Der namibische Teil der Kalahari-Wüste ist recht klein und befindet sich in Ost- und Südnamibia an der Grenze zu Botswana und Südafrika. Aufgrund von zeitweisem Regen, wird die Kalahari eher als Halbwüste bezeichnet, denn sie weist nach guten Regenzeiten viel Vegetation und einen entsprechenden Tierreichtum auf. Dieses Gebiet in Namibia wird von den San, den letzten Ureinwohnern des südlichen Afrikas, bewohnt. Die Landschaft der Kalahari ist durch kleine Grasbüschel und rote Dünen gekennzeichnet, die etwa 15-30 m hoch und hunderte Kilometer lang sind und parallel verlaufen. Die roten Dünen stellen einen wunderbaren Kontrast zum blauen Himmel und dem gelben Gras dar. Zu den Aktivitäten in der Kalahari zählen Wanderungen im Köcherbaumwald, der Besuch der Fossilienstätte Mesosaurus oder Pirschfahrten in den benachbarten Kgalagadi Transfrontierpark in Botswana und Südafrika, wo Sie Kalahari-Löwen, Oryxe, Giraffen, Warzenschweine, Erdmännchen, Schakale, Strauße und Löffelhunde aufspüren können.
Sossusvlei ist sicher eines der landschaftlichen Highlights Namibias. Es liegt inmitten der Namib Wüste, der ältesten Wüste der Welt. Obwohl sich die Namib-Wüste über die gesamte Länge der Küste Namibias erstreckt, bezieht sich Namib gewöhnlich auf das riesige Sandmeer von Lüderitz bis Swakopmund. Für eine große Sandwüste ist die Landschaft bemerkenswert abwechslungsreich, wobei die riesigen roten Dünen von Sossusvlei der berühmteste Teil sind. Es ist eine von mächtigen Sanddünen umschlossene, salzverkrustete Lehmsenke. Die Dünen erreichen teilweise Höhen von 300 Metern und gehören damit zu den höchsten der Welt. Die Dünenkämme in diesem gigantischen Dünenmeer verlaufen von einem Scheitelpunkt aus sternförmig in verschiedene Richtungen, weshalb man auch von Sterndünen spricht. Namib beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Fauna und Flora, die es nur hier gibt. Entdecken Sie diese atemberaubende Gegend bei einer geführten Tour oder „von oben“ aus einem Heißluftballon.
Swakopmund, bei Namibiern kurz Swakop genannt ist die Hauptstadt der Region Erongo. Sie wurde im Jahre 1892 gegründet und galt damals als deutscher Haupthafen in Süd-West-Afrika. Das Stadtbild der Kleinstadt ist durch zahlreiche historische Bauwerke aus der deutschen Kolonialzeit geprägt: breite Straßen, deutsche Straßennamen, deutsche Pubs, Cafés und Bäckereien. Während der Kolonialzeit wurde „Swakop“ als „Deutschlands südlichster Küstenort“ bezeichnet. Auch heute wird überall noch Deutsch gesprochen. Swakop bietet viele touristische Attraktionen, wie nette Lokale, eine wunderschöne Stadtpromenade, ein Aquarium und vieles mehr. Sie können schöne Ausflüge in die nähere Umgebung machen, wie z.B. südlich nach Walvis Bay oder nördlich nach Cape Cross zur größten Robbenkolonie auf dem afrikanischem Festland. In und um Swakop werden viele Aktivitäten angeboten wie Bootstouren zu Seehunden, aufregende Wüstentouren, Quad-Safaris, Kajaktouren, Hubschrauberflüge. Sie haben nur die Qual der Wahl.
Zwischen Omaruru und Usakos, ca. 150km von Swakopmund, befindet sich das geologisch interessante Erongo-Gebirge, etwa 130 Mio Jahre alt, mit atemberaubenden Felsformationen und Landschaften. Ein beliebtes Fotomotiv ist die 1728m hohe Spitzkoppe, ein sogenannter Inselberg, der auch als „Matterhorn“ Namibias bezeichnet wird. Erleben Sie eindrucksvolle und surreale Naturszenarien, die von massiven Granitblöcken dominiert werden, die in der Abenddämmerung rötlich leuchten und ebenfalls gerne fotografiert werden. Am bekanntesten ist die „ Bullenparty“ auf der Farm Ameib. Hier befinden sich auch alte Felsmalereien (Phillips’ Cave). Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrades warten drauf von Ihnen entdeckt zu werden. Trotz des trockenen Klimas kann offenes Wasser tief in der zerklüfteten Gebirgskette gefunden werden, so dass hier eine vielfältige Fauna und Flora zu finden ist. Neben verschiedenen Antilopen findet man Bergzebras, Giraffen, Paviane und Leoparden.
