Zentral Namibia erstreckt sich in Ost-/Westrichtung von der Hauptstadt Windhoek vorbei an der landschaftlich reizvollen Erongo Bergregion mit der Spitzkoppe (Namibias „Matterhorn“), über die Namib Wüste bis zum Seebad Swakopmund mit zahlreichen Gebäuden aus der Kolonialzeit und dem Nachbarort Walvis Bay. Richtung Norden geht es weiter über Hentiesbaai mit Abstecher nach Cape Cross (der größten an Land lebenden Robbenkolonie Afrikas) und dann landeinwärts zum Brandberg Massiv (höchster Berg Namibias) im kargen Damaraland. Von hier in nordöstlicher Richtung führt der Weg über Outjo in den Ethosha Nationalpark, ein Highlight jeden Namibia Besuchs. Über Tsumeb, Grootfontein und den Waterberg-Plateau-Park gelangt man dann Richtung Süden wieder nach Windhuk. Bezeichnend ist, dass Zentral Namibia von Wüste über karge Berge bis zu einem fruchtbaren und kühleren Hochland alles zu bieten hat. Deshalb ist diese Region eine der beliebtesten Zielgebiete, die es zu erkunden gilt.
Das private NamibRand Reservat, erstreckt sich über eine Fläche von 172.200 Hektar ehemaligen Farmlandes und umfasst vier verschiedene Ökosysteme. Es wurde gegründet, um die einzigartige Ökologie und Tierwelt der Südwest-Namib-Wüste zu schützen. Ziel war es, ein Schutzgebiet ohne Zäune zu entwickeln, damit die Wildtiere ihren Lebensraum wieder ungehindert durchstreifen können. Die Mischung aus Dünen, Bergen, Felsvorsprüngen, Sandflächen und Schottergebieten bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Säugetieren, darunter ca. 12.000 verschiedene Böcke, Paviane, Leoparden, Hyänen, Schakale, Wildkatzen, Karakale und Genetiks. Neben Pirschfahrten im Naturreservat, können Sie an einem Ausflug in die Dünen im offenen Geländewagen teilnehmen und bei einem Sundowner den Sonnenuntergang über dieser unberührten Landschaft genießen. NamibRand wurde als erstes internationales Dark Sky Reservat Afrikas ausgezeichnet und gehört zu den Gebieten mit der geringsten Lichtverschmutzung der Welt.
Sossusvlei ist sicher eines der landschaftlichen Highlights Namibias. Es liegt inmitten der Namib Wüste, der ältesten Wüste der Welt. Obwohl sich die Namib-Wüste über die gesamte Länge der Küste Namibias erstreckt, bezieht sich Namib gewöhnlich auf das riesige Sandmeer von Lüderitz bis Swakopmund. Für eine große Sandwüste ist die Landschaft bemerkenswert abwechslungsreich, wobei die riesigen roten Dünen von Sossusvlei der berühmteste Teil sind. Es ist eine von mächtigen Sanddünen umschlossene, salzverkrustete Lehmsenke. Die Dünen erreichen teilweise Höhen von 300 Metern und gehören damit zu den höchsten der Welt. Die Dünenkämme in diesem gigantischen Dünenmeer verlaufen von einem Scheitelpunkt aus sternförmig in verschiedene Richtungen, weshalb man auch von Sterndünen spricht. Namib beherbergt eine erstaunliche Vielfalt an Fauna und Flora, die es nur hier gibt. Entdecken Sie diese atemberaubende Gegend bei einer geführten Tour oder „von oben“ aus einem Heißluftballon.
Swakopmund, bei Namibiern kurz Swakop genannt ist die Hauptstadt der Region Erongo. Sie wurde im Jahre 1892 gegründet und galt damals als deutscher Haupthafen in Süd-West-Afrika. Das Stadtbild der Kleinstadt ist durch zahlreiche historische Bauwerke aus der deutschen Kolonialzeit geprägt: breite Straßen, deutsche Straßennamen, deutsche Pubs, Cafés und Bäckereien. Während der Kolonialzeit wurde „Swakop“ als „Deutschlands südlichster Küstenort“ bezeichnet. Auch heute wird überall noch Deutsch gesprochen. Swakop bietet viele touristische Attraktionen, wie nette Lokale, eine wunderschöne Stadtpromenade, ein Aquarium und vieles mehr. Sie können schöne Ausflüge in die nähere Umgebung machen, wie z.B. südlich nach Walvis Bay oder nördlich nach Cape Cross zur größten Robbenkolonie auf dem afrikanischem Festland. In und um Swakop werden viele Aktivitäten angeboten wie Bootstouren zu Seehunden, aufregende Wüstentouren, Quad-Safaris, Kajaktouren, Hubschrauberflüge. Sie haben nur die Qual der Wahl.
