Tag 1: MS Hamburg

So, 30 Aug 2026

Tag1 30.August 2027
Anreise: Transfer ab Griesheim, Darmstadt zum Flughafen Frankfurt. Sonderflug Frankfurt - Kangerlussuaq (Grönland), Einreise, Transfer zum Schiff und Einschiffung etwa 18h Ortszeit

Das Schiff:
Die MS Hamburg wurde 1997 in Dienst gestellt und wurde auf der MTW Schiffswerft in Wismar gebaut.
Das Kreuzfahrtschiff MS Hamburg ist von der MTW Schiffswerft in Wismar gebaut worden, es gilt derzeit als kleinstes Kreuzfahrtschiff für den deutschen Markt. Das Schiff wurde ursprünglich für die Coni Reederei gebaut und fährt für den deutschen Veranstalter Plantours seit 2012 überwiegend mit deutschen Gästen und deutschsprachigem Programm über die Weltmeere. Durch die überschaubare Größe ist es beliebt bei Gästen die kein unübersichtliches Angebot an Bord brauchen und keine Schiffe mit vielen tausend Passagieren mögen. Extratour bietet dieses Schiff gerne Kunden an, die schon mit den Postschiffen in Norwegen unterwegs waren. Die MS Hamburg kann wie die Postschiffe auch kleine Häfen anlaufen, sie ist beispielsweise auch für die großen Seen in Nordamerika oder um den Amazonas zu befahren geeignet. Gäste schätzen vor allem eine familiäre Atmosphäre, die das exklusive Schiff bietet mit Unterhaltung und Vorträgen über die Zielgebiete.
Die MS Hamburg wurde mehrfach modernisiert zuletzt 2020 und 2026* mehrfach, sie ist derzeit von vier Sechszylinder Viertakt Dieselmotoren mit je 2.640 KW bestückt. Durch zwei moderne Verstellpropeller ist das Schiff sehr wendig. Das Schiff ist 144 Meter lang und 21,5 Meter breit. Tiefgang nur 5 Meter, die Hurtigruten Schiffe sind 30 Meter kürzer und haben 5,1 Meter Tiefgang. Eisklasse der MS Hamburg 1B. Sechs Passagierdeck mit 197 Kabinen für maximal 400 Gäste. 63 Innenkabinen, 134 Außenkabinen, 8 Suiten und zwei behindertengerechte Kabinen. An Bord gibt es eine Tischzeit im Hauptrestaurant und offenes Buffet im Palmengarten, die Gäste sind bei der Wahl wo sie essen gehen frei.

Kennzeichen:
Schiffs-Umbau und Modernisierung: Frühsommer 2020, und (*) Kabinenmodernisierung im November/Dezember 2026
familiäres Schiff für maximal 400 Gäste
Reiserouten für Weltenbummler abseits des Massentourismus
Bordsprache Deutsch
legere, persönliche und herzliche Atmosphäre
Zodiacs für Expeditionsfahrten
Concierge-Service, Lektorenvorträge
viele Ruheoasen zum Entspannen
Bordhospital
moderate Nebenkosten
kurze Wege an Bord (nur sechs Passagier-Decks)
À-la-carte-Restaurant und Buffet-Restaurant zur Auswahl
Getränkepakete Silber bei Extratour enthalten, andere Pakete zu buchbar. Nach vielen besonderen Erlebnissen und Jahren auf See erstrahlt die MS Hamburg seit Frühsommer 2020 im neuen Licht. Es wurden viele kleine und große Details an Bord erneuert und gestaltet. Entdecken Sie es selbst – bei Ihrem nächsten Aufenthalt! Stellen Sie sich auf einen offenen, freundlichen und warmen Empfang ein – Sie sind herzlich eingeladen.
Bildergalerie zum Schiff

Die Kabinen mit Infinity-Fenstern auf Deck 4 + 5
Entdecken Sie mehr von der Welt – durch die neuen absenkbaren Infinity-Panorama-Fenster auf unseren Decks 4 & 5 Der neugestaltete Rezeptionsbereich
Die Neugestaltung unseres Rezeptionsbereichs sorgt für einen schönen atmosphärischen Start ins nächste Abenteuer Die Weinstube
Neu und bemerkenswert vergrößert: Die Weinstube ist der neue Treffpunkt für Entertainment und gemütliches Get-together.
Der hellere Palmengarten
Im neuen farblichen Ambiente lädt der gemütliche Palmgarten zum Schlemmen und Verweilen ein.
„The Grill“
Das Buffet im Palmgarten wurde zu „The Grill“ und lockt im modernen Design mit kulinarischen Genüssen
Die neue Bar im Poolbereich
Erfrischen Sie sich an der neuen Poolbar auf unserem großzügigen Sonnen-Deck
Willkommen auf dem Schiff zur Welt! Klein und fein. Komfortabel und leger. Individuell und kommunikativ. International und deutschsprachig. Weltoffen und gleichfalls privat. Das alles ist die Hamburg! Mit höchstens 400 Gästen an Bord, ist die Hamburg an der richtigen Stelle klein, um dort groß zu sein, wo es drauf ankommt: Auf Routen, die den großen Schiffen versperrt bleiben. Stilvoll, übersichtlich und im Frühsommer 2020 frisch modernisiert, präsentieren sich die jeweiligen Decks, die Kabinen sowie alle öffentlichen Bereiche. Die MS Hamburg verfügt über je eine Müllverbrennungs-, Bioklär- und Osmoseanlage. Das Schiff hat Stabilisatoren um bei ungünstigem Seegang ein angenehmeres Fahrgefühl zu gewährleisten. Das Schiff ist klimatisiert und verfügt über zwei Aufzüge. An Bord befindet sich ein Hospital.
Kraftstoff: Seit dem 01.01.2020 verzichtet die MS Hamburg freiwillig in allen Fahrtgebieten auf die Verwendung von Schweröl. Seitdem kommt nur noch schwefelarmes Marine-Gasöl zum Einsatz. Viele der großen Reedereien verbrennen nach wie vor billiges Schweröl, das vielfach umweltschädlicher ist.
Die Routenplanung: Durch gewissenhafte Vorbereitung von Routen- und Fahrplänen sind bei durchschnittlicher Geschwindigkeit unter der möglichen Höchstgeschwindigkeit geplant, die unter Berücksichtigung der in der Region vorherrschenden Wetterbedingungen eine ökonomische Fahrweise ermöglicht. Hierbei können mehr als 1/3 des üblichen Treibstoffs gespart werden.
Außenanstrich des Schiffskörpers: Um den Treibstoffverbrauch möglichst gering zu halten, gilt es den Bewuchs des Schiffskörpers zu verhindern und dabei die Umwelt nicht zu belasten. Dies wird durch die Verwendung einer TBT- und biozidfreien Beschichtung des Schiffskörpers erreicht.
Umgang mit Abfällen: Unser Abfallmanagementplan sieht gemäß internationaler Vorschriften die gewissenhafte Trennung von Abfällen vor, die in geeigneten Häfen von Fachbetrieben recycelt oder ggf. entsorgt werden. Auf Verpackungsmaterial wird im Rahmen der Hygienevorschriften verzichtet. Soweit möglich, werden papier- und papp ähnliche Materialien verwendet, die nach entsprechender Aufbereitung wiederverwendet werden können.
Wassermanagement: Die Hamburg verfügt über eine wirkungsvolle Osmoseanlage, mit der Salzwasser für den Verbrauch an Bord aufbereitet werden kann. Abwasser wird im Hafen fachgerecht entsorgt.
Für die Reinigung werden Biologisch abbaubare Produkte verwendet: Alle an Bord verwendeten Reinigungs- und Pflegeprodukte sind biologisch abbaubar. Anorganische Produkte werden aufgrund der gesundheits- und umweltschädigenden Wirkungen seit Jahren bereits nicht mehr verwendet.

