17 Tage Selbstfahrerreise von Namibia bis Südafrika

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Namibia

Die ehemalige deutsche Kolonie Namibia liegt an der Nordwestlichen Grenze Südafrikas. Heute spricht man offiziell von der Republik Namibia, bis 1968 war das Land aber auch international als Südwestafrika bekannt. Der Oranje-Fluss bildet die Grenze zwischen Namibia und Südafrika. Der erste Europäer, der in Namibia landete, war der portugiesische Entdecker Diogo Cão, der 1484 nördlich von Swakopmund bei Cape Cross an Land ging.

Große Teile Namibias sind berüchtigt für ihre Trockenheit, und ein Großteil des Landes besteht aus der Namib-Wüste und der Kalahari. Im Norden wird das Land grüner und die Etosha-Pfanne füllt sich mit dem Wasser der nördlichen Flüsse. Dieses Gebiet ist reich an einer vielfältigen Tierwelt. Die Skelettküste markiert das Gebiet, in dem die Namib auf den Atlantischen Ozean trifft, und ist übersät mit Wracks von Schiffen, die in den tückischen Gewässern gestrandet sind, mit Unterkünften aus Walknochen, die von den San genutzt wurden, und mit Geisterstädten, die in den frühen Tagen der Diamantenförderung boomten und heute vergessen in den Sanddünen verschwinden.

Aufgrund der rauen Umwelt ist Namibia nur dünn besiedelt und wird von verschiedenen Bevölkerungsgruppen bewohnt. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus San, Damaras, Ovambos, Namas, Hereros, Oorlams, Kavangos, Ostkapriviern, Rehoboth Basters, Kaokovelders, Tswanas und europäischen Siedlern, vor allem Deutschen.

Die Landesgrenzen formen ein grobes Rechteck (600 mal 300 bis 450 Meilen [965 mal 480 bis 725 Kilometer]), hat Namibia eine lange, schmale östliche Ausdehnung (den Caprivi-Streifen), die auf einem deutschen Missverständnis beruht, dass der Zugang zum Sambesi - trotz der Victoriafälle - den Zugang zum Indischen Ozean bedeutet.

Nach 106 Jahren deutscher und südafrikanischer Herrschaft wurde Namibia am 21. März 1990 mit einer demokratischen Mehrparteienverfassung unabhängig. Heute zieht es jährlich tausende Touristen aus der ganzen Welt nach Nambia.


Einreisebestimmungen

Ab dem 1. April 2025 benötigen deutsche, Schweizer und österreichische Staatsangehörige für die Einreise nach Namibia ein gültiges Visum (Kosten ca. NAD 1,600.00). Die Beantragung ist auf zwei Wegen möglich:

  • Online-Visumsbeantragung (https://eservices.mhaiss.gov.na/)
  • Visumsbeantragung bei der namibischen Botschaft
  • Reisepass: 6 Monate gültig, mindestens 2 freie Seite.
  • Reisen mit Kindern: Vollständige Geburtsurkunde mit beiden Elternteilen & beglaubigte Übersetzung nötig.

Wenn Sie aus einem Land mit Gelbfieber-Vorkommen einreisen oder dort einen längeren Transit hatten (z. B. bestimmte Länder in Afrika oder Südamerika), müssen Sie eine gültige Gelbfieberimpfung (Impfzertifikat) nachweisen.

Empfehlung

  • Regelmäßige Kontrolle der Einreisebestimmungen, da kurzfristige Änderungen möglich sind
  • Beantragen Sie am besten bereits von zu Hause das e-Visum, dies erspart Ihnen Zeit bei der Einreise vor Ort


Banken und Währung

Die offizielle Währung in Namibia ist der Namibische Dollar (NAD). Zusätzlich zum Namibischen Dollar wird auch der Südafrikanische Rand (ZAR) als gesetzliches Zahlungsmittel in Namibia akzeptiert. Das bedeutet, dass Sie sowohl mit Namibischen Dollar als auch mit Südafrikanischen Rand bezahlen können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Wechselkurs zwischen den beiden Währungen variieren kann, dieser jedoch meist bei 1:1 liegt. Es wird empfohlen, sowohl Bargeld als auch Kredit- oder Debitkarten mitzuführen, da nicht alle Geschäfte und Restaurants in Namibia Kartenzahlungen akzeptieren. In größeren Städten und touristischen Zentren sind Geldautomaten leicht zugänglich, um Bargeld abzuheben. Stellen Sie jedoch sicher, dass Ihre Karte für internationale Abhebungen aktiviert ist, und erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank nach möglichen Gebühren für den Geldautomatengebrauch im Ausland.

