MARHABA & HERZLICH WILLKOMMEN IN MAROKKO
Nach Ihrer Landung am internationalen Flughafen von Casablanca erledigen Sie zunächst die Einreiseformalitäten und nehmen Ihr Gepäck entgegen.
In der Ankunftshalle werden Sie bereits von Ihrer deutschsprachigen marokkanischen Reiseleitung erwartet und herzlich begrüßt. Gemeinsam fahren Sie zu Ihrem Hotel in Casablanca, wo Sie einchecken und in Ruhe ankommen können.
Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung – Zeit, sich von der Anreise zu erholen und sich auf die kommenden Tage zwischen Königsstädten, Atlasgebirge, Kasbahs und endlosen Weiten der Sahara einzustimmen.
Abendessen im typischen marokkanischen Restaurant Ras El Khaima.
CASABLANCA & KÖNIGSSTADT RABAT
Nach dem Frühstück entdecken Sie zunächst Casablanca, die größte Stadt Marokkos und das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Anders als die alten Königsstädte zeigt sich Casablanca modern, geschäftig und mit einer interessanten Mischung aus marokkanischer Tradition, französisch geprägter Architektur und zeitgenössischem Stadtleben.
Höhepunkt Ihres Besuches in Rabat ist die monumentale Hassan-II.-Moschee, die unmittelbar am Atlantik errichtet wurde und zu den eindrucksvollsten modernen Bauwerken Marokkos zählt.
Schon von weitem ist ihr rund 210 Meter hohes Minarett zu sehen. Die Dimensionen der Moschee sind beeindruckend, ebenso die handwerklichen Details aus Marmor, geschnitztem Holz, Mosaiken und traditionellen Zellij-Fliesen.
Sofern zum Zeitpunkt Ihres Besuches möglich, besichtigen Sie die Moschee auch von innen – eine Besonderheit, da viele Moscheen Marokkos für Nichtmuslime nicht zugänglich sind.
Anschließend lernen Sie weitere Seiten Casablancas kennen. Ihre Rundfahrt führt unter anderem durch das elegante Villenviertel Anfa, vorbei am Parc de la Ligue Arabe und zu den zentralen Plätzen Mohammed V und Place des Nations Unies. Entlang der Corniche bekommen Sie schließlich noch einen Eindruck von Casablancas Lage direkt am Atlantik.
Weiter in die Hauptstadt Rabat
Danach verlassen Sie Casablanca und fahren nach Rabat, politische Hauptstadt Marokkos und eine der vier historischen Königsstädte.
Bei Ihrer Besichtigung entdecken Sie die unterschiedlichen Gesichter der Stadt. Besonders reizvoll ist die Kasbah des Oudaïas mit ihren weiß-blau gestrichenen Häusern und verwinkelten Gassen. Von den alten Befestigungsmauern eröffnen sich schöne Ausblicke auf die Mündung des Bou-Regreg und den Atlantischen Ozean.
Daneben lernen Sie auch das von breiten Alleen und französisch geprägter Architektur bestimmte neuere Rabat kennen.
Rabat wirkt im Vergleich zum geschäftigen Casablanca überraschend ruhig und entspannt – und bietet damit einen schönen ersten Eindruck vom historischen Marokko, das Sie in den kommenden Tagen noch intensiver kennenlernen werden.
MEKNÈS, MOULAY IDRISS & WEITER NACH FÈS
Nach dem Frühstück verlassen Sie Rabat und fahren weiter ins Landesinnere nach Meknès, eine weitere der vier historischen Königsstädte Marokkos.
Ihre Blütezeit erlebte Meknès unter Sultan Moulay Ismail, der die Stadt im 17. Jahrhundert zu seiner prachtvollen Residenz ausbauen ließ. Noch heute zeugen mächtige Stadtmauern, monumentale Tore und weitläufige Anlagen von dieser Epoche.
Die Königsstadt Meknès
Gemeinsam mit Ihrer Reiseleitung erkunden Sie die historische Stadt und besuchen den traditionellen Souq von Meknès, in dessen Gassen Händler und Handwerker ihre Waren anbieten.
Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das monumentale Bab El Mansour. Das reich verzierte Stadttor gilt als eines der schönsten Marokkos und bildete einst den repräsentativen Zugang zur kaiserlichen Stadt.
Sie sehen außerdem den historischen Wasserspeicher und das geheimnisvolle Kara-Gefängnis in der Nähe des Mausoleums von Moulay Ismail. Anschließend bleibt etwas Zeit zur freien Verfügung auf dem Place El Hedim, dem lebendigen Mittelpunkt der Altstadt.
Die heilige Stadt Moulay Idriss
Ihre Reise führt weiter durch die hügelige Landschaft Nordmarokkos nach Moulay Idriss Zerhoun. Die weiß getünchte Stadt schmiegt sich malerisch an zwei Berghänge und zählt zu den bedeutendsten religiösen Orten Marokkos.