MS Hamburg MS Hamburg MS Hamburg

Tag 2: Sisimiut

Mo, 31 Aug 2026

Tag 2 31.08.2027 Sisimiut/Holsteinsborg/Grönland, 
°Plantours Ausflug Stadtbesichtigung mit Besuch Schlittenhunde (H) (€ 60,-)
Es gibt Busverkehr sowie Taxiverkehr: Sisimiut Taxi (+299 865533) und Jakob Davidsen Taxi (+299 562874).
Quelle Wikipedia 
Die grönländische Stadt Sisimiut [siˈsimiut] (dänisch Holsteinsborg) liegt im Distrikt Sisimiut in der Qeqqata Kommunia. Sisimiut ist der Hauptort des Distrikts und der Kommune mit etwa 5500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Grönlands. Sisimiut ist ein beliebtes Touristenziel. Hier sind die bedeutendsten Bildungszentren des Landes ansässig. Sisimiut besteht aus mehreren Siedlungen, die älteste liegt südlich des Hafens wo sich die 1775 errichtete Bethelkirche, die älteste Holzkirche in Grönland befindet. Sie und das gesamte Gebiet darum mit zahlreichen bis zu 250 Jahre alten Koloniegebäuden sind heute Teil des Sisimiut-Museums. Wohngebiete befinden sich südlich des historischen Stadtzentrums, nordöstlich dessen, im Osten der Stadt und westlich des historischen Gebiets auf der Tømmermandsøen (Zimmermannsinsel). Das jüngste Wohngebiet entsteht auf der anderen Seite der Bucht Richtung Flughafen und soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden.
Das Klima: In Sisimiut herrscht maritim-(Sub)polares Klima vor mit einer Durchschnittstemperatur von −3,8 °C (August +6°), womit es vor allem im Winter etwas kälter, aber auch das ganze Jahr über deutlich trockener als in Nuuk ist. Durch die Polartage und -Nächte sind die Sommer sonnenscheinreich, während sie im Winter kaum aufgeht.
Geschichte: Die ältesten Spuren von Besiedlung gehen auf das Jahr 2500 v. Chr. zurück und stammen von Angehörigen der Saqqaq-Kultur. Anschließend war die Gegend von der Dorset-Kultur bewohnt. Im 15. Jahrhundert gelangten europäische Walfänger in die Gegend und trieben Handel mit den mittlerweile ansässigen Inuit. Nachdem Hans Egede 1721 seine Missionsstation auf Håbets Ø gegründet hatte, versuchte man 1724 eine weitere Siedlung zu gründen. Dies war der Ort Nipisat, 15 km südlich des heutigen Sisimiut. Die Handelsstation wurde bereits 1725 von holländischen Walfängern niedergebrannt. 1729 baute man die Handelsstation erneut auf, verließ sie aber 1731, woraufhin die Walfänger sie erneut abbrennen ließen.[6] Die Walfänger nutzten den Ort Ukiivik, 33 km nördlich des heutigen Sisimiut, für den Tauschhandel mit den Kalaallit.
1756 gründeten Jørgen Holm und Anders Olsen in Ukiivik die Kolonie Sydbay, die auf Vorschlag von Niels Egede bald Holsteinsborg genannt wurde, benannt nach Johan Ludvig von Holstein, dem Vorsitzenden des Missionskollegiets, das für die Dänische Mission in Grönland zuständig war. 1759 gründete Niels Egede in Asummiut eine Missionsloge, die er Missionens Ønske nennen wollte. Wegen der schlechten Fang- und Handelsmöglichkeiten in Ukiivik wurde die Kolonie 1764 an die Stelle der heutigen Stadt verlegt, gegenüber von Asummiut. 1767 wurde auch die Missionsloge nach Sisimiut verlegt und so mit der Kolonie vereinigt. 1773 wurde die heute noch stehende Kirche in Sisimiut errichtet, die zu einem Teil von den Grönländern in Form von Walspeck und -barten bezahlt wurde.
Im Folgenden wuchs die Bevölkerungszahl rasch, aber bei einer Pockenepidemie starben 1801 etwa 400 Menschen. Doch die Stadt erholte sich schnell und wuchs das ganze 19. Jahrhundert hindurch. 1850 gab es in der Kolonie Kirche, Schule, Missionarswohnung, zwei Wohnhäuser, ein Provianthaus, eine Brauerei, eine Schmiede, ein Speckhaus und ein Proviantlager.
Ab 1911 bildete die Kolonie Holsteinsborg auch eine eigene Gemeinde, der noch der Wohnplatz Isortoq angehörte. Sie war Teil des 11. Landesratswahlkreises Südgrönlands. 1918 lebten 293 Menschen in Sisimiut, darunter acht Europäer. Darunter waren aber auch 24 Personen, die eigentlich in Isortoq lebten, das in diesem Winter aber kurzzeitig verlassen war. Unter den Grönländern waren 19 Jäger und 10 Fischer. Öffentlich angestellt waren in Handelsdiensten der Kolonialverwalter, der Handelsassistent, ein Vorsteher, drei Zimmermänner, drei Böttcher, ein Büchsenmacher, ein Schmied, ein Bäcker, ein Bootsführer, ein Koch, ein Kolonist, eine Krankenschwester und eine Hebamme sowie in Kirchendiensten der Pastor und zwei Katecheten.
Neben 32 grönländischen Wohnhäusern gab es 1918 in Sisimiut ein Wohnhaus von 1846, das dem Kolonialverwalter und dem Assistenten diente, ein Haus wahrscheinlich von 1756, das die Bäckerei und die Zimmererwerkstatt beherbergte, ein 1852 errichtetes Proviantlager mit Laden, ein Provianthaus von 1844, ein Speckhaus mit Böttcherei von 1896, eine Tran Kocherei von 1853, ein Krankenhaus von 1906, eine Brauerei, eine Schmiede, ein Lachshaus, ein Fischhaus, ein Materialhaus, drei Kohleschuppen, ein Bootshaus, ein Gefängnis, ein Waschhaus, ein Pulverhaus und ein Petroleumshaus, die Kirche von 1773, die Pastorenwohnung und die Schule. Der Pastor leitete eine Katechetenschule, die die Ausbildung an Grönlands Seminarium für Katecheten kleiner Wohnplätze ersetzte. 
Anfangs dominierte der Walfang in Sisimiut, wovon noch heute die beiden Walknochen in der Dorfmitte zeugen. Sisimiut war Anfang des 20. Jahrhunderts der erste Ort Grönlands mit einer Fischindustrie.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann man mit der Umstellung von Robbenfang auf Fischerei und Fischverarbeitung. Die Salzerei von 1914 wurde 1924 zur Fischfabrik ausgebaut, die die erste ihrer Art in Grönland wurde. 1926 wurde die heutige Kirche gebaut. 1932 wurde auch die erste Werft des Landes hier errichtet. Von 1935 bis 1949 wurden in der Fischfabrik ausschließlich Garnelen verarbeitet, bis die Garnelen verschwanden. Daraufhin wurde die Fabrik abgerissen. 1948 wurde eine neue Schule gebaut, die anschließend mehrfach ausgebaut wurde. Mit dem Bau eines Kraftwerks im Jahr 1950 erhielt Sisimiut Strom. Von 1953 bis 1956 wurde ein neues Krankenhaus mit 32 Betten gebaut. In der früheren Pastorenwohnung wurde 1954 ein Kindergarten eingerichtet. 1955 entstand ein Wasserwerk. 1957/58 wurde eine neue Fischfabrik errichtet. 1958 wurde das alte Krankenhaus in ein Schulwohnheim umgewandelt und im selben Jahr wurde eine Feuerwehrstation gebaut. Anfang der 1960er Jahre wurde die Knud Rasmussenip Højskolia als erste Højskole Grönlands errichtet. 1964 wurde Sisimiut über einen Heliport an den Luftverkehr angeschlossen. 1965/66 wurde ein Altenheim errichtet, 1967/68 eine Kinderkrippe und 1969 ein neuer Kindergarten. 1967/68 entstand ein neuer Laden mit Bäckerei und von 1968 bis 1969 wurde erneut eine neue Fischfabrik errichtet. Der Hafen wurde seit den 1950er Jahren ausgebaut und erhielt 1970 einen Kai für große Schiffe.
Als man in den 1960er-Jahren begann, Grönländer aus den kleinen Dörfern in die Städte umzusiedeln, wuchs Sisimiut auf seine heutige Größe an. Im Zuge dieser Entwicklung wurde das Stadtbild immer stärker von großen Plattenbauten geprägt. Eingemeindung:  Sisimiut war von 1950 bis 2009 Hauptort der Gemeinde Sisimiut, zu der zuletzt noch Itilleq, Sarfannguit und seit 2002 Kangerlussuaq gehörten, bevor die Gemeinde im Zuge der Verwaltungsreform mit der Gemeinde Maniitsoq zur Qeqqata Kommunia zusammengelegt wurde.
Museum: Im ältesten Teil der Stadt mit der 1775 errichteten Bethelkirche, der ältesten Holzkirche in Grönland, und zahlreichen bis zu 250 Jahre alten Koloniegebäuden befindet sich das Sisimiut-Museum.  Dutzende Gebäude in Sisimiut sind erhaltenswürdig oder stehen unter Denkmalschutz.
Sport: In der Stadt befindet sich eine Sporthalle. Östlich der Stadt liegt ein großes Skigebiet, das eine Rolle für den Tourismus der Stadt spielt. Sisimiut hat zudem das einzige Freibad des Landes. Sisimiut ist Heimat mehrerer Fußballvereine. Der 1951 gegründete SAK Sisimiut konnte 1974 die Grönländische Fußballmeisterschaft gewinnen. 1968 wurde S-68 Sisimiut gegründet, der sich Ende der 1980er Jahre mehrfach für die Schlussrunde der Meisterschaft qualifizieren konnte. 2018 wurde der FC Asummiut Sisimiut gegründet, der 2019 erstmals an der Meisterschaft teilnahm.
Gewerbe: Die größte Fischfabrik des Landes liegt in Sisimiut. Beim Fischfang überwiegt die Garnelenproduktion, aber auch der Fang von Seehasen, Kabeljau, Gestreiftem Seewolf sowie Weißem und Schwarzem Heilbutt spielt eine Rolle. Die Stadt ist außerdem Hauptsitz des Handelsunternehmens KNI. Drei Brugseni-Filialen, eine von Pisiffik, drei von Spar, eine von Torrak, eine von JYSK und eine von Pisattat versorgen die Bewohner mit Gütern und Waren. 
Nukissiorfiit sichert die Stromversorgung über ein Wasserkraftwerk und ein Notfalldieselkraftwerk. Die Trinkwasserversorgung erfolgt über mehrere Seen, deren Wasser im Wasserwerk im Osten der Stadt aufbereitet wird. Der Müll der Stadt wird deponiert und anschließend verbrannt. Zwei Drittel der Häuser sind an das Abwassersystem angeschlossen. Die Abwässer werden meist ins Meer geleitet. In der Stadt gibt es zudem ein Altenheim und zahlreiche altengerechte Wohnungen.
In Sisimiut gibt es Kindergärten für etwa 430 Kinder. Die beiden Volksschulen der Stadt unterrichten zusammen etwa 790 Schüler. Es gibt zudem eine Privatschule und eine Sonderschule in Sisimiut. Die Stadt beherbergt zudem ein Gymnasium (GUX), das einzige Technische Gymnasium des Landes (THX), die Sanaartornermik Ilinniarfik (Bau- und Anlageschule), die zusammen mit der in Nuuk stehenden Saviminilerinermik Ilinniarfik (Eisen- und Metallschule) und der ebenfalls in Sisimiut befindlichen Rohstoffschule die Teknikimik Ilinniarfik (KTI) bildet. Die Außenstelle ARTEK von Danmarks Tekniske Universitet befindet sich ebenfalls in Sisimiut. 1962 wurde in Sisimiut mit der Knud Rasmussens Højskole (KRH) die erste Hochschule des Landes eröffnet, die heute neben der Sulisartut Højskoliat eine der beiden grönländischen Hochschulen ist. Dazu kommen eine Sprachschule und die aus der KRH herausgelöste Kalaallisuuliornermik Ilinniarfik, die die Herstellung der Nationaltracht unterrichtet.
Hafen/Schifffahrt: Sisimiut hat ein großes Hafenareal, das mittels mehrerer Kais über eine Anlegelänge von 1,3 km verfügt. Dazu kommt ein weiter östlich gelegener Freizeithafen für private Boote mit acht Stegen. Es besteht für die Zukunft zudem die Möglichkeit einen noch größeren Hafen etwa 8 km nordwestlich der Stadt am Kangerluarsuk Tulleq zu errichten. Der Hafen wird von der Passagierfähre Sarfaq Ittuk, dem einzigen Schiff der Arctic Umiaq Line, angelaufen, die Sisimiut in Abhängigkeit von den Eisverhältnissen mit anderen Orten an der Westküste Grönlands von Ilulissat im Norden bis Qaqortoq im Süden verbindet. Zudem wird der Hafen von Kreuzfahrtschiffen genutzt.
Flughafen:  1998 wurde der Flughafen Sisimiut auf dem Gebiet der früheren Siedlung Asummiut angelegt. Eine Straße verbindet Sisimiut mit dem 3 km nordwestlich gelegenen Flughafen. Die Stadt ist Endpunkt (häufigere Gehrichtung) oder Anfangspunkt des mehr als 160 km langen und nur für erfahrene und gut vorbereitete Trekker geeigneten Arctic Circle Trails, der zwischen Kangerlussuaq und Sisimiut den westgrönländischen Küstenstreifen an seiner breitesten Stelle durchläuft. 
Straßenanbindung: Sisimiut verfügt über ein ausgebautes Straßennetz, das sich auf das bewohnte Gebiet und bis hin zum Flughafen erstreckt. Nachdem schon früher erwogen wurde, eine Straße zwischen Kangerlussuaq und Sisimiut zu errichten, wurde im Juli 2020 der Bau der Straße begonnen und im Juli 2025 wurde die insgesamt 170 km lange Verbindung offiziell eröffnet. Damit ist der „Arctic Circle Track“ die erste Straßenverbindung zwischen zwei bewohnten Orten in Grönland. Zudem erschließt er das Welterbegebiet Aasivissuit – Nipisat. Er kann nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahren werden, und es gelten besondere Sicherheitsvorschriften und Umweltschutzvorschriften. Der „Arctic Circle Track“ verläuft auf einer anderen Trasse als der Wanderweg „Arctic Circle Trail“.

 

MS Hamburg MS Hamburg Rezeption

Zwischenhalt

Sisimiut Harbour

Tag 3: Aasiaat

Di, 1 Sep 2026

Tag 3 01.09 2027
°Vormittag Aasiaat/Egedisminde/ Grönland /AR - begleiteter Landgang mit Empfehlungen des Lektoren-Teams (Aasiaat Taxi, at +299 352171)
Freier Landgang durch Extratour geführt
Tag 3   01.09.2027
Nachmittag Kreuzen in der Diskobucht Qasgiannguit/Christianshåb/Grönland /AR - begleiteter Landgang mit Empfehlungen des Lektoren-Teams

Der August zählt zur absoluten Hochsaison für Tierbeobachtungen in der Diskobucht. Da das Meer zu dieser Zeit komplett eisfrei und extrem nährstoffreich ist, zieht es vor allem riesige Meeressäuger an. Diese Tierarten können Sie im August antreffen Wasser (Meeressäuger)Buckelwale: Sie sind die Stars im August, zeigen oft ihre Schwanzflossen (Fluken) und springen aus dem Wasser. Zwergwale & Finnwale: Diese flinken und eleganten Großwale sind ebenfalls regelmäßig bei Bootstouren zu sehen. Robben: Ringelrobben und Sattelrobben ruhen sich oft auf kleineren Eisschollen aus. An Land Grönland-Schlittenhunde: In Orten wie Ilulissat leben tausende von ihnen. Im August haben sie "Sommerpause", Jungtiere laufen frei herum. Polarfüchse & Polarhasen: Mit etwas Glück entdeckt man sie beim Wandern in den Bergen, im August noch in ihrem braun-grauen Sommerfell. Moschusochsen: Diese urzeitlichen Riesen leben vor allem im Hinterland (z. B. auf der Diskoinsel oder Richtung Inlandeis). In der Luft (Vogelwelt)Seevögel: Dreizehenmöwen, Eistaucher, Eissturmvögel und Eisenten bevölkern die Brutfelsen nahe der Gletscher. Papageientaucher: Im August füttern sie ihre Küken an den Klippen, bevor sie Ende des Monats aufs offene Meer ziehen. Greifvögel: Majestätische Seeadler und Gerfalken patrouillieren auf der Jagd entlang der Küsten.