 

Mehrwertsteuer (VAT - Value Added Tax)

Südafrika: Diese beträgt gegenwärtig 15% und ist im Preis inbegriffen. Ab einer Gesamtwarensumme von R250 wird Touristen die VAT zurückerstattet. Die Rückerstattung erfolgt nur, wenn eine Rechnung vorgewiesen werden kann, auf welcher "VAT INVOICE" steht sowie die VAT-Nummer des Händlers/Ladens. Wichtig hierbei sind Name und Anschrift von Käufer und Verkäufer sowie die genaue Beschreibung, Preis und VAT-Angabe der gekauften Ware.

Bei der Ausreise wendet man sich an die VAT-Behörden am Flughafen. Alle Waren, für welche VAT-Rückerstattungen beantragt werden, müssen bei Abreise einem bevollmächtigten Beamten zur Prüfung vorgelegt werden.

VAT-Rückerstattungsstellen befinden sich an folgenden internationalen Ausreisepunkten:

  • Flughafen Johannesburg International (OR Tambo International Airport)
  • Flughafen Durban International
  • Flughafen Cape Town International
  • Victoria and Alfred Waterfront (Cape Town)

Personen, die über diese Stellen ausreisen, erhalten in den meisten Fällen einen Rand-Scheck über den betreffenden Betrag. Auf Wunsch wird aus steuerlichen Gründen auch eine Quittung ausgestellt. Dieser Scheck kann meist direkt am Flughafen auch in Euro ausgezahlt werden. Falls Sie die Ausstellung eines Schecks in Fremdwährung wünschen, wird Ihnen dieser per Post an die Heimatadresse zugestellt.

VAT wird nicht erstattet, wenn die Waren nicht zur Inspektion vorgelegt werden können.


Reisen im Lande

Autofahren in Namibia

Das namibische Strassennetz ist gut ausgebaut und im allgemeinen gut gepflegt. Auf mehr als 5.500 km Asphaltstrassen und 37.000 km Gravel Roads (Schotter) kann man das Land problemlos mit einem PKW bereisen. Die Sand-, Kalk- und Salzstrassen sind sehr gut gewartet und befahrbar, sofern es nicht heftig regnet. "C" Strassen sind meist in besserem Zustand als "D" Strassen. Diese können vor allem in bergigen Regionen recht holprig sein.

In Namibia / Südliches Afrika herrscht Linksverkehr. Neben dem nationalen Führerschein sollte man einen internationalen Führerschein mitbringen (englische Angaben). In allen Orten gilt eine Geschwindigkeits-begrenzung von 60 km/h, außerhalb von Ortschaften auf asphaltierten Landstraßen gilt 120 km/h. Auf Schotterpisten sollte man nicht schneller als 80 km/h fahren. Die Höchstgeschwindigkeit in allen Nationalparks des Landes beträgt 60 km/h.

Touristen sind oft nicht genügend mit den Gefahren auf solchen Strassen vertraut und überschätzen die Bodenhaftung, vor allem in Kurven. Wir empfehlen sich auf Schotterpisten mit 70km/h bis 90 km/h zu bewegen. Es werden auch Geschwindigkeitskontrollen per Laserpistole gemacht, vor allem in Windhoek und Umgebung. Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Nacht oder in der Dämmerung. Der Wildwechsel ist in Namibia erheblich, auch wenn die Farmen meist eingezäunt sind.

Bitte haben Sie immer ausreichend Trinkwasser und Proviant im Auto und tanken Sie lieber auch mal früher, da das Tankstellennetz nicht gut ausgebaut ist aufgrund des geringen Verkehrs!

 

Im Falle einer Fahrzeugpanne kann Notfall-Hilfe über den AAN angefordert werden: Tel.: 061-224201. 

Oft sind aber auch die Namibier sehr hilfsbereit und unterstützen Touristen z.B. bei einem Reifenwechsel.

 

Ein Internationaler Führerschein ist erforderlich:

  • Der Führerschein muss englischsprachig sein,
  • Auf dem Führerschein muss sich ein Foto oder Personalausweis-/Passnummer befinden

 

Autoverleih

Es sind alle großen Vermieter, wie Europcar, Hertz, Avis und Budget, im Lande vertreten. Darüber hinaus gibt es viele interessante kleine Unternehmen, Wohnmobil- und Geländewagen-Anbieter.