Hier befindet sich das Mausoleum von Moulay Idriss I., der im 8. Jahrhundert die Idrisiden-Dynastie begründete und eine zentrale Rolle in der frühen Geschichte Marokkos spielte. Das eigentliche Heiligtum ist Nichtmuslimen nicht zugänglich, doch bereits ein Spaziergang durch die engen Gassen vermittelt einen schönen Eindruck von diesem besonderen Ort.
Anschließend setzen Sie Ihre Fahrt nach Fès fort. Mit seiner gewaltigen Medina, unzähligen Gassen, Moscheen, Koranschulen und traditionellen Handwerksvierteln erwartet Sie hier eine der faszinierendsten Städte Ihrer Reise.
FÈS – IM LABYRINTH DER MEDINA
Heute gehört der gesamte Tag Fès – der ältesten der vier Königsstädte und bis heute eines der wichtigsten religiösen, kulturellen und handwerklichen Zentren Marokkos.
Fès besteht aus mehreren sehr unterschiedlichen Stadtteilen: der alten Fès el-Bali, der später entstandenen Fès el-Jdid und der modernen, während der französischen Protektoratszeit angelegten Ville Nouvelle. Das Herz der Stadt schlägt jedoch eindeutig innerhalb der Mauern der alten Medina.
Zu Fuß durch die Medina
Sobald Sie in das Gewirr aus schmalen Gassen eintauchen, scheint das moderne Marokko für einige Stunden weit entfernt. Autos haben hier keinen Platz. Waren werden auf Handkarren oder mit Maultieren transportiert, Händler sitzen vor winzigen Geschäften und in den Werkstätten wird vielerorts noch nach jahrhundertealten Methoden gearbeitet.
Gemeinsam mit Ihrer Reiseleitung spazieren Sie durch die Viertel der Schreiner, Schneider, Ziselierer und Kupferschmiede. Aus offenen Werkstätten klingt das Hämmern der Handwerker, dazwischen duftet es nach Gewürzen, Leder, Zedernholz und frisch gebackenem Brot.
Natürlich darf auch ein Blick auf die berühmten Gerbereien von Fès nicht fehlen, in denen Leder noch immer in großen steinernen Bottichen gegerbt und gefärbt wird.
Moscheen, Medersen & Paläste
Unterwegs entdecken Sie einige der bedeutendsten historischen Bauwerke der Stadt. Sie sehen die Zaouia von Moulay Idriss II., das Mausoleum des als Stadtgründer verehrten Herrschers, sowie die traditionsreiche Al-Qarawiyyin-Moschee und Universität. Bereiche, die ausschließlich Muslimen vorbehalten sind, betrachten Sie von außen.
Besonders sehenswert sind die kunstvoll ausgestatteten historischen Koranschulen von Fès. Je nach Öffnungszeiten besuchen Sie die Medersa Attarine und die Bou-Inania-Medersa, deren filigrane Stuckarbeiten, geschnitztes Zedernholz und geometrische Mosaike zu den schönsten Beispielen marokkanischer Handwerkskunst zählen.
Ihr Rundgang führt Sie außerdem zum Nejjarine-Brunnen, durch das ehemalige jüdische Viertel Mellah und zum prächtigen Königspalast, dessen kunstvoll verzierte Tore Sie von außen sehen.
Auch das berühmte Bab Bou Jeloud, das „Blaue Tor“, darf nicht fehlen. Es bildet einen der eindrucksvollsten Zugänge zur historischen Medina.
Nach einem ganzen Tag zwischen Palästen, Moscheen, Souqs und Handwerksvierteln verstehen Sie, warum Fès als eine der faszinierendsten Städte Nordafrikas gilt – eine Stadt, die man weniger besichtigt, als dass man sich für einige Stunden in ihr verliert.
VOM MITTLEREN ATLAS BIS AN DEN RAND DER SAHARA
Heute erwartet Sie eine längere, dafür landschaftlich besonders abwechslungsreiche Etappe. Nach dem Frühstück führt Ihre Reise zunächst nach Ifrane. Mit seinen gepflegten Gärten, breiten Straßen und Häusern mit steilen Dächern wirkt der Bergort auf den ersten Blick überraschend europäisch und wird deshalb gerne als die „Schweiz Marokkos“ bezeichnet. Auf rund 1.650 Metern Höhe ist Ifrane im Sommer ein beliebter Rückzugsort vor der Hitze und im Winter eines der Wintersportzentren des Landes.
Zedernwälder & Berberland
Weiter geht es in die Region von Azrou, einem alten Handelszentrum der Berber. In der Umgebung wachsen die mächtigen Zedern des Mittleren Atlas. Mit etwas Glück können Sie hier auch die in der Region heimischen Berberaffen beobachten.
Die Straße führt weiter durch eine zunehmend einsamere Berglandschaft nach Midelt, zwischen Mittlerem und Hohem Atlas gelegen. Danach verändert sich die Szenerie deutlich: Die grüneren Landschaften des Nordens weichen kargen Berghängen, tief eingeschnittenen Tälern und weiten, beinahe menschenleeren Ebenen.
Über Errachidia und seinen Stausee folgen Sie der alten Route in Richtung Süden. Palmenhaine und kleine Oasen kündigen bereits die Nähe zur Sahara an.