Quelle Wikipedia:   
Aasiaat [ˈaːsiˌaːt] (nach alter Rechtschreibung: Ausiait; Dänisch Egedesminde [eːəðəsˈmenə]) ist eine grönländische Stadt im Distrikt Aasiaat in der Kommune Qeqertalik und deren Hauptort.
Lage: Aasiaat liegt auf der Insel Aasiaat Nunaat an der Südküste der Diskobucht. Im Norden liegt die kleine Insel Iperarsuaq (dänisch Tørveøen), direkt westlich schließt Tupilak (Ræveø) an. Südlich der Insel liegt die Meereskanal Ikerasassuaq (dänisch Langesund). Die große Insel Maniitsoq trennt Aasiaat von der Diskobucht.
Gründungsphase: Niels Egede, der zweite Sohn Hans Egedes, gründete 1759 eine Kolonie am Ort Illuerunnerit im Süden des heutigen Distrikts Kangaatsiaq.[2] Zu Ehren seines Vaters nannte er den Ort Egedesminde.[3] Weil sich der Ort als äußerst wenig ertragreich herausstellte, wurde die Kolonie 1763 versetzt.[2] Die Gegend war schon 2500 v. Chr. von Inuit besiedelt worden.[3] Bereits 1738 war Poul Egede nach Aasiaat gekommen und fand dort sechs Inuitfamilien vor.[2] Der grönländische Name Aasiaat bedeutet „Spinnen“, ist aber vermutlich ursprünglich eine Ableitung der Wurzel aasi- „übersommern“.[3] Das Wappen der ehemaligen Gemeinde zeigt dennoch ein Spinnennetz.
1775 gab es in Aasiaat zwei Speckhäuer, eine Böttcherei, eine Brauerei und ein Proviantlager, die als Torfmauerhäuser errichtet worden waren, sowie ein paar Schuppen. Das Wohnhaus, das ein Stockwerkbau war, wurde anfangs vom Kolonialverwalter, seinem Assistenten, Seeleuten und später auch dem Missionar bewohnt, bevor 1783 ein neues Wohnhaus errichtet wurde. Das Zimmer des Missionars war zugleich Kirche als auch Schule und so wurde 1778 zusätzlich ein Schulgebäude gebaut. Das alte Wohnhaus wurde daraufhin umfunktioniert zur Kirche und zum Wohnhaus für Missionar und Katechet.
Anfangs waren die Erträge noch schlecht und die Handelsangestellten unorganisiert. Missionar Berthel Laersen verweigerte 1768 deswegen sogar seine Versetzung in die Kolonie. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verbesserten sich die Verhältnisse und es begann die Periode des Walfangs.[2] Dabei fand reger Handel mit den Walfängern aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und anderen Nationen statt.[3] Der Ort war das Walfangzentrum Europas.[4] Eine Tran Fabrik versorgte Europa mit Lampenöl. Um 1800 war der Ort zudem ein ausgezeichneter Platz für Seehundgarnfang. Zudem wurden Kabeljau und Heilbutt gefangen und Rentiere und Füchse gejagt.
Kurz nach der Gründung der Kolonie war die Einwohnerzahl bereits ziemlich hoch und immer mehr Menschen zogen zu. Aber durch von den Walfängern eingeschleppte Krankheiten kam es mehrfach zu Epidemien. 1785/86 starben viele Menschen und 1793 lebten nur noch 64 Menschen in Aasiaat. 1800 kam es zu einer weiteren Pockenepidemie, die von nur 21 Menschen überlebt wurde. 1805 hatte sich die Einwohnerzahl auf 51 regeneriert, drei Jahre später waren es 66 Menschen. 1831 lebten schon wieder 93 Personen in der Kolonie. 
1828 erhielt Aasiaat eine neue Wohnung für den Missionar. 1856 wurde eine kleine Kirche aus Fachwerk und Stein gebaut, die aber so klein war, dass die Kirchenorgel oben verkürzt werden musste, damit sie in das flache Gebäude passte. 1863 wurden ein Wohnhaus für den Kolonialverwalter und eins für einen Volontär gebaut. 1893 wurde eine neue Missionarswohnung gebaut, die 1907 renoviert wurde. 1894 erhielt Aasiaat ein Wohnhaus für einen Kapitän. 1901 wurde eine 153 m² große neue Kirche gebaut, die als bretterverkleidetes Fachwerkhaus mit Schindeldach errichtet wurde. Einige Bestandteile wurden aus der alten Kirche übernommen. 1905 erhielt Aasiaat eine Wohnung für den Handelsassistenten. 1906 wurde ein Krankenhaus gebaut, das mit einem Operationsraum, einem Zimmer für Krankenschwestern und Schüler, eine Küche und zwei Krankenzimmern mit neun Betten, die um sechs Betten erweitert werden konnten, versehen war. 1914 wurde eine neue Schule mit zwei großen Klassenzimmern gebaut. 1916 erhielt die Kirche eine Leichenkapelle, die aus Materialien der alten Schule gebaut wurden. Im selben Jahr wurde die Wohnung für den neuen Arzt aus Sisimiut hierher versetzt. Außerdem gab es zu dieser Zeit einen Laden, eine Werkstatt mit Böttcherei, eine Schmiede, eine Brauerei, zwei Lagergebäude, ein Kohlenhaus, eine Tran Brennerei, ein Pulverhaus, ein Petroleumshaus von 1915 und eine Bäckerei, die in der Missionarswohnung von 1828 untergebracht war.
1915 lebten in Aasiaat 171 Grönländer und 15 Dänen. Unter den Grönländern waren 18 Jäger, sieben Fischer und eine Hebamme. Die Grönländer wohnten in 26 Häusern, die durchaus groß und gut eingerichtet waren. Die meisten Personen lebten weiterhin vom Garnfang auf Seehunde. Nebenher wurden unter anderem Füchse und Seevögel gejagt, sowie Eiderenten, Schneehühner und es wurden Uuaq und Seeskorpion gefischt.
Administrativ war Aasiaat lange als Kolonie zugleich der Hauptort der Gemeinde Egedesminde, der außerdem noch der Wohnplatz Maniitsoq angehörte. Der Ort war Teil des 3. Landesratswahlkreises und hatte einen Gemeinderat mit drei Mitgliedern. Dazu war Aasiaat der Sitz einer Kirchengemeinde, in der neben dem Pastor ein Oberkatechet und ein Katechet stationiert waren. Aasiaat war ab 1916 Sitz eines Arztes im eigenen Arztdistrikt. Der Handel hatte in Aasiaat einen Kolonialverwalter und einen Assistenten und meist auch einen Volontär. Im Zweiten Weltkrieg spielte Aasiaat eine wichtige Rolle bei der Versorgung der alliierten Truppen in Grönland. 1942 wurden von den US-Amerikanern eine Wetterstation mit zwei Baracken als kleinem Stützpunkt errichtet. Dieser war bis zu seiner Schließung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 1948 erhielt Aasiaat eine Werft. 1950 wurde Aasiaat Hauptort der Gemeinde Aasiaat. Im selben Jahr wurde ein Kraftwerk errichtet, wodurch die Stadt Strom erhielt. 1951 wurde ein Kai errichtet und die Garnelenfabrik eröffnet. Die Garnelenfischerei war von besonderer Bedeutung in Aasiaat. Daneben gab es eine 1949 eröffnete Fischfabrik. 1955 wurde ein großer Schulkomplex errichtet, 1957 ein Wasserwerk, 1958 ein Altersheim und 1960 ein Krankenhaus mit 85 Betten. 1961 erhielt Aasiaat einen für große Schiffe ausgelegten Kai. 1964 wurde ein Heliport errichtet, um Aasiaat über die Luft anzubinden. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1965. 1969 wurde eine Feuerwehrstation eröffnet. 
Von 2009 bis 2018 lag Aasiaat in der Qaasuitsup Kommunia und ist seit 2018 Hauptort der Kommune Qeqertalik.
Gewerbe: Noch heute lebt Aasiaat zu großen Teilen vom Fischfang mit Schleppnetzen und der Garnelenfischerei. Es gibt eine Shrimpfabrik. Der Tourismus spielt auch eine übergeordnete Rolle in einer für grönländische Verhältnisse derart großen Stadt. So werden Walbesichtigungstouren, Kajak- und Hundeschlittenfahrten angeboten. Wichtigste Wirtschaftssektoren sind aber administrative Verwaltung und Dienstleistung, gefolgt von Einzelhandel und Transport.
Der Hafen wird von der Disko Line und der Arctic Umiaq Line bedient und bietet damit gute Anbindungsmöglichkeiten in andere Städte. Zudem liegt im Osten der Stadt der Flughafen Aasiaat, der 1998 eröffnet wurde und über Air Greenland nationale Verbindungen zu den Flughäfen Ilulissat und Kangerlussuaq anbietet sowie über einen Heliport verfügt. Aasiaat ist wie für Städte üblich vollständig asphaltiert und damit autobefahren. 
TELE Greenland versorgt die Stadt über eine eigene Filiale mit Telekommunikation und den Postverkehr. Nukissiorfiit versorgt Aasiaat mit Strom, Wasser und Wärme. Das Wasser wird aus Süßwasserseen in der Umgebung, Strom über Dieselgeneratoren, Wärme aber größtenteils privat über Ölöfen oder andere Heizungssysteme gewonnen. Das Strom- und Heizkraftwerk wurde 1991 am Hafen errichtet. Müll wird entweder in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt oder auf der Müllhalde deponiert. Weiterhin verfügt die Stadt über ein Abwasser- und Klärsystem, an das 82 % der Häuser angeschlossen sind. Die restlichen Häuser entsorgen das Abwasser direkt ins Meer.
Aasiaat verfügt über Einkaufsmöglichkeiten in den von Pisiffik geführten Filialen Spar, Torrak Fashion, JYSK und Pisattat. Weiterhin gibt es ein Hotel, ein Restaurant, eine Kirche, einen Kindergarten, eine Tagespflegestation, ein Krankenhaus, ein Altersheim, eine große Bibliothek, einen Jugendtreff, eine Sporthalle und einen Fußballplatz. Im Winter kann man im Westen der Stadt zudem Ski fahren, das ausgewiesene Resort verfügt auch über einen Skilift. Die Dorfhalle Aasiaats wurde mit Gemälden des dänischen Malers Per Kirkeby beschmückt. Aasiaat ist ein wichtiger Bildungsort. In der Stadt gibt es mehrere Schulen: Die Volksschule Gammeqarfik, das Gymnasium für den Norden Grönlands GU-Aasiaat (GUX), dazu die Förderschule Ado Lyngep Atuarfia und das Berufszentrum Piareersarfik. Aasiaat verfügt über eine Vielzahl von geschützten Gebäuden, darunter das Aasiaat-Museum, das früher den Kolonialverwalter beherbergte.
Aasiaat ist Heimat mehrerer Fußballvereine. 1941 wurde T-41 Aasiaat gegründet, der 1967/68, 1970 und 1971 dreimal die Grönländische Fußballmeisterschaft gewinnen konnte. Der 1997 gegründete Verein Aasiak-97 Aasiaat konnte sich 2005 für die Schlussrunde der Meisterschaft qualifizieren.

 