Wichtig: Bitte überprüfen Sie den Zustand des Mietwagens bei der Übernahme gründlich, speziell auch die Reifen und Ersatzreifen und das alles Werkzeug vorhanden ist.


Gesundheits-/Medizinische Informationen

Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Versorgung in Namibia variiert je nach Standort. In größeren Städten wie Windhoek gibt es qualitativ hochwertige medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser, die moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bieten.

 

Malaria / Impfungen in Namibia

In Namibia gibt es in einigen Teilen des Landes ein Malaria Risiko. Das Risiko besteht hauptsächlich in den nördlichen Regionen entlang der Grenzen zu Angola und Sambia (Caprivi-Region, der Kunene River und die Kavango-Region), insbesondere während der Regenzeit. Es wird empfohlen, vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung / fachkundigen Arzt aufzusuchen, um für Ihre Reise relevante Informationen und Empfehlungen zur Malariaprophylaxe, wie auch zu weiteren Impfungen ( wie z.B. gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A) zu erhalten. Durch Einhalten der vorbeugenden Maßnahmen und gegebenenfalls der Einnahme der, für Sie empfohlenen, Medikamente, können Sie das Risiko von Malaria und anderen Krankheiten während Ihres Aufenthalts in Namibia deutlich verringern. Denken Sie daran, dass das Tragen von leichter, langer, heller Baumwollklweidung Kleidung und die Verwendung von Insektenschutzmitteln sowie gutem Sonnenschutz, SPF 50 (oder höher), ebenfalls empfohlen werden, um Mückenstiche, Sonnenbrand und Krankheiten zu vermeiden bzw. das Risiko zu verringern.


Sicherheitshinweise

Wie in jedem Land, sollte man auch hier, seinen gesunden Menschenverstand einsetzen. Wir haben hier einmal für Sie die wichtigsten Sicherheitshinweise zusammengefasst:

  • Vermeiden Sie es in der Dunkelheit spazieren zu gehen, inbesondere alleine. Meiden Sie auch dunkle Gassen und verlassene Gegenden und Straßen.

  • Behalten Sie ihre Wertgegenstände nah bei sich und im Auge. Auch ihren Pass und andere Dokumente lassen Sie besser im Hotelsafe.

  • Führen Sie Bargeld nur in kleinen Mengen mit sich. Den Rest Ihres Bargeldes können Sie im Hotelsafe verstauen.

  • Nutzen Sie nur von den Unterkünften empfohlene Taxiunternehmen und steigen Sie nicht bei Fremden ins Auto.

  • Heben Sie nur Geld an seriösen Geldautomaten, wie Nedbank, Standard Bank, FNB, Trustco Bank etc. an öffentlichen Stellen ab, wie z.B. im Einkaufszentrum oder in/an Bankfilialien. Diese verfügen über Videoüberwachung.

  • Lassen Sie sich von niemanden beim Geldabheben helfen oder in ein Gespräch verwickeln.

  • Wenn Sie Nationalparks oder Wildreservate besuchen, folgen Sie den Anweisungen der Parkranger und halten Sie einen sicheren Abstand zu den Tieren. Wildtiere sind wilde Tiere und können unberechenbar sein.

  • Namibia hat beeindruckende Naturschutzgebiete und sensible Ökosysteme. Respektieren Sie die Regeln und Vorschriften der Parks und Reservate und hinterlassen Sie keinen Müll oder Schaden an der Umwelt.


Hinweise zu Lebensmitteln & Ernährung

Speisen & Getränke

Während Ihrer Reise durch Namibia haben Sie die Möglichkeit, die vielfältige und köstliche namibische Küche zu entdecken. Die Küche des Landes orientiert sich stark an der südafrikanischen. Besonders gern wird Fleisch gegrillt, was man im südlichen Afrika auch „Braai“ nennt. Als klassische Beilagen werden Reis und Kartoffeln serviert.

Weitere kulinarische Spezialitäten aus Namibia:

  • Biltong: Biltong ist eine Art getrocknetes Fleisch, das in dünnen Streifen geschnitten und mit Gewürzen wie Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und manchmal auch Zucker mariniert wird. Es wird oft aus Rindfleisch hergestellt, kann aber auch aus Strauß, Gemsbok oder Kudu bestehen.
  • Mopani-Würmer (diese sind gewöhnungsbedürftig, aber äußerst proteinhaltig und daher auch sehr nahrhaft)
  • Potjiekos: Potjiekos ist ein traditionelles Eintopfgericht, das in einem gusseisernen Topf über offenem Feuer gekocht wird. Es besteht aus einer Vielzahl von Zutaten wie Fleisch (meist Rind, Lamm oder Wild), Gemüse, Kartoffeln, Gewürzen und manchmal auch Bohnen oder Mais. Potjiekos ist ein geselliges Gericht, das oft bei gesellschaftlichen Zusammenkünften und Veranstaltungen zubereitet wird.

