gelbfieber-Risikogebiet einreisen, so ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung nötig.
Bitte beachten Sie auch, dass bei Reisen mit Kindern die Eintragung in den elterlichen Reisepass nicht mehr ausreicht. Es muss ein maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Passbild mitgeführt werden.
Visaanforderungen können sich jederzeit und kurzfristig ändern. Bitte stellen Sie zu 100 Prozent sicher, dass Sie im Besitz der benötigten und zudem gültigen Dokumente sind. Wir können nicht verantwortlich gemacht werden, wenn Ihnen die Einreise verweigert wird und Sie Ihre gebuchte Tour nicht wie geplant beginnen oder bis zum Ende durchführen können.
Banken und Währung
Die Landeswährung in Tansania ist der Tansania-Schilling. 1 Tansania-Schilling entspricht 100 Cents.
Einen Wechselkursrechner mit aktuellen Wechselkursen aller Währungen finden Sie hier.
Mit einer Maestro Card oder Kreditkarte (z.B. VISA oder Mastercard) und Ihrem Pin-Code können Sie an Geldautomaten Tansania-Schilling abheben. Automaten gibt es in den größeren Ortschaften und in einigen Unterkünften ist es auch möglich, per Kreditkarte zu bezahlen.
US-Dollar werden ebenfalls überall angenommen. Bitte beachten Sie jedoch, dass nur Scheine akzeptiert werden, die nach 2006 gedruckt wurden.
Reisen im Lande
Tansania ist kein klassisches Selbstfahrerland. Die größeren Städte sind zwar durch ein gutes Straßennetz verbunden, jedoch sollten die Nationalparks nicht auf eigene Faust befahren werden. In manchen Regionen wie z.B. im Ngorongoro Krater und im Nyerere Nationalpark (ehemals Selous Game Reserve) ist die Begleitung durch einen Guide nötig.
In Tansania herrscht Linksverkehr. Nebenstraßen sind oft in schlechtem Zustand und in der Regenzeit meist nur mit Fahrzeugen, die über Allradantrieb verfügen, befahrbar.
Auf den meisten Touren werden Safarifahrzeuge wie z.B. Toyota Land Cruiser, die entsprechend den Anforderungen umgebaut wurden, genutzt. Große Fenster garantieren erstklassige Tier- und Naturbeobachtungen, ein geräumiger Innenraum bietet den nötigen Reisekomfort und ein aufklappbares Dach ermöglicht das Aufstehen und somit gute Tierbeobachtungen. Die Safari Trucks, die auf Overland Safaris eingesetzt werden, sind ebenfalls speziell umgebaut und an die Bedingungen in Tansania angepasst.
Gesundheits-/Medizinische Informationen
Malaria
Malaria ist in Tansania ganzjährig ein Thema. Hierzu sollten Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Reise mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropenmediziner in Verbindung setzen und über eine Malariaprophylaxe zu sprechen. Um Moskitostiche zu vermeiden, sollten Sie in den Morgen- und Abendstunden lange Hosen und langärmlige Oberteile tragen und Mückenschutz auftragen.
Impfempfehlungen
Die Standardimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden, sollten überprüft und bei Bedarf aufgefrischt werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropenmediziner.
Reisende aus Gelbfieber-Risikogebieten, zu denen beispielsweise auch die Nachbarländer Kenia und Uganda gehören, benötigen eine Gelbfieberimpfung. Personen, die aus Europa einreisen, benötigen nur dann den Nachweis einer Gelbfieberimpfung, wenn sie in einem Gelbfieber-Risikogebiet zwischenstoppen und den Flughafen verlassen oder mindestens 12 Stunden Aufenthalt haben.
Krankenversicherungsschutz
Bitte überprüfen Sie, ob Ihre Krankenkasse auch Leistungen außerhalb Europas abdeckt. Sollte dies nicht der Fall sein, empfehlen wir dringend den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Bitte beachten Sie auch die reisemedizinischen Hinweise des Auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/tansania-node/tansaniasicherheit/208662#content_5
Sicherheitshinweise
Sicherheit ist auf allen Reisen von Belang. Benutzen Sie Ihren natürlichen Menschenverstand und hören Sie auf die Sicherheitshinweise Ihres Guides. Tragen Sie nur so viel Bargeld wie nötig mit sich und vermeiden Sie, teuren Schmuck oder teure Uhren zur Schau zu tragen. Lassen Sie keine Wertgegenstände (Kameras, Ferngläser etc.) offen im Fahrzeug liegen, sondern nehmen Sie diese Dinge immer mit.