Zwischenhalt

Port of Aasiaat

Tag 4: Ilulissat

Mi, 2 Sep 2026

Tag 4 02.09.2027
Vormittag Qeqertarsuaq/Godhavn/Grönland /AR - begleiteter Landgang mit Empfehlungen des Lektoren-Teams
Landgang mit Extratour durch den Hauptort der Diskobucht der schon im 18. Jahrhundert als Walfangsiedlung gegründet wurde.
Quelle Wikipedia: 
Qeqertarsuaq [qɜˌqɜˈtːɑsːuɑq] („große Insel“; nach alter Rechtschreibung K'eĸertarssuaĸ; Dänisch Godhavn) ist eine grönländische Stadt im Distrikt Qeqertarsuaq in der Kommune Qeqertalik.
Lage: Qeqertarsuaq liegt an der Südküste der auf Grönländisch ebenfalls „Qeqertarsuaq“ genannten Diskoinsel, der größten Nebeninsel Grönlands. 31 km nordwestlich liegt die andere bewohnte Siedlung auf der Diskoinsel, Kangerluk. Nördlich von Qeqertarsuaq liegt die etwa 700 m hohe Gletscherkappe des Lyngmarksbræ.
Geschichte
Vor der Kolonialzeit. Erste Besiedelungsspuren finden sich in Qeqertarsuaq bereits aus der Zeit vor etwa 5000 Jahren, also von den ersten Menschen, die je Grönland betraten, den Paläo-Eskimos.[2] Lourens Feykes Haan beschrieb den Wohnplatz Anfang des 18. Jahrhunderts und nannte ihn Liefde Bay („Liebesbucht“). Von den Engländern wurde der Hafen hingegen Port Lievely genannt, wahrscheinlich aus dem grönländischen Wort Iluileq entstanden. Damals war die heutige Halbinsel allerdings noch eine Insel und die schmale Landzange, die sich heute im Stadtgebiet findet, war ein Sund. 1738 besuchte Poul Egede den Ort und traf dort über 200 Bewohner, von denen aber viele nur nomadisch dort waren.
Gedenktafel für Svend Sandgreen in Qeqertarsuaq, das moderne Qeqertarsuaq wurde erst im Jahr 1773 durch Svend Sandgreen als Walfängerloge Godhavn gegründet. Anfangs gab es ein Stockwerkwohnhaus und ein Fachwerkspeckhaus. In den ersten Jahren wütete Skorbut unter den Kolonisten und die Loge war wirtschaftlich mehr oder minder erfolglos. 1775 hatte Godhavn 124 Einwohner. 1775 und 1777 wurden zwei weitere Stockwerkhäuser gebaut und die Produktion stieg stark an. 1787 musste ein weiteres Speckhaus gebaut werden, weil das bisherige keinen Platz mehr für die Jagdbeute bot.
1782 wurde in Godhavn etwas weiter südlich die Walfänger Anlage Godhavns Næs errichtet. Zusammen mit der westlich gelegenen Anlage Fortunebay fanden sich nun drei beinahe gleichartige Walfänger Stützpunkte auf zehn Kilometern Breite. Ab 1789 wurden alle drei gemeinsam von der Loge aus verwaltet, Fortunebay 1791 aufgegeben und 1802 wurden Loge und Anlage vereinigt, die Anlage wurde aber erst 1851 wirklich aufgegeben. 1782 wurde Godhavn der Sitz des nordgrönländischen Inspektors. Sein im Folgejahr fertiggestelltes Wohnhaus wurde später durch einen Neubau von 1850–1852 ersetzt. 1790 wurden in der Anlage eine Schule und eine Missionarswohnung gebaut.
Der Ort galt zu dieser Zeit als wichtigster Nordgrönlands, aber dennoch erhielt Godhavn nie den Koloniestatus, selbst wenn der Ort einem Kolonialdistrikt vorstand. 1798 lebten 130 Menschen in neun Häusern in der Anlage. Obwohl neben dem Walfang auch beträchtliche Mengen an Seehunden gefangen wurden, fielen die Erträge daraus häufig dem Schleichhandel zwischen Grönländern und Engländern zum Opfer. 1808 lebten 230 Menschen in sechzehn Häusern, von denen einige in der Loge lagen. 1801 führte Inspektor Claus Bendeke mit bedruckten Spielkarten das erste Zahlungsmittel Grönlands ein. 1805 wurde von Inspektor Peter Hanning Motzfeldt die Nordgrönländische Lesegesellschaft gegründet, eine Bibliothek, die durch Stiftungen und Käufe stark wuchs. 1817 wurde sie von Inspektor Johannes West erweitert. 1826 erwarb Inspektor Carl Peter Holbøll die gesamte Bibliothek. Von 1805 bis 1808 ließ Motzfeldt den versandeten Sund wieder durchgraben, da dies die Schifffahrt erleichterte. Dennoch versandete er bald wieder und zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war er endgültig geschlossen.
Während des Krieges ging der wirtschaftliche Erfolg wie überall in Grönland stark zurück. Nach dem Krieg wurde die Loge ab 1815 wieder betrieben. 1817 waren in Godhavn ein Walfänger Kommandeur, ein Speckschneider, ein Vorsteher, ein Bootsmann, ein Böttcher, zwei Zimmermänner, zwei Köche und acht Matrosen tätig. 1821 lebten 176 Menschen in siebzehn Häusern, die sich etwa gleich auf Anlage und Loge verteilten. Bis 1830 gingen die wirtschaftlichen Erträge stark zurück. Danach erholten sie sich wieder, aber 1848 erwog man die Loge zum Udsted zu degradieren. 1830 wurde eine große Schmiede in Godhavn errichtet, die aber nach wenigen Jahren aufgegeben wurde. 1840 wurde eine 119 m² große neue Wohnung für den Logenverwalter errichtet. 1851 wurde der Walfang aufgegeben. 1852 erhielt Godhavn eine 76 m² große Bäckerei und Brauerei. 1856 wurde eine 52 m² große Wohnung für den Volontär mit angebautem Proviantlager und Schuppen gebaut. Von 1879 bis 1885 gehörte die Loge zum Kolonialdistrikt Egedesminde. Um 1880 brannte die große Tran Brennerei bei einem Unfall ab. Daraufhin wurde eine neue gebaut, zusammen mit einem Speckhaus und einem Pulverhaus. 1902 wurde ein 50 m² großer Laden gebaut. 1906 wurde die Arktische Station von Morten P. Porsild in Qeqertarsuaq gegründet. 1909 wurde eine Pastorenwohnung von 74 m² Größe errichtet. Qeqertarsuaq war ab 1911 eine eigene Gemeinde ohne zugehörigen Wohnplatz. Die heutige auffällige Kirche wurde 1914 fertiggestellt. 1915 wurde ein Gebäude errichtet, in dem von da an die bis 1958 erschienene Zeitung Avangnâmioĸ gedruckt wurde. Daneben diente es auch als Sitzungssaal des Nordgrönländischen Landesrats. Von 1915 bis 1918 wurde ein 83 m² großes Archivgebäude für das nordgrönländische Landesarchiv errichtet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Sitzungen von Grönlands Landsråd zusammen, also gemeinsam mit dem südgrönländischen Landesrat, in Qeqertarsuaq abgehalten. Bei diesen Sitzungen wurde beschlossen, dass die Vereinigten Staaten Militärbasen in Grönland errichten dürfen, aber auch die Zusammenlegung beider grönländischen Kolonien zu einer mit Sitz in Nuuk, der heutigen Hauptstadt Grönlands, das nur drei Jahre später, 1953, dekolonialisiert wurde. Nach dem Krieg wurde 1948 ein Kraftwerk errichtet, durch das Qeqertarsuaq elektrifiziert wurde. 1950 wurde Qeqertarsuaq der Sitz der neuen Gemeinde Qeqertarsuaq, die aus dem ehemaligen Kolonialdistrikt bestand.[5] 1962 wurde ein Rathaus errichtet, das 1968 ausgebaut wurde. Die 1928 errichtete Schule wurde 1960 und 1963 durch zwei weitere Gebäude ergänzt. In ihr wurde 1934 auch eine Bibliothek eingerichtet. 1965 wurde eine Feuerwehrstation gebaut. 1965/66 wurde ein Altenheim errichtet. Der Laden von 1939 wurde 1967 in einen Selbstbedienungsladen umgewandelt. Daneben gab es zu diesem Zeitpunkt eine Bäckerei, zwei private Läden und vier Kioske in Qeqertarsuaq. Das Krankenhaus mit acht Betten befand sich 1970 in einem Gebäude von 1840, während der Arzt in der alten Inspektoren Wohnung wohnte. Als die wirtschaftliche Grundlage wie überall in Westgrönland etwa in den 1930er Jahren von Robbenfang auf Fischerei umgestellt wurde, wurden in Qeqertarsuaq 1934 eine Salzerei und 1945 ein Fischhaus errichtet. In den 1960er Jahren übernahm die Garnelenfischerei und es wurde 1966 die private Garnelenfabrik Godhavn Shrimp eröffnet. 1968 wurde jedoch auch eine private Robbenfleischkühlfabrik errichtet.
1972 wurde die Gemeinde Vaigat, deren Hauptort Qullissat verlassen war, eingemeindet, sodass die Gemeinde seither die gesamte Diskoinsel umfasse. Bei der Verwaltungsreform 2009 wurde die Stadt in die Qaasuitsup Kommunia eingegliedert und seit 2018 gehört sie zur Kommune Qeqertalik.
Walfangkommandeure, die Walfangkommandeure waren zugleich auch meist Verwalter der Anlage.
    1787–1790: Riewert Booysen
    1790–1791: Rivert Jappen
    1791–1792: Riewert Booysen
    1792–1793: Rivert Jappen
    1793–1796: Riewert Booysen
    1796–1802: Jürgen Kettelsen
    1815–1818: Rørd Ocke Bohn
    1823–1826: Frederik Jepsen
    1839–1840: Hans Jørgen Frederiksen
Wirtschaft: Die Bedeutung des Walfangs ist seit der Anfangszeit von Qeqertarsuaq stark zurückgegangen. Heute werden in der von Royal Greenland betriebenen Fischfabrik Garnelen, Dorsche und Rogen verarbeitet. Dazu spielen auch die Robbenjagd und die Heilbutt Fischerei eine Rolle. Ein 2008 gestarteter Versuch einer Schweizer Firma, eine Mineralwasserproduktionsanlage in Qeqertarsuaq zu betreiben, scheiterte.[7] Qeqertarsuaq hat zudem gute Ressourcen für den Tourismus. Angeboten werden Wanderungen und Hundeschlitten- und Schneescooterfahrten sowie Walbesichtigungen und ein Skigebiet nördlich der Stadt.

Infrastruktur und Versorgung: Qeqertarsuaq hat ein ausgebautes Straßennetz. Der Hafen der Stadt befindet sich im Westen in einer geschützten Bucht. Er verfügt über zwei Kais von 12 und 15 Metern Länge. Die Disko Line fährt Qeqertarsuaq mehrfach pro Woche an. Im Osten befindet sich der Heliport Qeqertarsuaq, über den die Stadt mehrere Male pro Woche mit Aasiaat und Ilulissat über den Luftweg verbunden wird. Nukissiorfiit betreibt ein Dieselkraftwerk für die Stromversorgung der Stadt. Das Trinkwasser wird durch das Schmelzen von Eis aus dem Gletscher nördlich von Qeqertarsuaq gewonnen. Ölöfen beheizen die Häuser in der Stadt. Ein Teil der Gebäude ist an ein Abwassernetz angeschlossen. TELE Greenland gewährleistet die telekommunikative Versorgung von Qeqertarsuaq.
Bebauung: Die Qeqertarsuup Atuarfia unterrichtet etwa 150 Schüler bis zur 10. Klasse. Qeqertarsuaq verfügt zudem über eine Niederlassung der grönländischen Berufsschulen (Piareersarfik). Es gibt eine Kinderkrippe mit Kindergarten und ein Altenheim. Für die medizinische Versorgung verfügt Qeqertarsuaq über ein Krankenhaus und eine Zahnarztpraxis. In der Stadt befinden sich zudem ein Kommunalbüro, ein Postgebäude, eine Sporthalle und ein Fußballplatz und neben verschiedenen Läden und Kiosken eine Pilersuisoq-Filiale, die die Bewohner mit Waren versorgt. Weiterhin befinden sich hier das Qeqertarsuaq-Museum in der Wohnung des früheren Inspektors und ein Versammlungsgebäude. Für Touristen stehen das Hotel Disko und zahlreiche Hostels und ein Campingplatz zur Übernachtung zur Verfügung. Die Kirche (wegen ihrer auffälligen Bauform genannt Herrgotts Tintenfass), der Glockenturm und die Leichenhalle in der Stadt stehen unter Denkmalschutz. Etwa zwei Dutzend weitere Gebäude sind als erhaltenswürdig eingestuft. In Qeqertarsuaq befindet sich zudem die von Morten Pedersen Porsild 1906 gegründete Arktisk Station und ein geophysisches sowie ein astronomisches Observatorium.
Sport: Aus Qeqertarsuaq stammen mehrere Fußballvereine. In den 1950er und 1960er Jahren nahm der Verein K'SP Qeqertarsuaq mehrfach an der Grönländischen Fußballmeisterschaft teil. Der 1944 gegründete G-44 Qeqertarsuaq ist der erfolgreichste Verein der Stadt und konnte 2009 und 2011 zweimal grönländischer Fußballmeister werden. Der jüngste Verein der Stadt ist Disko-76 Qeqertarsuaq, der in den 1980er Jahren zweimal Vizemeister wurde.
Bevölkerungsentwicklung: Die Einwohnerzahl von Qeqertarsuaq stieg von 1980 bis Mitte der 1990er Jahre an und geht seitdem wieder zurück. Mit etwa 850 Einwohnern ist Qeqertarsuaq heutzutage nach Kangaatsiaq die zweitkleinste Stadt Westgrönlands.