 

Leitungswasser

Namibia ist ein trockenes Land, das regelmäßig von Dürren heimgesucht wird. Die meisten Stadtbewohner haben Zugang zur Trinkwasserversorgung, in ländlichen Gebieten ist der Zugang jedoch schlechter. Obwohl das Leitungswasser in größeren Städten wie Windhoek so gut wie immer trinkbar ist, wird es oft aufbereitet und kann daher chlorhaltig schmecken. Die meisten Lodges und Gästefarmen in ländlichen Gebieten verwenden Wasser aus ihren eigenen Brunnen / bzw. fördern Grundwasser, das sauber und gut zu trinken ist. Natürlich ist in Supermärkten auch Wasser in Flaschen oder 5l Kanistern zu kaufen, bzw. Mineralwasser bei den Unterkünften.


Klima und Wetter

Namibia hat überwiegend ein arides Klima, das von wenig Niederschlag und hohen Temperaturen geprägt ist. Es gibt jedoch regionale Unterschiede, die das Klima in verschiedenen Teilen des Landes beeinflussen. Die Küstenregion, entlang des Atlantischen Ozeans, ist von einem kühlen Nebel geprägt, der als "Härtling" bekannt ist. Die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über relativ kühl, und Nebel und Bewölkung sind häufig. Im Landesinneren herrscht trockenes Wüstenklima. Die Sommermonate (November bis April) sind heiß und trocken, mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 30-40°C. In einigen Wüstengebieten, wie der Namib-Wüste, können die Temperaturen sogar noch höher sein. Die Nächte sind in der Regel kühler. Die Wintermonate (Mai bis Oktober) sind trocken und sonnig, nachts kühlt es sehr ab.

Im Nordosten Namibias, insbesondere in der Caprivi-Region, ist das Klima ehr feucht- tropisch. Hier gibt es eine Regenzeit von November bis März, in der kurze, aber heftige Regenschauer auftreten können.


Kleidungsempfehlung

Frühling und Sommer Kühl, leicht, atmungsaktiv und bequem: Ja Leichte, warme Kleidung: Nein





Winter- und Herbsttrikots, Strickjacken, Pullover, Jacken: Empfohlene schwere Kleidung und Stiefel: Ja



Allgemein
Regenschirm und Regenmantel: Ja
Warme Handschuhe, Mütze und Schal: Nein Badeanzug
(Badeanzug): Ja
Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme: Ja
Wanderschuhe: Ja Freizeitkleidung: Ja

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Internetzugang Verfügbar

So gut wie alle Hotels verfügen über Wlan. Sie können Handy, hier Cell oder Mobile, oder Laptop also problemlos im Hotel nutzen. Sie können trotzdem noch zusätzlich eine SIM- Karte kaufen, um auch von unterwegs telefonieren und das Internet nutzen zu können. Lokale SIM- Karten (z.B. von MTC oder TN) erhalten Sie an jeder Ecke, beispielsweise an Tankstellen, Kiosken oder in Supermärkten. Sie können "Airtime", sowie "Data" oder ein Kombipaket kaufen.


Stromversorgung und Steckdosen

In Namibia beträgt die Standardspannung für die Stromversorgung 220-240 Volt bei einer Frequenz von 50 Hertz. Die Steckdosen sind in der Regel vom Typ D, M und N. Typ D-Stecker haben drei runde Stifte, Typ M-Stecker haben drei große runde Stifte und Typ N-Stecker haben drei flache Stifte. Es ist ratsam, einen Universaladapter mitzuführen. In den Lodges wird oft Elektrizität von einem Dieselgenerator erzeugt, der während der Abwesenheit der Gäste (auf Pirschfahrt usw.) in Betrieb ist und den Strom in Batterien speichert.


Allgemeine Hinweise

Trinkgeld

Es ist üblich, in Hotels und Restaurants Trinkgeld auf die Rechnung zu geben, der Service ist hier meistens nicht inklusive. Zumeist verdienen Angestellte in Hotels, Restaurants, Ranger oder Taxifahrer nur sehr wenig und sind somit auf Trinkgelder angewiesen.