Der Etosha National Park, gegründet 1907, ist eines der wichtigsten Tier-Schutzgebiete Afrikas, das sich über ein Gebiet von 22.912km² erstreckt. Etosha bedeutet „großer weißer Platz“, denn das Herzstück des Parks ist die Etosha-Pfanne, eine knapp 5.000km² große vegetationslose, strahlend weiße Salzpfanne. Sie ist 110 km lang und an der breitesten Stelle 60km breit. Nur wenn die Flüsse Ekuma und Oshigambo im Norden überflutet sind, kann sich die Etosha-Pfanne mit Wasser füllen (ca. 10cm) und wird dann zu einer Brutstätte für Flamingos und andere Wasservögel. Etosha beheimatet 114 Säugetierarten (darunter Elefanten, Giraffen, Nashörner, Löwen, Leoparden, Geparden, Zebras und viele Antilopenarten), 340 Vogel- und 110 Reptilienarten.
Der südlichste Abschnitt von Etosha ist für seine reiche Population an Breitmaul- und Spitzmaulnashörnern bekannt. Die vielen Aussichtspunkte blicken auf malerische Buschlandschaften und eine reiche Tierwelt. Der Zugang zum Süden erfolgt über das Andersson-Tor. Hier können Besucher viele Tiere sehen, darunter Löwen und die seltene Impala mit dem schwarzen Gesicht. Die bemerkenswertesten Wildtiere, die hier vorkommen, sind jedoch Elefanten. Genießen Sie geführte Naturwanderungen, Pirschfahrten oder beobachten Sie einfach den Sonnenuntergang von diesem atemberaubenden Ort aus.
Das Waterberg Plateau liegt auf einem charakteristischen Tafelberg, 230 km nördlich von Windhoek und 50 km östlich von Otjiwarongo. Das Plateau erstreckt sich über eine Fläche von 400 km² und erhebt sich ca. 200 m über der Umgebung. Da die obersten Schichten aus porösem Sandstein bestehen, sickert Niederschlag durch die Felsen und ermöglicht eine ganzjährige Wasserversorgung und eine ungewöhnlich grüne Vegetation am Fuße des Berges. Darüber hinaus findet man eine reichhaltige Fauna. Das Gebiet um den Berg wurde 1972 zum Naturschutzgebiet erklärt. Einige Wildarten wurden wieder eingeführt wie beispielsweise Nashörner. Am Berg gibt es auch Büffel, viele Arten von Antilopen, Leoparden und Geparden. Es wurden mehr als 90 Säugetiere und 200 Vogelarten sowie verschiedene Reptilien registriert. Die Region beherbergt zahlreiche private Wildfarmen und Reservate, die sich in der „Waterberg Conservancy“ zusammengeschlossen haben, um sich dem Schutz der afrikanischen Großkatzen zu widmen.
Die Umgebung Windhoeks zeichnet sich durch herrliche Berge, weitläufige Täler und fruchtbare Felder aus. Die Landschaft des sogenannten Greater Windhoek, dem Gebiet, das die Stadt umgibt, ist von dichtem Buschwerk, felsigen Hügeln, goldener Savanne und trockenen Flussbetten geprägt. Die Gegend ist ein Paradies für Naturliebhaber und Outdoor-Aktivisten. Sie können hier die gebirgige Buschlandschaft erkunden, und Vögel sowie im Norden Wildtiere beobachten. Im trockeneren östlichen Teil werden Oliven, Kartoffeln und Datteln angebaut. Im Westen können Sie die sanften Hügel der Khomas Hochland Mountains erkunden und atemberaubende Aussichten genießen. Nehmen Sie an einer geführten Tour durch die Stadt teil. Neben den Sehenswürdigkeiten der Stadt lernen Sie dabei auch das Township Katutura kennen, wo Sie authentische namibische Küche kosten können. Besuchen Sie den Namib Crafts Center und unterstützen beim Kauf von namibischem Kunsthandwerk wichtige Projekte.