 

Zwischenhalt

Qasigiannguit Harbour

Tag 5: Qeqertarsuaq

Do, 3 Sep 2026

Tag 5  03.09.2027

Uummannaq/Grönland /AR - vormittags begleiteter Landgang mit Empfehlungen des Lektoren-Teams
Taxagut Upernavik at (+299) 53 33 35
Uummannaq [ˈuːˌmːanːɑq] (nach alter Rechtschreibung Ũmánaĸ, Bedeutung auf Deutsch etwa „der Robbenherzförmige“) ist eine grönländische Stadt im Distrikt Uummannaq in der Avannaata Kommunia.
Lage
Uummannaq liegt auf der Südspitze einer gleichnamigen Insel im Uummannap Kangerlua. Auf ihr befindet sich der markante 1175 m hohe herzförmige Berg Uummannaq, der der Insel und dem Ort ihren Namen gegeben hat. Die nächstgelegenen Siedlungen sind Qaarsut 20 km westlich und Saattut 24 km nordöstlich.
Geschichte: Archäologische Funde zeigen, dass die Gegend bereits seit Tausenden von Jahren bewohnt war. Auf dem Festland einige Kilometer südlich fand man 1972 in Qilakitsoq mehrere etwa 500 Jahre alte Mumien, die heute im Grönländischen Nationalmuseum in Nuuk ausgestellt sind. Vor der Kolonialzeit war die Insel sowohl an der Ost- als auch an der Westküste besiedelt.
Am 7. April 1761 wurde angeordnet die von Johan Henrik Bruun unter der Leitung von Carl Dalager gegründete Kolonie in Nuussuaq wegen der schlechten Lage 90 km gen Osten nach Uummannaq zu verlegen. Dafür wurden das Wohnhaus, das Provianthaus und das Speckhaus im Jahr 1763 aus Nuussuaq nach Uummannaq versetzt. Das Wohnhaus war so klein, dass der Assistent 1765 zu seiner grönländischen Frau ziehen musste, damit der neue Missionar Platz hatte. Um 1775 wurde eine Schulkapelle errichtet. 1777 wurde ein neues Provianthaus errichtet und das alte zur Missionarswohnung umfunktioniert. 
In den 1770er Jahren war die Kolonie wirtschaftlich wenig erfolgreich, was der Großen zu ernährenden Bevölkerung und schlechten Jagderträgen geschuldet war. Anfang der 1780er Jahre erwog man die Kolonie aufzugeben, aber durch den aufkommenden Garnfang kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, durch den die Kolonie bald zu den wichtigsten Orten Nordgrönlands gehörte.
Trotz des arktischen Klimas betrieben der Kaufmann und der Missionar in den 1780er Jahren einen Garten, in dem sie Grünkohl, Wurzelgemüse, Spinat und Kresse anbauten. 1787 standen in Uummannaq bereits ein 74 m² großes Stockwerkwohnhaus für Kaufmann und Assistent, ein Stockwerkhaus für die Mannschaft, ein Provianthaus und Speckhaus, jeweils als Fachwerkbau, eine Böttcherei, eine Brauerei, eine Schmiede, ein Kohlehaus und zwei Materialhäuser, die alle als Torfmauerhäuser erbaut worden waren. 1789 waren ein Kaufmann, ein Assistent, ein Böttcher, ein Zimmermann, zwei Köche und vier Arbeiter angestellt. Anfang der 1790er Jahre wurden die ersten Udsteder angelegt und der Handel wurde weiter ausgebaut. 1796 bestand die Mannschaft schon aus einem Zimmermann, drei Böttchern, zwei Köchen, einem Schmied und sechs Arbeitern. Das alte Provianthaus, das jetzt als Missionarswohnung diente, maß nur 35 m² und war undicht und sehr kalt und bereits drei Missionarsgattinnen waren darin erkrankt und gestorben. 1794 wurde die Missionarswohnung aus Upernavik nach Uummannaq gebracht und ersetzte das alte Gebäude, das nun als Mannschaftshaus diente. 1804 wurde ein neues Speckhaus gebaut.
1793 lebten 58 Menschen in der Kolonie. 1798 war die Einwohnerzahl auf 70 Personen gestiegen. 1805 hatte Uummannaq 69 Einwohner. Während des Krieges von 1807 bis 1814 erreichte sechs Jahre lang kein Schiff die Kolonie. Die meisten Udsteder mussten aufgegeben werden und wie überall in Grönland kam der Handel zum Erliegen. 
1835 wurde eine 75 m² große Kirche gebaut, die die rund 60 Jahre alte Schulkapelle ablöste. Wenig später erhielt die Kolonie um 1840 auch eine neue Schule. 1849 lebten 127 Menschen in Uummannaq, verteilt auf sechs bis sieben Häuser. Ab 1892 wurde die frühere Missionarswohnung als Schule genutzt, bevor um 1920 ein weiteres Mal eine neue Schule errichtet wurde. 1905 lebten neben den dänischen Kolonisten 191 Grönländer in Uummannaq.
1911 wurde Uummannaq Hauptort einer Gemeinde, zu der noch der Wohnplatz Sermiarsuit gehörte. Dem Gemeinderat gehörten drei Männer an. Die Gemeinde lag im 9. Landesratswahlkreis Nordgrönlands. Uummannaq war zudem der Sitz einer Kirchengemeinde und auch der Oberkatechet des Distrikts hatte seinen Sitz hier. Seit 1905 war Uummannaq zudem Sitz eines Distrikts Arztes.
1915 lebten 12 Dänen und 206 Grönländer in der Kolonie. Der Bevölkerung gehörten 23 Angestellte, 25 Jäger und 5 Fischer an. Die Grönländer lebten zu diesem Zeitpunkt in 35 Häusern. Daneben befanden sich in der Kolonie an öffentlichen Gebäuden die Kirche von 1835, die seit 1892 als solche genutzte Schule, die Pastorenwohnung von 1895, das Krankenhaus von 1880, die Arztwohnung von 1907, ein Provianthaus von 1856, ein Laden mit Proviantlager von 1861, ein Magazin von 1853, zwei Schuppen für Kohle und Fässer von 1886 und 1901, ein Petroleumshaus von 1908, ein Pulverhaus von 1873, ein Speckhaus mit Tran Kocherei von 1860, eine Böttcher- und Zimmererwerkstatt von 1852, eine Schmiede aus demselben Jahr, eine Bäckerei von 1848, eine Brauerei, die Kolonialverwalterwohnung von 1871, die Wohnung des Handelsassistenten von 1910 und das Mannschaftshaus von 1904.
Die Umgebung von Uummannaq war der Drehort für den Film S.O.S. Eisberg des Filmpioniers Arnold Fanck aus den Jahren 1932/33. In den Hauptrollen spielten Leni Riefenstahl, Sepp Rist, Ernst Udet, Gibson Gowland und Walter Riml. Parallel hierzu entstand Nordpol – Ahoi! von Regisseur Andrew Marton unter Mitwirkung von Guzzi Lantschner und Walter Riml; die weibliche Hauptrolle war mit Jarmila Marton besetzt. Der Film gilt als Parodie auf S.O.S. Eisberg und fand bei seiner Premiere begeisterte Kritiken, ist aber trotz intensiver weltweiter Suche in verschiedenen Archiven bis heute verschollen.
1921 wurden ein neuer Laden, eine Bäckerei, eine Post und eine neue Schule gebaut, die ab 1934 auch über eine Bibliothek verfügte. 1926 wurde ein Kinderkrankenhaus errichtet. 1933 wurde die Kirche abgerissen und an derselben Stelle nach zweijähriger Bauzeit 1935 die neue Kirche eingeweiht. Von 1938 bis 1941 wurde ein neues Krankenhaus mit 33 Betten errichtet. 1940 wurde ein Selbstbedienungsladen eröffnet. 1949 wurde eine Fischfabrik für die Verarbeitung von Heilbutt eröffnet.
1950 wurde Uummannaq zum Sitz der neuen Gemeinde Uummannaq, der nach Anzahl an zugehörigen Dörfern zweitgrößten Grönlands nach der Gemeinde Upernavik. Mit dem Bau eines Kraftwerks wurde Uummannaq 1950 elektrifiziert. 1953 wurde eine zweite Schule errichtet. In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde ein Versammlungsgebäude mit Kino errichtet. 1958 wurde eine Feuerwehrstation gebaut. 1963 wurde ein Schwimmbad eröffnet. 1964/65 wurde ein Kindergarten eröffnet und 1967 ein Altenheim. 1969 wurde erneut ein neuer Laden errichtet sowie eine neue Bäckerei, weswegen die alte in einen Kiosk umgewandelt wurde. Bei der Verwaltungsreform 2009 wurde die Gemeinde Uummannaq in die Qaasuitsup Kommunia eingegliedert und seit 2018 ist Uummannaq Teil der Avannaata Kommunia.
Gewerbe: Vor der offiziellen Gründung war Uummannaq ein Walfänger Ort, da das Meer hier reich an Narwalen und Belugas ist. Mit der Kolonialisierung ging eine Konzentrierung auf die Robbenjagd einher. Heute ist die Fischerei von größter Bedeutung in Uummannaq. Neben Schwarzem Heilbutt werden auch in kleinerem Umfang Gestreifter Seewolf, Rotbarsch, Kabeljau, Seehasen und Lodden gefischt und in der ansässigen Fischfabrik von Royal Greenland verarbeitet. In Uummannaq spielt zudem der Tourismus eine größere Rolle. Für Touristen werden unter anderem Hundeschlittenfahrten und Walbeobachtungen angeboten. Die Umgebung ist außerdem für Wander- und Klettertouristen interessant. Zudem fand ab 1999 bei Uummannaq regelmäßig die Eisgolf-Weltmeisterschaft statt.
Der Hafen von Uummannaq liegt im Südosten der Stadt und besteht aus zwei kleineren Kais bei einer Wassertiefe von etwa 4,20 m. An der Küste befinden sich zudem mehrere Anlegestellen für kleinere Fischerboote. Das Meer ist von Juni bis Dezember befahrbar. Auf der kleinen bergigen Insel gibt es keinen Platz für einen Flughafen, weswegen der Flughafen für die Region 1999 in Qaarsut angelegt wurde. Von dort aus führt eine Helikopterverbindung zum Heliport Uummannaq. Das ausgebaute Straßennetz in Uummannaq ist größtenteils asphaltiert.
Nukissiorfiit versorgt den Ort über ein Kraftwerk mit Strom und mittels Wasserleitungen von den beiden Seen Tasersuaq und Tasersuaq Qulleq mit Trinkwasser. Ölöfen gewährleisten die Wärmeversorgung. Der Müll wird im Norden der Stadt deponiert und verbrannt und das Abwasser ins Meer geleitet. Tusass ist für die Telekommunikation im Ort zuständig.
Uummannaq hat einen Kindergarten mit Kinderkrippe und ein Kinderheim. Das von der Färingerin Ann Andreasen geleitete Kinderheim ist sehr bekannt und unter anderem zentraler Bestandteil des Spielfilms Inuk. In Deutschland wurde bereits zahlreich darüber berichtet. Die Edvard Krusep Atuarfia unterrichtet etwa 250 Schüler bis zur zehnten Klasse und beherbergt auch die Bibliothek und einen Jugendtreff. Uummannaq hat eine Niederlassung des Berufszentrums Piareersarfik und ist Sitz der Piniarnermut Aalisarnermullu Ilinniarfik, der grönländischen Jagd- und Fischereischule. Für die ältere Bevölkerung gibt es das Altenheim Utoqqaat Illuat. In der Stadt gibt es zudem ein Krankenhaus und eine Zahnarztpraxis, ein Kommunalbüro, eine Polizeistation, eine Feuerwehrstation, mehrere Kneipen, Cafés oder Bars, drei Läden, darunter eine Pilersuisoq-Filiale. Uummannaqs historischer Stadtkern mit den Bauten aus der Kolonialzeit ist erhaltenswürdig. Insgesamt befinden sich 28 erhaltenswürdige Gebäude in der Stadt. Zudem ist die 1935 vom dänischen Architekten Helge Bojsen-Møller errichtete Feldsteinkirche aus Granit als Wahrzeichen der Stadt und größte Steinkirche des Landes als Baudenkmal geschützt. Seit 1989 gilt Uummannaq in Dänemark als Wohnort des Weihnachtsmanns und in der Stadt befindet sich deswegen sein offizielles Wohnhaus.
I n Uummannaq sind zwei Fußballvereine beheimatet. Der FC Malamuk Uummannaq gehört zu den Vereinen mit den meisten Teilnahmen an der Schlussrunde der Grönländischen Fußballmeisterschaft und konnte 2004 grönländischer Fußballmeister werden. 1968 wurde UB-68 Uummannaq gegründet, der sich vor allem in den 1980er Jahren mehrfach für die Schlussrunde qualifizieren konnte.
Die Bevölkerungszahl von Uummannaq stieg bis in die 1990er Jahre auf etwa 1500 Personen an und ist seither wieder rückläufig. Erst im Sommer 2017 stieg die Einwohnerzahl sprunghaft an, als die Stadt den Großteil der Bewohner der beim Tsunami im Karrat-Fjord zerstörten und evakuierten Siedlungen Nuugaatsiaq und Illorsuit aufnehmen musste.