Die unten genannten Beträge sind nur ein Leitfaden:

 

-Ranger in National Parks / privaten Lodges ca. USD 10-15 pro Person/pro Tag.

-Privater Safari Guide/Fahrer, ca. USD10-15/Tag

-Koch, Zimmermädchen und Gepäckträger, ca.USD 5/Tag

-Restaurant – Aufschlag von 10% - 15% üblich

-Taxifahrer – Aufrunden des Fahrpreises, min. USD 5-10, je nach Fahrtlänge

In Hotels / Safarilodges empfiehlt es sich einen anstatt individueller Trinkgelder einen Staff-Tipp an der Rezeption zu lassen. Dieser wird in der Regel zwischen allen geteilt, USD50-100/Tag je nach Unterkunfts Kategorie.

 

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten von Geschäften, Restaurants und Sehenswürdigkeiten können in Namibia je nach Region und Saison variieren. Im Allgemeinen öffnen Geschäfte Montag-Freitag 08:00-17:00h samstags 09:00-13:00h. Manche Geschäfte/Einkaufszentren haben auch am Sonntag geöffnet bzw. auch etwas längere Öffnungszeiten. Restaurants bieten in der Regel sowohl Mittag- als auch Abendessen an und können, vor allem in Windhoek bis spät abends geöffnet sein, das Nachtleben wird hier aber ehr klein geschrieben. Banken haben in der Regel von Montag bis Freitag von 9 bis 15.30 Uhr geöffnet, einige größere Bankfilialen auch samstags vormittags. An Sonn- und Feiertagen sind Banken geschlossen.

 

Mehrwertsteuer (VAT - Value Added Tax)

In Nambia wird eine Mehrwertsteuer (Value Added Tax, VAT) auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen erhoben. Der derzeitige Satz für die Mehrwertsteuer in Namibia beträgt 15%. Die Mehrwertsteuer ist in den meisten Geschäften und Restaurants in den Verkaufspreisen bereits enthalten.

Als Tourist können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Rückerstattung der Mehrwertsteuer beantragen, die Sie für Einkäufe über N$250 in Namibia gezahlt haben. Dazu müssen Sie beim Kauf eine Tax-Free-Einkaufskarte beantragen und diese zusammen mit den entsprechenden Quittungen und dem gekauften Produkt bei der Zollstelle am Flughafen vor Ihrer Abreise vorlegen. Alle Waren, für welche VAT-Rückerstattungen beantragt werden, müssen bei Abreise einem bevollmächtigten Beamten zur Prüfung vorgelegt werden.

 

VAT-Rückerstattungsstellen befinden sich an folgenden internationalen Ausreisepunkten:

  • Windhoek International Airport
  • Ariamsvlei Border Post
  • Noordoewer Border Posts

Die VAT wird nicht erstattet, wenn die Waren nicht zur Inspektion vorgelegt werden können.


South Africa

Südafrika ist ein faszinierendes und vielseitiges Reiseland - dessen Slogan “Eine Welt in einem Land”! in der Tat der Realiät entspricht.

Das “Neue Südafrika” hat elf offizielle Sprachen. Amtssprache ist, neben Afrikaans, Englisch. Daneben werden folgende einheimische Sprachen gesprochen - in alphabetischer Reihenfolge: Ndebele, Nord und Süd-Sotho, Swati, Tsonga, Tswana, Venda, Xhosa, Zulu.

Der Übergang zur Demokratie hat nach den Staatswahlen im April 1994 in einem Land mit über 56 Millionen Einwohnern einen relativ friedlichen Verlauf genommen.

Südafrika ist ein sehr diverses Land, in welchem verschiedene Kulturen, Religionen und Farben, meist respektvoll miteinander leben. Die Bevölkerung ist ausgesprochen freundlich und hilfsbereit und sucht gerne Kontakt und das Gespräch mit den Besuchern ihres Landes.

Das Land ist drei Mal so groß wie Deutschland (rd. 1.22 Mio. km²) und ist in neun Provinzen aufgeteilt. Es bietet eine Vielfalt an geographischen und klimatischen Zonen - von der Halbwüste Karoo bis zur üppigen subtropischen Natalküste, vom Mittelmeerklima des Kap zum „Bush” im östlichen Mpumalanga, früher Transvaal. Entdecken und erleben Sie die großartige Mischung an atemberaubenden Landschaften: die Gebirgswelt, die zum Wandern einlädt, riesige Wildreservate und Naturschutzgebiete, wie der Kruger Nationalpark und das Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve, endlose unberührte Strände, moderne Großstädte und Sonnenschein an 365 Tagen im Jahr, denn irgendwo in Südafrika scheint jeden Tag die Sonne!