Twyfelfontein, ist der Name eines Tals im Damara-Hochland etwa 70 km westlich von Khorixas. Hier befindet sich eine der umfangreichsten Fundstätten von Felsgravuren (Petroglyphen) und San-Gemälden auf der Welt. Es wurden ca. 2.500 Gravuren gezählt, deren Alter auf 2.000 – 6.000 Jahre geschätzt wird. Die Felsstiche zeigen Jagdszenen, in denen die Jäger mit Pfeil und Bogen abgebildet sind, und viele Tiere (Antilopen, Zebras, Giraffen, Löwen). Das Tal wurde 1952 zum Nationaldenkmal erklärt, um den Diebstahl und Vandalismus von Felsgravuren zu stoppen. Die Gemälde/Gravuren können deshalb nur mit einem lokalen Führer besichtigt werden. Ein Rundwanderweg führt die Besucher zu den acht schönsten Steinplatten. 2007 wurde Twyfelfontein von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Andere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind der versteinerte Wald mit ca. 250 Mio. Jahre alten (fossilen) Bäumen, sowie die „Orgelpfeifen, ein vulkanisches Massiv senkrechter Basaltsäulen.
Das Onguma Game Reserve ist eines der bestgehüteten Geheimnisse Namibias. Es befindet sich auf der weniger besuchten Ostseite von Etosha und grenzt an die Fisher's Pan, die sich besonders im namibischen Sommer mit Wasser füllt und zu einer Brutstätte für Flamingos und andere Vögel wird. Hier haben Sie die Möglichkeit, Afrika in all seiner Schönheit und Vielfalt zu erleben. Das Reservat verfügt über mehr als 34.000 Hektar geschütztes Land und über 30 verschiedene Tierarten, darunter Kudu, Giraffe, Eland, Oryx, Hartebeest, Zebra, Impala, schwarze Nashörner und auch Raubtiere wie Löwen, Geparden und Leoparden. Darüber hinaus können Sie mehr als 300 Vogelarten im Naturschutzgebiet beobachten. Onguma bietet Romantik, Ruhe, Abenteuer und großartige Wildbeobachtungen, entweder im eigenen Reservat oder bei einer geführten Pirschfahrt in den Etosha Park. Es erwarten Sie fünf verschiedene Unterkunftsoptionen - vom familienfreundlichen Bush-Camp bis zur Luxus-Lodge.
Etwas südlich von Otjiwarongo in Zentral-Namibia gelegen, ist das Okonjima Nature Reserve die Heimat der „AfriCat-Stiftung“ (gegründet 1993), einer Non-Profit Organisation, die sich dem Schutz und Erhalt von Raubtieren, im Besonderen der Geparden und Leoparden in Namibia verschrieben hat. Nach dem Motto „Conservation through Education“ wird durch Information und Bildung versucht, den Konflikt zwischen Farmern und Raubtieren abzuschwächen. In einer Landschaft aus sanften Hügeln und Grasebenen finden Sie verschiedene Camps mit unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten. Ein Aufenthalt in einem der Camps in diesem 220 km² großen Reservat konzentriert sich normalerweise hauptsächlich auf Namibias Großkatzen. Auf geführten Pirschfahrten können Sie den Raubkatzen besonders nahekommen und sie ungestört beobachten. Im Reservat leben u. a. Geparden, Leoparden, Karakals, Wildhunde und Hyänen. Über 1.000 Großkatzen wurden seit 1993 gerettet und 86% davon wieder in die Wildnis entlassen.
Das Zannier Reserve ist ein privates Naturschutzgebiet nordöstlich von Windhoek. Es befindet sich auf ehemaligem Farmland und erstreckt sich über 90 km². Die ehemalige Onderkaremba Rinderfarm am Rande der Kalahari wurde von der Familie Zannier in Zusammenarbeit mit der N / a'an ku sê-Stiftung gekauft. Ziel des Reservats ist es, Tiere, die im N / a'an ku sê Wildlife Sanctuary rehabilitiert wurden, in einen natürlichen Lebensraum freizulassen, den das Zannier-Reservat bieten kann. Zannier ist bekannt für seine malerischen Savannenlandschaften, in denen eine Vielzahl von Wildtieren wie z.B. Leoparden, Giraffen, Warzenschweine, Antilopen, Strauße und Schakale leben. In der Reserve befindet sich auch das Shiloh Wildlife Sanctuary, das verletzten oder verlassenen Nashörnern und Elefanten Zuflucht bietet. Besucher können sich darauf freuen, eine Reihe von Wildtieren zu beobachten, die schöne Aussicht zu genießen und eine geführte Safari zu unternehmen.