Zwischenhalt

Qeqertarsuaq Port

Tag 6: Uummannaq Fjord

Fr, 4 Sep 2026

Tag 6   04.09.2027
Upernavik / Grönland /AR - vormittags begleiteter Landgang mit Empfehlungen des Lektoren-Teams.
Uummannaq Taxi: (+299 551717)
Upernavik [uˈpɜnːavik] ist eine grönländische Stadt im Distrikt Upernavik in der Avannaata Kommunia.
Lage
Upernavik liegt auf der 2,77 km² großen gleichnamigen Insel südlich des Ikeq (Upernavik Isfjord), in den die größten Eisberge der Nordhalbkugel kalben. Etwa zehn Kilometer südöstlich liegt die Insel Qaarsorsuatsiaq mit dem etwa 1000 m hohen Berg Qaarsorsuaq (Sanderson Hope). Die nächstgelegene Siedlung ist Aappilattoq, das 21 km nordöstlich liegt.
Geschichte: Frühe Kolonialzeit, die Gegend um Upernavik wurde bereits im Mittelalter von den Grænlendingar besucht. Dies bezeugt der 20 km nördlich gefundene Runenstein von Kingittorsuaq. Die Insel Upernavik diente vermutlich schon im 17. Jahrhundert als Wohnplatz für Inuit. Zur selben Zeit befuhren auch holländische Walfänger die Gegend.
1768 schlug Carl Dalager die Gründung einer neuen nördlichsten Kolonie vor. Am 30. Juni 1769 verließ Andreas Bruun die Kolonie Ritenbenk nordwärts und erreichte am 5. Juli die Insel Qeqertaq, auf der sich heute Upernavik Kujalleq befindet. Er gründete eine Kolonie in Eqaluit 25 km nordöstlich von Upernavik Kujalleq, aber die Bevölkerung lebte weiter im Norden und so beschloss man die Kolonie zu versetzen. Am 8. August 1772 wurde die Kolonie nach Upernavik versetzt.
1789 standen in Upernavik ein Wohnhaus als Stockwerkbau mit Küche, vier Zimmern für Kaufmann, Assistent und Mannschaft, Büro und Laden, ein Missionshaus und ein Speckhaus jeweils als Fachwerkbau, ein Provianthaus, ein Materialhaus und eine Brauerei, jeweils als Torfmauerhaus. Das Missionshaus war jedoch bereits unbewohnbar. Es gab einen Kaufmann, einen Assistenten, einen Böttcher, einen Zimmermann, zwei Köche und vier Matrosen.
Diese für damalige Verhältnisse außergewöhnlich weit im Norden liegende Kolonie war anfangs wenig erfolgreich und viele Kolonialisten starben an Skorbut, verhungerten, erfroren oder entgingen dem direkt durch Suizid. 1788 überlegte man, die Kolonie aufzugeben und die Bevölkerung in den Kolonialdistrikt Uummannaq migrieren zu lassen. Kaufmann Christen Andersen Enghel schlug vor die Kolonie wieder nach Eqaluit zu versetzen, während Carl Dalager sie lieber weiter im Inland sehen wollte. Obwohl die ansässigen Kolonisten die Kolonie weiterbetreiben wollten, wenn auch an anderer Stelle, wurde am 18. Mai 1789 beschlossen, die Kolonie aufzugeben. Der Plan wurde 1790 realisiert, aber die meisten Menschen blieben in der Gegend wohnen und so wurde zeitnah die Wiederaufnahme der Kolonie diskutiert.
1796 wurde Upernavik als Anlage unter der Loge Godhavn neugegründet. Zu diesem Zeitpunkt gab es allerdings nur Erdhäuser in der Anlage. 1799 erwog man Upernavik einer potentiellen neuen Kolonie in Nuussuaq zuzurechnen, was aber nicht realisiert wurde. 1805 wurde Upernavik wieder selbstständige Kolonie und es wurden wieder ein Wohnhaus, ein Speckhaus und eine Schmiede errichtet. Dazu wurden Kaufmann, Assistent, Bootsmann, Böttcher, Zimmermann, Matrose und Koch angestellt. Während des Kriegs von 1807 bis 1814 geriet Upernavik in eine wirtschaftliche Notlage, weil jahrelang kein Schiff die Kolonie erreichte. 1811 wurde ein Teil der Kolonisten abgeholt, darunter der Kaufmann. 1812 sollte auch der Rest heimgebracht werden, aber das Schiff erreichte die Kolonie wegen des schlechten Wetters nicht. Im Winter 1813 wurden zur Versorgung Hundeschlittentrupps nach Upernavik geschickt. Im Sommer desselben Jahres wurden weitere Dänen abgeholt. Als 1814 auch eine Pockenepidemie ausbrach, verließ als einzig Übriggebliebener auch Niels Larsen Steenholdt mit seiner grönländischen Familie den Ort. 1823 wurde Upernavik als Udsted unter der Loge Godhavn ein weiteres Mal neugegründet. Schon 1826 wurde Upernavik wieder zur Kolonie erhoben, die wirtschaftlich stetig erfolgreicher wurde. 1911 wurde Upernavik als Kolonialort eine eigene Gemeinde, der noch die Wohnplätze Kingittoq und Tunoqqu angehörten. 1918 lebten sechs Dänen und 170 Grönländer in Upernavik. Unter den Grönländern befanden sich 23 Jäger, acht Handelsangestellte, nämlich der Schmied, der Zimmermann, der Bäcker, zwei Bootsführer, zwei Böttcher und ein weiterer Kolonist, sowie zwei Katecheten. Zu den Dänen gehörten der Kolonialverwalter und ein Volontär. Außerdem gab es einen Pastor und den Distriktsarzt. Die Grönländer lebten in 25 Häusern. Zu den öffentlichen Gebäuden gehörten die Wohnung des Kolonialverwalters von 1832, die Wohnung des Handelsassistenten von 1903, die Pastorenwohnung von 1866, die Arztwohnung von 1915, ein Kohlenhaus, das früher als Kirche genutzt wurde, ein Laden, ein weiteres Kohlenhaus, das 1826 als Assistentenwohnung errichtet worden war, eine Böttcherwerkstatt von 1848, die alte Mannschaftswohnung von 1828, die nun als Zimmererwerkstatt und Bäckerei diente, eine Schmiede aus demselben Jahr, ein Speckhaus von 1912, eine Brauerei von 1867, die Kirche von 1882, eine Schule von 1911, das Krankenhaus von 1908, drei Packhäuser von 1876, 1912 und 1916, ein drittes Kohlenhaus von 1833, ein Petroleumshaus von 1908 und ein Pulverhaus von 1877.
1925 wurde die heutige Kirche gebaut und 1946 ein neues Krankenhaus, da 1953 ausgebaut wurde. 1950 erhielt Upernavik mit der Errichtung eines Kraftwerks Strom. 1952 wurde eine Bäckerei gebaut, 1953 ein Altenheim, 1954 ein neuer Laden und 1955 ein Kindergarten, der bereits 1959 neugebaut wurde. 1957 wurde eine neue Schule errichtet und 1965 ausgebaut. Dazu kam 1962 ein Wohnheim für Dorfkinder, die in Upernavik unterrichtet wurden. 1958 wurde eine Feuerwehrstation gebaut. 1967 wurde eine kleine Werft gebaut. 1968 wurde das Kraftwerk ausgebaut und 1969 wurde ein Wasserwerk errichtet.
Ab 1950 war Upernavik der Hauptort der Gemeinde Upernavik. Die Gemeinde war mit Abstand diejenige in Grönland, der am meisten Dörfer zugehörten. Bei der Verwaltungsreform von 2009 wurde die Gemeinde in die Qaasuitsup Kommunia eingegliedert und ist seit 2018 Teil der Avannaata Kommunia.
Gewerbe: Bei Upernavik findet sich eine reiche Fauna. Hier finden sich Eisbären, Moschusochsen, Rentiere, Polarfüchse und Schneehasen. Im Wasser schwimmen zudem Belugas, Narwale, Robben und Walrosse. Zahlreiche Vogelarten leben zudem um die Stadt herum, zum Beispiel Papageientaucher, Krabbentaucher, Tordalken, Eiderenten, Prachteiderenten, Eistaucher, Kormorane, Kolkraben und Dreizehenmöwen. Gerade in früherer Zeit war der Fang der Dickschnabellummen und das Sammeln ihrer Eier bedeutend. Heute konzentriert sich der Fang jedoch größtenteils auf Schwarzen Heilbutt. In der Stadt gibt es eine Fischfabrik. Vor allem seit der Eröffnung des Flughafens wird der Tourismus in Upernavik stark ausgebaut und als Einnahmequelle genutzt.
Der Hafen von Upernavik liegt in der Bucht Ukuarluk im Norden der Stadt. Er besteht aus einem 30 m langen Containerkai und einem 15 m langen Kai für kleinere Schiffe bei einer Wassertiefe von etwa 4,20 m. Im Südwesten der Stadt findet sich zudem in der Bucht Iterlannguaq eine weitere Anlegestelle für kleine Fischerboote. Die Errichtung eines neuen großen Hafens auf der südlich gelegenen deutlich größeren Insel Akia (Langø) ist ebenfalls möglich. Auf dem Berg auf Upernavik wurde 2000 der Flughafen Upernavik eröffnet, der den Ort besser an den Rest des Landes anbindet und zudem als Zwischenhalt nach Qaanaaq fungiert. Auch ein neuer größerer Flughafen kann auf Akia angelegt werden. Die Stadt hat ein Straßennetz, das jedoch in schlechtem Zustand ist und ausgebaut werden müsste.
Nukissiorfiit ist für die Strom-, Wärme- und Wasserversorgung zuständig. Der Tasersuaq (Tyfussø) im Osten der Insel gewährleistet die Aufbereitung von Trinkwasser in der Stadt. Es gibt jedoch kein Frischwassernetz in Upernavik. Nur wenige Gebäude in der Stadt sind an das Abwassernetz angeschlossen. Das Abwasser wird ins Meer geleitet. Die Mülldeponie im Süden der Stadt soll wegen ihres Gestanks in naher Zukunft in den Norden umverlegt werden.
Das Stadtzentrum von Upernavik liegt südlich des Hafens im Westen der Stadt. Hier befinden sich das Krankenhaus, das Kommunalbüro, eine Pilersuisoq-Filiale, das Altenheim der Stadt, ein Wohnheim, die Postfiliale, die Feuerwehrstation und die Prinsesse Margrethe Atuarfia, die 300 Schüler bis zur zehnten Klasse unterrichtet und die Bibliothek des Distrikts beherbergt. In der Stadt gibt es zudem eine Niederlassung des Berufszentrums Piareersarfik und ein Kulturhaus, das für sportliche und kulturelle Aktivitäten genutzt wird.
Zahlreiche Gebäude in Upernavik sind erhaltenswürdig oder stehen unter Denkmalschutz. Dazu gehören die Gebäude aus der Kolonialzeit im Süden der Stadt, die heute Teil des Upernavik-Museums sind, das nördlichste Freilichtmuseum der Welt und älteste Grönlands.
1945 wurde der Fußballverein K'ingmeĸ-45 Upernavik gegründet, der sich 2010 für die Schlussrunde der Grönländischen Fußballmeisterschaft qualifizieren konnte. Darüber hinaus wurde 1983 der Verein UB-83 Upernavik gegründet, der sich 2012 und 2018 für die Schlussrunde qualifizieren konnte.