Die verschiedenen Klimazonen und die Weite des Landes bieten eine Vielfalt an Sportmöglichkeiten, z.B. Reiten, Surfen, Wandern, Kanufahren, Schwimmen oder Golfen.

Viele Besucher "verlieben" sich in Südafrika und kommen immer wieder zurück um ihren Urlaub hier zu genießen und um neue Abenteuer zu erleben.

Ein großes Plus: es gibt keine Zeitverschiebung (lediglich eine Stunde bei Umstellung zur Sommer-/Winterzeit) und damit keinen Jet-lag.

Bitte denken Sie daran, dass sich Ihnen während Ihrer Südafrika-Reise eventuell Unvorhergesehenes oder unerwartete Situationen in den Weg stellen können. Flexibilität, Geduld und Offenheit sind immer gute Begleiter und oft der Schlüssel für eine wunderbare Reise.


Einreisebestimmungen

Visum & Aufenthalt

  • Touristische Aufenthalte bis 90 Tage:
    Für Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist kein Visum erforderlich. Bei Einreise erhalten Sie einen Touristenvisum für bis zu 90 Tage.

Reisedokumente

  • Reisepass:
    Muss mindestens 30 Tage über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig sein.
    Mindestens zwei freie Seiten für Stempel sollten vorhanden sein.
    Vorläufige Reisepässe werden akzeptiert, Personalausweise nicht.
  • Kinder:
    Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Seit November 2019 sind keine zusätzlichen Einverständniserklärungen oder Geburtsurkunden mehr nötig.
  • Rück- oder Weiterreiseticket:
    Ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket kann bei der Einreise vorzulegen sein.
  • Gelbfieberimpfung:
    Nur erforderlich, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen oder einen längeren Transit dort hatten.

Empfehlung

Die Einreisebestimmungen können sich ändern. Vor Reiseantritt empfiehlt sich die Überprüfung bei der südafrikanischen Botschaft oder dem Konsulat.


Banken und Währung

  • Die Landeswährung ist der südafrikanische Rand (ZAR)

💳 Kartenzahlung & Bargeld

  • Kartenzahlung ist landesweit üblich – selbst kleine Beträge können meist kontaktlos bezahlt werden.
  • Visa & Mastercard sind am weitesten akzeptiert. Auch viele Reise-Apps wie Apple Pay und Google Pay funktionieren in größeren Städten.
  • In ländlicheren Regionen oder bei Trinkgeldern ist etwas Bargeld ratsam.

Empfehlung:

  • Immer etwas Bargeld für Trinkgeld oder kleine Händler dabeihaben.
  • Ihre Kreditkarte im Blick behalten – bei Verlust sofort sperren.


Reisen im Lande

Mietwagen & Autofahren:

  • In Südafrika fährt man links.
  • Internationaler Führerschein wird empfohlen, besonders für deutsche, österreichische und Schweizer Reisende.
  • Straßen sind im Allgemeinen gut ausgebaut, besonders auf Autobahnen und zwischen größeren Städten.
  • In ländlichen und abgelegenen Gebieten können Straßen unbefestigt und anspruchsvoll sein.
  • Sicherheit: Vermeide Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit, vor allem in unsicheren Gegenden.
  • Tankstellen sind in Städten und entlang großer Routen häufig, in abgelegenen Gebieten sollte man frühzeitig tanken.
  • Parken: Offizielle Parkplätze und bewachte Parkplätze sind zu bevorzugen, um Diebstahl zu vermeiden. (Trinkgeld für Parkwächter ist üblich - ca. R 10-20
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen:
    • Innerorts: 60 km/h
    • Außerorts: 100 km/h
    • Autobahnen: 120 km/h

Empfehlung:

  • Plane genügend Zeit für Fahrten ein, insbesondere in Großstädten wegen dem Verkehr.
  • Nutze GPS- oder Offline-Karten, da Mobilfunknetz in entlegenen Regionen schwach sein kann.