Zudem sollten Sie nicht alleine durch die Straßen laufen, dies gilt vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Einsam gelegene Gegenden und nicht bewachte Strände sollten Sie auch tagsüber meiden. Dies gilt insbesondere auch für die Strände in den Küstenstädten.
Reisenden wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen sowie auch den Besuch von religiösen Stätten, vor allem an religiösen Feiertagen, zu meiden.
Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/tansania-node/tansaniasicherheit/208662
Hinweise zu Lebensmitteln & Ernährung
Nicht selten haben Besucher auf ihrer Reise die ersten Tage mit einem nervösen Magen zu kämpfen. Deshalb sollten Sie folgendes beachten: Trinkwasser sollte nie ungefiltert oder unbehandelt aus dem Hahn getrunken werden. Abgefülltes Trinkwasser ist überall erhältlich. Verzichten Sie auf den Genuss von rohem Fleisch oder Fisch. Gemüse und Obst sollte vor dem Verzehr gewaschen oder geschält werden. Trinken Sie keine Drinks mit Eis, außer Sie wissen sicher, dass das Eis aus Trinkwasser ist und nicht aus der Leitung stammt.
Die Hotels bieten meist eine Mischung aus einheimischen und internationalen Speisen an. Einheimische Spezialitäten sind Mais, Bohnen, Maismehl, Fisch und Fleisch. Meeresfrüchte wie Hummer, Krabben, Krevetten, Thunfisch stehen ebenso auf der Speisekarte, besonders auf Sansibar gibt es viel fangfrischen Fisch. Tropische Früchte werden so gut wie überall gereicht, je nach Jahreszeit variiert die Vielfalt. Frühstück ist meist englischer Art. Tansanier selbst trinken gerne Schwarz- und Kräutertee sowie eine Vielzahl an verschiedenen Limonaden. Kaffee wird zwar angebaut, jedoch liegen die guten Röstereien alle in Europa, daher wird oft löslicher Kaffee serviert. Ausgezeichnet sind die verschiedenen Biersorten (Kilimanjaro, Serengeti und Safari).
Klima und Wetter
Das Klima in Tansania ist vor allem tropisch. An der Küste ist es häufig sehr heiß und feucht. Die Regenzeit in Tansania beginnt Mitte März und dauert bis Mai an. Auch der November kann zum Teil sehr feucht werden. In der Hochebene ist es hingegen äußerst trocken. Als beste Reisezeit für Safaris gilt der Zeitraum zwischen Dezember und März. Dann ist es trocken und zum Teil auch sehr heiß mit Temperaturen über 30°C. Aber auch die Monate Juli bis Oktober eignen sich sehr gut für Safaris. In diesen Monaten ist mit angenehmeren Temperaturen zu rechnen.
Kleidungsempfehlung
Während Sie in den Mittelklasse-Lodges meist normale/legere Kleidung tragen können, wird in einigen Luxus-Lodges auf gehobene Kleidung Wert gelegt. Die meisten Lodges bieten einen Wäscheservice an (kostenpflichtig).
Grundsätzlich empfehlen wir Kleidung aus Baumwolle oder Mikrofasern. Tarn- oder andere Kleidung in militärischem Stil ist nicht ratsam, da es Probleme mit den örtlichen Staatsvertretern geben kann.
Bitte bedenken Sie, dass es in höheren Lagen (z.B. in der Ngorongoro Conservation Area) und besonders nachts ziemlich kühl werden kann. Dies betrifft vor allem die Winterzeit in Ostafrika, also die Monate Juni bis Oktober, in denen die Temperaturen während der Nacht bis auf 0° C fallen können. Da ist es vor allem abends und nachts notwendig, wärmere Sachen dabeizuhaben als im afrikanischen Sommer. Sollten Sie in der Regenzeit reisen (Ende Oktober bis Anfang Dezember und Mitte März bis Anfang Juni), sollten Sie auch Kleidung für heftige, länger anhaltende Regenschauer einpacken. Eine lange Hose, geschlossene Schuhe und ein langärmeliges Oberteil am Abend schützen vor etwaigen Moskitostichen.