Zwischenhalt

Uummannaq

Tag 7: Uummannaq Fjord

Sa, 5 Sep 2026

Tag 7  05.09.2027
Niaqornat / Grönland /AR Passage Sullorsuaq-Sund; Kreuzen in der Diskobucht - Zodiac-Rundfahrten geplant (im Reisepreis bereits inklusive).
Taxi Hundeschlitten oder Snowmobil

Niaqornat [niɑˈqɔnːat] (nach alter Rechtschreibung Niaĸornat) ist eine grönländische Siedlung im Distrikt Uummannaq in der Avannaata Kommunia.
Lage: Niaqornat liegt an der Nordseite der Halbinsel Nuussuaq am Uummannap Kangerlua. Der Ort hat im Westen Zugang zum Meer, während im Osten ein durch einen schmalen Strand abgegrenzter See liegt. Nördlich des Ortes befindet sich ein felsiges Kap. Im Süden grenzt unmittelbar das bis über 1000 m hohe Gebirge der Halbinsel an. Bis zum nächsten bewohnten Ort, Qaarsut, sind es von Niaqornat aus 38 km Richtung Südosten.
Geschichte- Niaqornat als Anlage: Niaqornat war schon vor der Kolonialzeit bewohnt. Später lebten nur noch zeitweise Menschen dort, um Fisch zu fangen. Von 1799 bis 1800 wurde ein Garnfangversuch in Niaqornat betrieben. Er lief gut und so wurden 1802 der Unterassistent und der Böttcher auf Illorsuit im Winter für den Garnfang in Niaqornat eingesetzt. 1804 wurde der Ort der Anlage in Nuussuaq untergeordnet. Während des Kriegs von 1807 bis 1814 wurden Nuussuaq und Niaqornat aufgegeben.
1823 wurde eine Anlage in Niaqornat gegründet. Es wurde ein Stockwerkhaus aus Uummannatsiaq nach Niaqornat versetzt und später eine Tranbrennerei errichtet. 1839 waren neben dem Assistenten ein Koch, ein Böttcher, und im Sommer zwei Matrosen in Niaqornat tätig. Zusammen mit dem westlich gelegenen Wohnplatz Sammisoq lebten 1849 122 Menschen in Niaqornat. Niaqornat ist der Herkunftsort der grönländischen Familien Cortzen, Løvstrøm und Kruse.
1870 wurde Niaqornat zum Udsted herabgestuft. Die Tran Brennerei blieb jedoch bis 1905 in Betrieb. Von 1886 bis 1891 wurden in Niaqornat meteorologische Messungen vorgenommen. 1915 lebten in Niaqornat 118 Grönländern und zwei Dänen. Die Grönländer lebten in 21 Wohnhäusern. Das Stockwerkhaus aus Uummannatsiaq diente als Wohnung des Udstedsverwalters. Es war 39 m² groß und hatte Flur, Küche, Wohnzimmer und Kammer. Das Proviantlager mit Laden war von 1839. Es war ein Fachwerkhaus genauso wie der Materialschuppen von 1852 und das Speckhaus von 1906 sowie ein weiteres älteres Speckhaus. Ein drittes altes Speckhaus war ein grönländisches Haus. Die Kirche wurde 1874 ebenfalls im grönländischen Baustil errichtet. 1903 wurde sie durch eine Kirchenglocke aus der alten Kirche von Uummannaq ergänzt. Außerdem gab es eine Schule von 1907, die 11 m² groß und ein Fachwerkhaus mit Steinfassade und einem Dach aus Dachpappe und Holzbrettern war. In Niaqornat arbeiteten 28 Jäger, vier Fischer, der Udstedsverwalter, ein Katechet und zwei Hebammen.
1924 wurde ein Packhaus gebaut. 1930 hatte Niaqornat 79 Einwohner. 1946/47 erhielt der Ort eine Schulkapelle. Das 1948 gebaute Fischhaus wurde kaum genutzt, da die 21 Fischer im Ort 1952 durchschnittlich nur 319 kg Fisch fingen. 1953 wurde eine private Hebammenwohnung errichtet. 1960 hatte Niaqornat 100 Einwohner. Im selben Jahr verlor Niaqornat den Udstedsstatus, überlebte aber die Ortsreform 1966, bei der der Wohnplatz zu einem Dorf wurde. 1962 entstanden eine Werkstatt und eine Telestation und kurz darauf wurde auch wieder Handel betrieben.
Niaqornat war ab 1911 eine eigene Gemeinde ohne zugehörigen Wohnplatz. Dem Gemeinderat gehörten drei Männer an. Die Gemeinde gehörte zum Kolonialdistrikt Uummannaq und war Teil des 8. Landesratswahlkreises Nordgrönlands. 1950 wurde Niaqornat in die Gemeinde Uummannaq eingegliedert. 2009 wurde Niaqornat Teil der neuen Qaasuitsup Kommunia und seit 2018 gehört der Ort zur Avannaata Kommunia.
Der britische Dokumentarfilm Grönland – Ein Dorf am Ende der Welt (Village at the End of the World) von Sarah Gavron aus dem Jahr 2012 zeigt das Leben in Niaqornat und begleitet dabei unter anderem Karl-Kristian Kruse und seine Familie.
Nach dem Bergrutsch und Tsunami im Karrat-Fjord 2017, bei dem Nuugaatsiaq und Illorsuit zerstört und aufgegeben wurden, ergab eine Risikountersuchung im Mai 2021, dass auch Niaqornat und große Teile von Qaarsut drohen, von einem rund 23 m hohen Tsunami getroffen zu werden. Die Regierung bat den Bewohnern daraufhin Unterstützung für einen Umzug an.
Gewerbe: Die Bewohner von Niaqornat leben von der Jagd, die mit Hundeschlitten und Jollen betrieben wird. Es werden unter anderem Robben, Walrosse, Wale, Eisbären, Dorsche, Schwarzer Heilbutt, Grönlandhaie, Rentiere, Schneehasen, Alpenschneehühner, Eiderenten und Möwen gejagt. Der Handelsposten in Niaqornat wurde 2011 von KNI geschlossen, sodass die Bewohner ihre Jagdbeute im 58 km entfernten Distrikthauptort Uummannaq veräußern müssten, jedoch wurde im selben Jahr noch eine private Handelsstation gegründet. Man ist um den Tourismus bemüht, sodass beispielsweise auf Wunsch Touren angeboten werden. 
Im Süden befindet sich der Kai, von dem aus die Boote abfahren. Der Heliport Niaqornat östlich des Sees verbindet den Ort auch im Winter mit der Außenwelt. Ansonsten werden für den Verkehr in der straßenlosen Siedlung Hundeschlitten und Schneemobile genutzt. Für die Versorgung des Ortes ist Nukissiorfiit zuständig. Strom wird über ein Kraftwerk gewonnen. Das Trinkwasser wird aus einem Bergsee genommen und im Ort gelagert. Müll wird im Ort gelagert und verbrannt und Abwasser ins Meer geleitet. TELE Greenland versorgt den Ort mit telekommunikativer Anbindung.
In Niaqornat befindet sich seit 2007 eine Außenstelle des nationalen Naturinstituts Pinngortitaleriffik, die sich hier zum Beispiel mit Narwalen, Belugas und Eisbären auseinandersetzen. Es gibt ein Servicegebäude, das beispielsweise Duschen und eine Wäscherei beherbergt, und eine Kirche. Die Schule Neriunnerup Atuarfia mit ihren etwa acht Schülern, die nach der achten Klasse auf eine weiterführende Schule nach Uummannaq wechseln müssen, beherbergt eine Bücherei und stellt Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung. Weitere Arbeitsmöglichkeiten bieten sich in der 2012 errichteten Pilersuisoq-Filiale und in der Krankenstation. Fünf Gebäude in Niaqornat stehen unter Schutz. Zudem gibt es ein Fußballfeld im Süden auf einem Berg, wo es auch gute Möglichkeiten für Wintersport gibt.
Sport: Der Fußballverein Kalâleĸ Niaqornat nahm 1959/60 an der Grönländischen Fußballmeisterschaft teil.

Zwischenhalt

Niaqornat Anchorage Area

Tag 8: Kangerlussuaq

So, 6 Sep 2026

Tag 8  06.09.2027
Ilulissat / Jakosbshavn / Grönland /AR - ganztags.  In Ilulissat erleben Sie den legendären Eis Fjord zu Fuß oder aus der Luft – ein Anblick, der tief berührt.  Ilulissat Taxi (944 944). Ausflüge über Plantours.

8.1 Bootsfahrt zum Eis Fjord (H) (etwa € 150,-)
8.2 Wanderung zum Eis Fjord nach Semermiut (H) (etwa € 60,-)
8.3 Flug über Eis Fjord & Kangia (H). (etwa € 600,-)