Gesundheits-/Medizinische Informationen

Medizinische Versorgung

  • Allgemein sehr guter Standard, besonders in privaten Krankenhäusern und Medi‑Clinics, die europäischen Qualitätsstandard bieten
  • Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung dringend empfohlen. Vorab ist häufig Vorkasse erforderlich

Impfungen & Reisemedizin

  • Keine Pflichtimpfungen für die Einreise. Dennoch empfehlenswert:
    • Grundimmunisierungen und Booster (z. B. Tetanus, saisonale Grippe)
    • Impfschutz gegen Hepatitis A,
    • ggf. Hepatitis B, Typhus, Tollwut, je nach Reiseverlauf oder -dauer.

Malaria

  • Ein geringes Malariarisiko besteht in Südafrika nur in bestimmten Regionen, von September bis Mai:
    • Risikogebiete: tiefliegende Regionen von Mpumalanga, Limpopo (z. B. Kruger-Park)
    • Niedriges Risiko: Nordosten KwaZulu Natal → ggf. Prophylaxe bei längeren Aufenthalten

Empfehlung

  • Holen Sie sich reisemedizinische Beratung (z. B. bei Tropen- oder Reisemedizinern), in Bezug auf nötige Impfungen und Prophylaxen.
  • Packen Sie außerdem genügend Sonnenschutz sowie Insektenspray ein, diese sind natürlich auch vor Ort in einer Drogerie oder Supermarkt erhältlich.
  • Sollte bei Ihnen Fieber, auch nach der Reise auftreten, lassen Sie sich bitte ärztlich untersuchen.


Sicherheitshinweise

Damit Sie Ihre Reise unbeschwert genießen können, haben wir für Sie die wichtigsten Sicherheitshinweise zusammengestellt. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit – Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen.

 

Allgemeine Sicherheit – Verhalten im Alltag

  • Kein nächtliches Spazieren, insbesondere allein oder in abgelegenen Gegenden.
  • Wertsachen & Dokumente Sicher aufbewahren.
  • Nur kleine Bargeldbeträge bei sich tragen. Beim Abheben nicht ablenken lassen und nur an überwachten Automaten.
  • Getränke nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Nur empfohlene Taxis oder Uber nutzen – nicht bei Fremden einsteigen.
  • „Permit“-Angebote ablehnen – Betrugsmasche.
  • Wertsachen nie sichtbar im Auto lassen.

Verkehrssicherheit beim Autofahren

  • Linksverkehr – beim Überqueren zuerst nach rechts schauen.
  • Anschnallpflicht und 0,0 Alkoholgrenze gelten strikt.
  • Keine Anhalter mitnehmen.
  • Bei Fahrten in Nationalparks: Max. 40–50 km/h, im Fahrzeug bleiben, Tiere nicht füttern.
  • Township-Besuche nur im Rahmen geführter Touren.
  • Wasser, Snacks, Benzin besonders in ländlichen Gegenden mitnehmen.

Sicherheits-Apps

  • Secura: Sicherheit per Knopfdruck durch private Dienste mit Standortübermittlung.
  • EskomSePush: Warnt bei Stromabschaltungen.
  • Google Maps (Offline) & Waze: Für Navigation auch ohne Internet.

Medizinische Versorgung

  • Medi-Clinics bieten exzellenten Standard ähnlich europäischen Kliniken
  • Rezepte und Arztbriefe (englisch übersetzt) sowie Krankenversicherungskarte mitführen.

Notrufnummern

  • Allgemeiner Notruf: 112
  • Polizei: 10111
  • Krankenwagen: 10177
  • Deutsche Botschaft Pretoria: +27 12 427 8900
  • Deutsches Konsulat Kapstadt: +27 21 405 3000
  • Schweizer Botschaft Pretoria / Tshwane: +27 124 520 660
  • Schweizer Konsulat Kapstadt: +27 214 007 500
  • Österreichische Botschaft Pretoria: +27 124 529 155
  • Österreichisches Konsulat Kapstadt: +27 631 319 766


Hinweise zu Lebensmitteln & Ernährung

Die südafrikanische Küche ist ein bunter Mix aus Einflüssen aus Afrika, Indien, Malaysia, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und mehr. Diese Vielfalt spiegelt sich in den vielen leckeren Gerichten wider.

Typische Spezialitäten:

  • Braaivleis (Braai): Traditionelles Barbecue mit gegrilltem Lamm, Huhn, Rind, lokalem Fisch (Snoek) und Crayfish.
  • Boerewors: Würzige, typische südafrikanische Bratwurst.
  • Biltong: Luftgetrocknetes, gewürztes Fleisch – perfekt als Snack.
  • Samp & Beans: Grob gestampfter Mais mit Bohnen, ein beliebtes und nahrhaftes Gericht, das auch Nelson Mandela liebte.