Auf der Insel Sansibar gilt eine verbindliche Kleiderordnung für Touristen. Aus Respekt gegenüber Religion und Traditionen der Bewohner Sansibars müssen Sie an öffentlichen Orten Ihren Körper von den Schultern bis zu den Knien bedecken. Bei Nichteinhaltung drohen Ihnen Bußgelder ab 700 USD, Reiseveranstalter müssen sogar mit Strafen ab 1.000 USD rechnen. Wenn Sie also zum Abschluss Ihrer Reise noch einige Tage an den Stränden von Sansibar entspannen möchten, halten Sie sich bitte unbedingt an diese Kleiderordnung.
Internetzugang Verfügbar
Internetzugang wird in vielen Unterkünften angeboten, zum Teil auch kostenlos. In den Großstädten (Moshi, Arusha, Stone Town und Dar es Salaam) gibt es zahlreiche Internetcafés.
Stromversorgung und Steckdosen
Der dreipolige britische Stecker (Typ G) ist in Tansania meistverbreitet, Adapterstecker erhalten Sie in Outdoor-Geschäften oder gut sortierten Elektrogeschäften. Die Netzspannung in Tansania beträgt 220-240 Volt. Mit häufigen Stromausfällen und Schwankungen sollte gerechnet werden. Einige Lodges und fast alle Tented Camps arbeiten mit Generatoren; dort steht Ihnen deshalb nicht rund um die Uhr Strom zur Verfügung.
Allgemeine Hinweise
Trinkgeld
Die Guides sowie Ihre gesamte Crew sind stets bemüht, Ihre Wünsche zu erfüllen und somit Ihre Reise für Sie unvergesslich zu machen. Nach Beendigung des Trips freuen sie sich über ein angemessenes Trinkgeld, das in Tansania üblich ist. In den Unterkünften steht oft eine Tipbox bereit, denn auch das Personal freut sich über eine kleine Anerkennung, wenn Sie mit dem Service zufrieden waren.
Sprache
Neben Kisuaheli ist auch Englisch als offizielle Amtssprache in Tansania anerkannt. Die meisten Menschen werden zweisprachig aufgezogen – mit ihrer eigenen Stammessprache sowie Kisuaheli. In den Ballungs- und Touristenzentren sprechen viele englisch.
Religion
Seit 1967 wird die Religionszugehörigkeit bei Volkszählungen nicht mehr befragt. Man schätzt jedoch, dass auf dem Festland 40 Prozent Christen, 30 Prozent Muslime und 30 Prozent Anhänger traditioneller Religionen sind. Auf Sansibar sind ca. 95 Prozent Muslime und daneben gibt es eine christliche und hinduistische Minderheit.
Zeitverschiebung
In Tansania gilt MEZ +2 Stunden. Die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa beträgt somit im europäischen Winter +2 Stunden und im Sommer +1 Stunde. In Tansania gibt es keine Zeitumstellung zwischen Sommer und Winter.
Die Tansanier haben darüber hinaus ihre eigene Zeitrechnung, die Swahili-Zeitrechnung. Dabei gilt 18 Uhr als das Ende des Tages und 6 Uhr als Ende der Nacht. Beide Uhrzeiten werden in der Swahili-Zeitrechnung als 12 Uhr bezeichnet. Gewöhnlich wird Touristen jedoch die internationale Zeit mitgeteilt – im Zweifelsfall sollte man nachhaken.
Einkaufstipps
Von Souvenirs wie Tierfellen, Elfenbein, Seesternen, Korallen, Muscheln und ähnliches ist abzusehen, da diese nicht ausgeführt werden dürfen! Sie stehen unter dem Washingtoner Artenschutzgesetz und Verstöße dagegen stehen unter Strafe. Andere Mitbringsel wie Tücher, Edelsteine, Korbwaren und Gewürze können problemlos eingekauft und nach Deutschland eingeführt werden.
Weitere Informationen zu den Einfuhrbedingungen Deutschlands erhalten Sie auf der Website des deutschen Zolls: https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/reisen_node.html
Sitten & Gebräuche
Zur Begrüßung und zum Abschied gibt man sich die Hand. Eine einzelne Person wird mit „Jambo“ (Hallo) begrüßt. In den Hotels und Geschäften sind die Preise fest, auf Märkten oder mit Straßenhändlern kann gefeilscht werden. Grundsätzlich sollten Sie immer um Erlaubnis fragen, bevor Sie jemanden fotografieren. Es ist strikt verboten, Regierungsgebäude, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen sowie Polizisten oder Militärangehörige zu fotografieren.