Ilulissat [iluˈlisːat] (nach alter Rechtschreibung Ilulissat; Dänisch Jakobshavn) ist eine grönländische Stadt im Distrikt Ilulissat in der Avannaata Kommunia. Sie ist die drittgrößte Stadt des Landes und Hauptort des Distrikts und der Kommune. Vor der Kommunalreform 2018 war Ilulissat zudem bereits der Hauptort der Qaasuitsup Kommunia.
Lage: Ilulissat liegt im Südwesten der Halbinsel Paakitsup Nunaa, die durch den Fjord Paakitsoq/Paakitsup Ilorlia im Norden und den Sikuiuitsoq im Osten begrenzt wird. Etwas südlich von Ilulissat verläuft der in die Diskobucht mündende Ilulissat-Eis Fjord (Kangia), der seit 2004 UNESCO-Weltnaturerbe ist. 14 km nördlich liegt die nächste Siedlung Oqaatsut und 15 km südlich Ilimanaq.
Geschichte: Ilulissat war schon seit Urzeiten bewohnt. 2,3 Kilometer südöstlich von Ilulissat lag bis 1850 der Wohnplatz Sermermiut, der bereits von den ersten Inuit-Kulturen vor viertausend Jahren bewohnt worden war. Die Stelle, an der Ilulissat heute liegt, diente schon lange zuvor als Sommerplatz für die Bewohner von Sermermiut. Heute führt ein Pfad von Ilulissat nach Sermermiut. Anfangs trug der Wohnplatz noch den Namen Kangerluatsiaq nach der schmalen Bucht, an der er lag. Erst im frühen 19. Jahrhundert setzte sich der Name Ilulissat durch.
Ilulissat als Loge
1741 errichtete Jacob Severin die Loge Jacobshavn. Sie wurde 1745 ausgebaut. 1750 befanden sich in der Loge ein großes Wohnhaus als Stockwerkbau, ein 74 m² großes Speckhaus als Torfmauerhaus und ein Provianthaus. 1751 wurde ein 45 m² großes Missionshaus errichtet, das aus einer Küche, einem Zimmer für den Katecheten, einem für den Missionar und einem Esszimmer bestand. Obwohl etwa zeitgleich eine Schule gebaut worden war, fand der Unterricht in der Missionarswohnung statt. 1752 wütete eine Epidemie in Ilulissat, der viele Bewohner zum Opfer fielen. Ab 1764 wurden von Missionar Jørgen Sverdrup meteorologische Messungen vorgenommen. Bereits 1765 waren die Gebäude in der Loge allesamt so verfallen, dass die Europäer im Winter in grönländischen Wohnhäusern wohnen mussten. 1766 wurde ein kleines grönländisches Schulhaus errichtet. 1767 wurde ein 126 m² großes neues Wohnhaus errichtet, das etwas abseits gebaut wurde, an die Stelle, an der sich später die Kolonie entwickelte. Es diente später als Wohnung für den Kolonialverwalter und zeitweise auch als Laden und steht noch heute. Das alte Wohnhaus wurde als Provianthaus weiterbenutzt, war bald aber vollkommen verfallen. Das Missionshaus war ebenfalls äußerst verfallen. Die Dachbalken waren gebrochen und es regnete hinein. 1773 wurde es ebenfalls versetzt, blieb aber noch lange in Gebrauch. 1832 wurde es zur Arztwohnung umfunktioniert und 1865 nach Iginniarfik versetzt, wo es noch im 20. Jahrhundert als Wohnung für den Udstedsverwalter fungierte. 1779 konnte nach zweijährigem Sparen der Bau einer Kirche begonnen werden, die zu über 80 % von Grönländern bezahlt wurde. Die Zionskirche wurde auch als Schulgebäude benutzt und steht als zweitälteste Kirche Grönlands noch heute. Von 1773 bis 1788 war Jakobshavn kurzzeitig der Sitz der Propstei Nordgrönland. 1773/74 starben rund 70 Grönländer während einer weiteren Epidemie.
Ilulissat als Kolonie
Die Kirche von Ilulissat vor der Restaurierung und Versetzung (1869)
Erst 1781/82 erhielt Jakobshavn den Koloniestatus. Zu diesem Zeitpunkt waren ein Kaufmann, ein Assistent, ein Zimmermann, ein Böttcher, ein Koch und vier Arbeiter angestellt. Es gab ein Wohnhaus, ein Provianthaus, eine alte Brauerei, ein Speckhaus und zwei weitere alte Häuser. Unter Kaufmann Marcus Nissen Myhlenphort und seinem Assistenten Andreas Peter Dalager blühte vor allem der Garnfang. Zwischen 1785 und 1787 wüteten eine Friesel- und eine Pockenepidemie in der Kolonie, denen alleine in den ersten beiden Jahren 166 Getaufte zum Opfer fielen. (Von ungetauften Opfern gibt es keine Zahlen.) Die Walfänger Anlage wurde 1786 in die Kolonie integriert und aufgelöst. Um 1788 wurde eine Wohnung für den Assistenten gebaut. 1790 ließ Myhlenphort ein neues Speckhaus mit Keller bauen, das zu diesem Zeitpunkt als bestes des Landes galt. Am 6. Juni 1806 brannte es ab, wahrscheinlich durch Brandstiftung. Um 1800 war der Walfang in der Kolonie schon fast vollkommen zum Erliegen gekommen. 1800 starben 17 Menschen während einer weiteren kleinen Pockenepidemie.[3]
Die Grönländerin Arnarsaĸ, die erste in dänischen Quellen genannte grönländische Frau, starb in Ilulissat. Ilulissat ist darüber hinaus der Herkunftsort der grönländischen Familien Reimer, Dalager Noahsen, Fisker, Jensen und Guldager. Bereits von 1793 bis 1794 war Jakobshavn Sitz von Theodor Christian Eulner, dem ersten offiziellen Arzt Grönlands. Ab 1838 war die Kolonie Sitz des Arztdistrikts von Nordgrönland, der erst 1905 aufgespalten wurde. 1841 wurde eine Schule errichtet. 1844 erlagen 37 Menschen einer Wundrosenepidemie. 1845 wurde ein Seminarium errichtet (siehe Grönlands Seminarium), das aber 1875 aufgegeben wurde. Von 1901 bis 1907 war es ein zweites Mal kurzzeitig in Gebrauch. 1848 wurde eine neue Pastorenwohnung gebaut, ein zweistöckiges Stockwerkgebäude von 99 m² Größe. 1850 wurden in der Kirche drei Krankenzimmer eingerichtet. 1857 wurde eine 133 m² große Tran Brennerei gebaut, die 1912 umgebaut wurde. 1866 wurde eine Arztwohnung errichtet, die ein 105 m² großer Stockwerkbau war und im Obergeschoss eine Apotheke hatte. 1873 erhielt der Ort ein kleines Pulverhaus, das ein 8,25 m² großes Torfmauerhaus war.
In den ersten Jahrzehnten war die Loge wirtschaftlich wenig erfolgreich, was vor allem der schlechten Leitung durch die Kolonialverwalter zuzuschreiben war. 1771 wurde Carl Dalager eingesetzt und bald florierte der Handel. 1776 lebten schon rund 600 Menschen in der Loge und sie war eine der erfolgreichsten Orte Grönlands. Seit 1777 gab es in Ilulissat auch die Walfänger Anlage Jakobshavns Anlage, die auf der nördlichen Seite der Hafenbucht gelegen war. Zu ihr gehörten drei Stockwerkgebäude und sechs Walfänger Boote, und es waren ein Assistent und sieben Walfänger angestellt. 1781 schlug Dalager vor, die Loge nach Oqaatsut zu versetzen, weil der Ort besser zum Torfabbau und zum Walfang geeignet war, aber der Plan wurde nicht realisiert.
Späte Kolonialzeit, 1903 wurde ein 81 m² großer Laden errichtet. 1904 wurde ein Krankenhaus gebaut, das Platz für rund zehn Patienten bot. 1905 erhielt Ilulissat eine neue Schule, die als Fachwerkbau mit Holzverkleidung und Dachschindeln gebaut wurde und über zwei Klassenzimmer verfügte. Auch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Ilulissat noch meteorologische Messungen in einer eigenen Station vorgenommen. 1919 wurde ein Fischpackhaus gebaut. 1925/26 erhielt Ilulissat ein Krankenhaus.
Direkt bei Ilulissat lagen früher drei weitere Wohnplätze, die mit der Zeit von Ilulissat einverleibt wurden.[5] Im Norden des südwestlichen Teils von Ilulissat lag früher die Siedlung Pitoqqeq (oder Pitoqqik). 1915 lebten dort 35 Menschen in sechs Häusern. Von diesen waren fünf Jäger und zwei Fischer. 1918 wurde Pitoqqeq jedoch bereits als Teil von Ilulissat gesehen.
Im äußersten Südwesten lag vor dem Berg südlich von Ilulissat der Wohnplatz Illumiut. Dort lebten 1915 60 Menschen in 13 Häusern. Unter ihnen waren neun Jäger und drei Fischer. 1918 hatte Illumiut 70 Einwohner. 1930 wurden 98 Bewohner gezählt und 1952 132 Personen. In den 1930er Jahren wurde eine eigene Schule in Illumiut gebaut. Trotz Bestrebungen der Bevölkerung wurde ihnen ein Laden verwehrt. Illumiut wuchs Mitte des 20. Jahrhunderts mit Ilulissat zusammen. An der Landspitze auf dem Berg befand sich früher zudem die Siedlung Kingittoq, die ebenfalls als Teil von Ilulissat wahrgenommen wurde. 1915 lebten 27 Grönländer in Kingittoq, von denen sieben Jäger waren und keiner Fischer. 1918 waren es 25 Personen in vier Häusern. Während der 1920er Jahre wurde dieser Wohnplatz aufgegeben. 1915 lebten in Ilulissat 20 Dänen und 246 Grönländer abzüglich Pitoqqeq, Illumiut und Kingittoq. Unter den Grönländern waren 15 angestellte (darunter zwei Hebammen und eine Lehrerin), 10 Jäger und 30 Fischer. Es gab 40 grönländische Wohnhäuser.
Die Kolonie Jakobshavn war der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde, der die drei Vororte angehörten. Die Gemeinde war Teil des 5. Landesratswahlkreises Nordgrönlands und hatte einen Gemeinderat mit sechs Mitgliedern. Die Kolonie war Sitz einer eigenen Kirchengemeinde. Der Arztdistrikt hatte sich seit 1905 merklich verkleinert, sodass der Arzt 1915 nur noch für die Diskobucht zuständig war. Der Handel wurde von einem Kolonialverwalter geleitet, der einen Handelsassistenten zur Seite stehen hatte.
Neuere Geschichte, die Stadt wuchs im 20. Jahrhundert stark an. Heute erstreckt sich das Stadtgebiet über die gesamte Ebene südlich des alten Stadtkerns sowie zu einem kleinen Stück nördlich der fjordähnlichen Bucht Qinngunnguit. Zweieinhalb Kilometer nordöstlich des Stadtkerns liegt nördlich der fjordähnlichen Bucht Itisuarsuk der Flughafen.
Von 1950 wurde Ilulissat Hauptort der Gemeinde Ilulissat. 1951 wurde ein Kraftwerk errichtet, womit Ilulissat Strom erhielt. 1953 erhielt die Stadt ein Kinderkrankenhaus und 1955 ein Altersheim. Die Schule wurde 1957 gebaut. 1960 wurde das Wasserwerk errichtet. 1965/66 wurde das Krankenhaus ausgebaut und zugleich ein Schwimmbad gebaut. 1961 wurde eine Fischfabrik gebaut und 1967 eine private Garnelenfabrik. Heilbutt Fischerei und Garnelenfang waren in den 1960er Jahren der vorherrschende Erwerb. 1964 wurde ein großer Kai errichtet und 1965 ein Heliport. Der Hafen wurde mit zwei Molen versehen, da durch Eisberge verursachte Wellen ankernde Schiffe beschädigen konnten. 2009 wurde die Stadt Sitz der Qaasuitsup Kommunia, die 2018 aufgespalten wurde. Seither ist Ilulissat Hauptort der Avannaata Kommunia.
Gewerbe: Das wichtigste wirtschaftliche Standbein neben dem Fischfang ist in Ilulissat der Tourismus. Viele Tausend Touristen besuchen jährlich die Stadt, die damit noch vor Nuuk das wichtigste Tourismusziel des Landes bildet. Die Touristen können hier unter anderem die Stadt besichtigen, in den Bergen wandern, segeln, Hundeschlitten fahren und den Eis Fjord besuchen. Es gibt mehrere Tausend Schlittenhunde in Ilulissat. 2021 wurde das Isfjordscenter als Tourismus- und Wissenszentrum zum Eis Fjord eröffnet.
Die meisten Arbeitsplätze bieten in Ilulissat die Verwaltung, der Dienstleistungssektor, der Handel und das Reparaturhandwerk. Weitere größere Arbeitsbereiche sind der Transport und die Fischerei, die den größten Teil der Erwirtschaftungen von Ilulissat ausmacht. Besonders Schwarzer Heilbutt und Garnelen werden gefangen und in der Fischfabrik von Royal Greenland verarbeitet.
Infrastruktur und Versorgung: Der Flughafen Ilulissat löste 1983 den alten Heliport ab, der sich früher im Süden der Stadt befand.[5] Direkt anschließend an die momentane Landebahn soll eine neue deutlich längere Landebahn errichtet werden, durch die der Flughafen Ilulissat zum internationalen Flughafen für ganz Nordgrönland ausgebaut werden soll. 
Der Hafen von Ilulissat wird für Kreuzfahrtschiffe, für die Fischfabrik, für Trawler und Personenverkehr genutzt. Ilulissat verfügt über ein ausgebautes asphaltiertes Straßennetz, das sich um die Hauptstraße Kussangajaannguaq zieht. Schlittenspuren führen aus der Stadt heraus. Die Stadtversorgung mit Strom, Wasser und Wärme erfolgt durch Nukissiorfiit. Der Strom wird teilweise seit 2012 durch ein Wasserkraftwerk erzeugt, der Rest durch ein Dieselkraftwerk. Am Hafen befindet sich eine Tankanlage. Die Wasserversorgung erfolgt über die Seen, die sich in der Nähe der Stadt befinden. Ein Teil der Stadt ist an die Kanalisation angeschlossen. Abwässer werden ins Meer geleitet, während Müll deponiert und verbrannt wird. TELE Greenland ist für die telekommunikative Anbindung verantwortlich. Im Osten liegt ein Steinbruch, der ehemals der Asphaltproduktion diente.
Bebauung
Ilulissat verfügt über mehrere Hotels, Restaurants, Cafés, Läden, Schulen und Diskotheken. Zudem gibt es unter anderem einen Fußballplatz und eine Sporthalle. Das Krankenhaus ist für die ganze Region zuständig, da die kleinen Dörfer alle nur Krankenstationen haben. Es gibt ein Altenheim, das Unganartoq Plejecenter Ilulissat, sowie eine Vielzahl an Kinderkrippen und Kindergärten. Die zwei Schulen sind die Atuarfik Mathias Storch und die Atuarfik Jørgen Brønlund, die beide bis zur 10. Klasse unterrichten. Ilulissat ist zudem der Standort des Perorsaanermik Ilinniarfik (Grönlands Socialpædagogiske Seminarium).
In Ilulissat liegen die Zionskirche und die alte Kirche aus Qullissat. Das Ilulissat-Museum liegt in der ehemaligen Pastorenwohnung, in der auch Knud Rasmussen geboren wurde. Zahlreiche Gebäude in Ilulissat sind geschützt.
Sport, Aus Ilulissat stammen zwei Fußballvereine. 1948 wurde N-48 Ilulissat gegründet, der die Grönländische Fußballmeisterschaft vor allem um 1980 und in den 2000er Jahren dominierte und mit elf Meisterschaften grönländischer Vizerekordmeister ist. Der 1969 gegründete I-69 Ilulissat konnte sich vor allem in seinen Anfangsjahren mehrfach für die Schlussrunde der Meisterschaft qualifizieren.

Zwischenhalt

Kangerlussuaq

Tag 9: Ilulissat

Mo, 7 Sep 2026

Tag 9   07.09.2027 Passage Strømfjord. 

Der eisblaue Strømfjord bleibt als leuchtende Erinnerung im Herzen zurück. Eine Passage des Strømfjord (auch Søndre Strømfjord, ⁠Sondre Stromfjord) in Westgrönland ist ein landschaftliches Highlight. Der rund 170 km lange Fjord ⁠Kangerlussuaq (Fjord, Maniitsoq) - Wikipedia, ⁠Kangerlussuaq - Wikipedia verbindet das Inlandeis mit der Davisstraße. Er wird vor allem von Expeditionskreuzfahrtschiffen und Postschiffen befahren, die Reisende in das arktische Innere zum dortigen Flughafen bringen ⁠Grönland intensiv - PLANTOURS Kreuzfahrt mit MS HAMBURG: Expedition in den Norden Grönlands. 

 

Zwischenhalt

Ilulissat Cruise Terminal

Tag 10: Ende der Reise

Di, 8 Sep 2026

Tag 10 08.09.2027 Kangerlussuaq/Grönland /AR Sonderflug von Kangerlussuaq nach Frankfurt*** - 06h vorm / Ausschiffung /AR Schiff liegt auf Reede.

Auch die schönste Reise geht ml zu Ende. Am Morgen Check Out und Abschied von der MS Hamburg und Transfer zum Flughafen.
Rückflug nach Frankfurt wo Ihr Transferbus auf Sie wartet. Bustransfer nach Ankunft nach Darmstadt Griesheim


 

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