Milliepap: Ein Grundnahrungsmittel, besonders in ländlichen Regionen.


Klima und Wetter

Südafrika hat aufgrund seiner Größe und geographischen Lage mehrere unterschiedliche Klimazonen. Die Küstenregionen haben in der Regel ein mediterranes Klima mit milden, feuchten Wintern und warmen, trockenen Sommern, während das Landesinnere eher ein subtropisches Klima aufweist mit heißen, regnerischen Sommern und kühlen, trockenen Wintern.

Die Regenzeit variiert auch je nach Region. Im Nordosten des Landes regnet es in der Regel von November bis März, während die Westküste und die Kapregion von Mai bis August die meiste Niederschlagsmenge verzeichnen. Während der Sommermonate kann es in einigen Regionen sehr heiß werden, insbesondere im Norden und im Inneren des Landes. Wir empfehlen daher, bei Outdoor-Aktivitäten oder längeren Aufenthalten im Freien immer ausreichend Sonnenschutz zu tragen und reichlich Wasser zu trinken.


Kleidungsempfehlung

Frühling und Sommer Kühl, leicht, atmungsaktiv und bequem: Ja Leichte, warme Kleidung: Nein




Winter- und Herbsttrikots
, Strickjacken, Pullover, Jacken: Empfohlene
schwere Kleidung und Stiefel: Ja
Allgemein

Regenschirm und Regenmantel: Ja, während der Regenzeit
Warme Handschuhe, Mütze und Schal: Im Winter, besonders in Höhenlagen. Badeanzug
(Badeanzug): Ja Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme: Unverzichtbare


Wanderschuhe
: Ja Freizeitkleidung
: Ja Elegante Freizeitkleidung: Ja


Internetzugang Verfügbar

Mobilfunk & Internetzugang

  • Alle größeren Städte und Hotels bieten WLAN. Für Reisen außerhalb der Unterkunft ist eine lokale SIM oder eSIM empfehlenswert.
  • Anbieter wie Vodacom, MTN, Cell C, Virgin Mobile bieten Touristenpakete (Airtime, Daten).

eSIM-Optionen

  • Plattformen wie Airalo ermöglichen den Kauf einer eSIM vorab und sind kompatibel mit Dual-SIM‑Telefone.


Stromversorgung und Steckdosen

  • Das Stromnetz in Südafrika liefert 220–240 V Wechselspannung.
  • Das dreipolige Steckdosensystem entspricht dem südafrikanischen Standard (Typ M)
  • Viele Hotels bieten mittlerweile auch europäische Steckdosen, doch ein Adapter ist empfohlen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Loadshedding:

  • Seit 26. März 2024 wurde in Südafrika kein Loadshedding mehr durchgeführt
  • Viele Unterkünfte und Hotels verfügen über Notstromgeneratoren, um Stromausfälle für Gäste zu überbrücken.

Empfehlung:

  • Adapter für europäische Stecker
  • Eine Powerbank, um gegebenenfalls das Smartphone aufzuladen
  • App EskomSePush, um aktuelle Informationen zu erhalten


Allgemeine Hinweise

Leitungswasser:

  • In Städten und touristischen Regionen ist das Leitungswasser in der Regel trinkbar.
  • In ländlichen Gebieten besser nachfragen oder auf abgefülltes Wasser zurückgreifen.

Öffnungszeiten (Richtwerte)

  • Geschäfte: Mo–Fr meist 09:00–18:00 Uhr, Shopping-Malls oft länger & auch am Wochenende geöffnet
  • Banken: Mo–Fr ca. 09:00–15:30 Uhr
  • Restaurants: meist mittags & abends geöffnet, viele bis spät abends
  • Sehenswürdigkeiten: Zeiten variieren je nach Region & Saison

Mehrwertsteuer (VAT)

  • Die Mehrwertsteuer beträgt 15% und ist in der Regel im Verkaufspreis enthalten.
  • Für Einkäufe ab R250 kann am Flughafen eine Rückerstattung der VAT beantragt werden.
  • Voraussetzung: Eine offizielle Rechnung mit "VAT INVOICE" und den Angaben von Händler & Käufer.
  • Die Ware muss bei der Ausreise vorzeigbar sein.
  • Rückerstattungsstellen gibt es u. a. an den Flughäfen Kapstadt, Johannesburg und Durban.


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