Der erstaunlich Weitsichtige „Chief Moremi“ erschuf eines der berühmtesten Reservate dieser Welt. Dieses Naturschutzgebiet umfasst mehr als 4871 Quadratkilometer unberührter Wildnis. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich und besteht aus Savanne, gewundenen Wasserläufen und dichten Wäldern. Diese Biosphärenvielfalt zieht ein weites Spektrum von Wildtieren an – angefangen bei großen Büffelherden, Gnus und Zebras, bis hin zu den seltenen Sitatunga- und Lechwe-Antilopen, aber natürlich auch Raubtiere sowie Löwen, Geparden und Wildhunde. Die Vogelwelt ist ebenso reich und beinhaltet die meisten der 550, in Botswana gelisteten, Vogelarten.
Die berühmte westliche Ecke des Chobe Nationalparls ist eines der bekanntesten Wildtiergebiete Botswana‘s. Das Savuti Gebiet alleine umfasst fast 5.000 km2 an Fläche und beinhaltet die sogenannten Savuti Marshlands und den Savuti Channel, die Mababe Depression und die Magwikhwe Sand Ridge, welche alle durch die tektonische Instabilität der Gegend entstanden sind. Löwen, Hyänen und die Zebramigration sind Synonyme für die Savuti Region, aber das Gebiet beheimatet zusätzlich auch eine exzellente Artenvielvalt an Raubtieren sowie Pflanzenfressern. Die Pfannen, Wasserlöcher und der seit 2008 wieder fließende Savuti Channel, unterstützen eine außergewöhnlich große Population von Elefantenbullen.
Wildtierbeobachtungen sind normalerweise während der Trockenzeit am Besten, wenn das Gras kurz ist, die Vegetation ausgedünnt ist und die Tiere sich daher um die wenigen Wassserquellen versammeln. In der Trockenheit bietet die Landschaft von Savuti mit ihren vor langer Zeit gestorbenen skelettähnlichen Bäumen vor dem tiefblauen Himmel großartige fotografische Motive. Diese sind besonders beeindruckend, wenn sich die Savannentiere in der Dämmerung in die Waldgebiete zurückziehen und im roten Licht des Afrikanischen Sonnenuntergangs große Staubwolken aufwirbeln.
Wenn der Regen spät im November endlich beginnt, verändert sich das Gebiet fast über Nacht in ein saftiges Grasland. Innerhalb weniger Tage kommen die ersten Herden, bestehend aus tausenden Zebras, Gnus und Büffeln an. Die Zebras und Gnus ziehen auf ihrer alljährlichen Migration vom Marschland im Linyanti in Richtung Süden durch das Savuti hindurch. Bevor sie weiter in die Mababe Depression ziehen bleiben die Herden für mehrere Wochen im Savuti, um Junge zu bekommen und sich am frischen Gras zu stärken. Die selben Herden kommen später in der Saison, zwischen März und April, wieder zurück nach Savuti, wenn sie auf ihrer langen Wanderung in Richtung Norden wieder in Ihren gewohnten Lebensraum in der Trockenzeit entlang des Chobe in Linyati Flusses kommen. Die Migration der Zebras und Gnus ist eines der großartigsten Spektakel der Natur und bietet den Raubtieren ein Festmahl. Die offenen Ebenen ziehen Geparden an und die vielen felsigen Gebiete im Savuti bieten ein exzellentes Zuhause für Leoparden und die agilen Klippspringer-Böcke.
Der Chobe-Fluss bildet die Grenze zwischen Botswana und Namibia und ist einer der bekanntesten Flüsse Afrikas, welche das ganze Jahr über Wasser beherbergen. Die Chobe River Front umfasst riesige Überschwemmungsgebiete, die von üppigen Flusswäldern umrandet werden. Die reiche Tierwelt, die den Fluss und seine Ufer bevölkert, kann bei einer Flusssafari beobachtet werden, bei der die Besucher Elefanten, Flusspferde, wasserliebende Antilopen, einschließlich der seltenen roten Lechwe, und eine Vielzahl anderer Tiere wie Giraffen, Zebras und Büffel sehen können. Naturliebhaber werden sich an den unglaublich malerischen Naturlandschaften erfreuen und auch Vogelbeobachter finden eine sehr große Artenvielfalt von Vögeln entlang des Flussufers auf.
Die Victoria Falls gehören zu den großartigsten Wasserfällen der Welt und sind ein einmaliges Erlebnis. Sie bilden die Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Für Besucher sind die Fälle sowohl von Simbabwe, von der Kleinstadt Victoria Falls, als auch von Sambia, von der Kleinstadt Livingstone, aus zugänglich. Auf einer Breite von etwa 1,7 Kilometern stürzen die mächtigen Wassermassen des Zambezi bis zu 110 Meter in die Tiefe. In der Regenzeit fließen rund 10 Millionen Liter Wasser pro Sekunde über den Felsrand. Bei Niedrigwasser, wie es besonders in Dürrejahren immer wieder vorkommt, bleibt im September und Oktober von der sonst tobenden Wassermenge nur wenig übrig. Durch den Sturz des Wassers in die Schlucht entsteht Gischt, die bis zu 500 Meter hoch steigt und mit ihrer Feuchtigkeit eine üppige Vegetation, einen kleinen Regenwald, wachsen lässt. Selbst vom Flugzeug aus beim Landeanflug zum Flughafen von Victoria Falls kann man die riesige Gischtwolke sehen. Wegen der Lautstärke, die durch das fallende Wasser und den Aufprall am Boden der Schlucht verursacht wird und des Sprühnebels, nannten die Einheimischen die Fälle daher "Mosi-oa-Tunya", was übersetzt "Rauch, der donnert" heißt. Der britische Missionar und Forscher David Livingstone stand im November 1855 als erster Europäer an den Fällen. Livingstone schrieb damals in sein Tagebuch: "Selbst die Engel müssen entzückt sein, wenn sie über die Fälle fliegen". Er gab den Wasserfällen zu Ehren der Königin Victoria von England den Namen "Victoria Falls".