Bei Erfoud erreichen Sie schließlich das Tafilalet, eine der größten Oasenregionen Marokkos und seit Jahrhunderten ein wichtiger Knotenpunkt der alten Karawanenwege. In der Region finden sich auch traditionelle unterirdische Bewässerungssysteme, die sogenannten Khettaras, mit denen Wasser über weite Strecken zu den Oasen und Feldern geleitet wurde.
Die ersten Dünen der Sahara
Nun ist es nicht mehr weit. Die Landschaft wird immer trockener, die Straße führt hinaus in die Weite – und schließlich tauchen vor Ihnen die gewaltigen goldfarbenen Dünen des Erg Chebbi bei Merzouga auf.
Nach einem langen und abwechslungsreichen Reisetag haben Sie den Rand der Sahara erreicht.
Spätestens jetzt fühlt es sich an, als lägen die Königsstädte des Nordens bereits eine kleine Weltreise hinter Ihnen.
SONNENUNTERGANG & EINE NACHT IN DER SAHARA
Heute dürfen Sie ausschlafen – die Wüste läuft Ihnen nicht davon.
Der Vormittag und die Mittagszeit stehen ganz im Zeichen der Erholung. Genießen Sie die Annehmlichkeiten Ihres Hotels, entspannen Sie am Pool oder im Spa oder unternehmen Sie einen Spaziergang zu den Dünen, die praktisch unmittelbar vor Ihrer Unterkunft beginnen.
Mitten hinein in die Dünen
Gegen 15:00 Uhr tauschen Sie Ihr Hotel gegen die Weite der Sahara. Gemeinsam mit Ihrem deutschsprachigen Guide brechen Sie zu Ihrem heutigen Wüstencamp im Erg Chebbi auf.
Sie haben die Wahl: Ganz klassisch geht es auf dem Rücken eines Kamels durch die Dünen – oder komfortabler mit einem 4x4-Geländewagen. Für Gäste mit Rücken- oder Hüftproblemen empfehlen wir ausdrücklich den Transfer mit dem Geländewagen.
Je tiefer Sie in den Erg Chebbi gelangen, desto höher werden die Dünen und desto weiter scheint die Landschaft zu werden. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang suchen Sie sich einen schönen Platz in den Dünen.
Wenn die Sonne langsam hinter den Sandbergen verschwindet und sich die Farben von Gold über Orange bis zu tiefem Rot verändern, erleben Sie einen jener Momente, für die man in die Sahara reist.
Eine Nacht unter dem Wüstenhimmel
Am Abend erwartet Sie im Camp ein traditionelles marokkanisches Abendessen. Danach klingt der Tag bei Musik und – bei klarem Himmel – unter einem beeindruckenden Sternenzelt aus.
Fernab der größeren Ortschaften wird es schließlich still in der Sahara. Sie verbringen die Nacht in einem einfachen, komfortabel ausgestatteten Wüstenzelt mitten zwischen den Dünen des Erg Chebbi.
Wer noch nicht müde ist, sollte vor dem Schlafengehen unbedingt noch einmal vor das Zelt treten und nach oben schauen.
TODRA-SCHLUCHT & STRASSE DER 1000 KASBAHS
Wer möchte, steht heute etwas früher auf und erlebt noch einmal die besondere Stimmung der Sahara am Morgen. Nach dem Frühstück heißt es schließlich Abschied nehmen von den Dünen des Erg Chebbi und Sie setzen Ihre Rundreise in Richtung Westen fort.
Die Wüste bleibt hinter Ihnen, doch die Landschaft wird keineswegs weniger spektakulär.
Die gewaltige Todra-Schlucht
Ihr erstes großes Ziel ist die Todra-Schlucht. Der Fluss hat sich hier über Jahrtausende tief in das Gestein des Hohen Atlas gegraben. An manchen Stellen ragen die fast senkrechten Felswände bis zu 300 Meter über Ihnen auf.
Bei einem Spaziergang durch die Schlucht erleben Sie die Dimensionen dieser Landschaft am besten. An ihrer engsten Stelle liegen nur wenige Meter zwischen den mächtigen, rötlich schimmernden Felswänden.
Anschließend erreichen Sie Tinghir, eine grüne Oasenstadt inmitten einer ansonsten kargen Berglandschaft. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen den ausgedehnten Palmenhainen, den traditionellen Lehmbauten und den kahlen Berghängen im Hintergrund.
Auf der Straße der 1000 Kasbahs
Von Tinghir folgen Sie der legendären „Straße der 1000 Kasbahs“ in Richtung Boumalne Dadès. Immer wieder tauchen entlang der Strecke alte befestigte Lehmdörfer und Kasbahs auf, deren erdfarbene Mauern beinahe mit der Landschaft zu verschmelzen scheinen.
Am Nachmittag erreichen Sie Boumalne Dadès, das Tor zum wunderschönen Dadès-Tal. Hier treffen bizarre rote Felsformationen auf kleine Dörfer, grüne Felder und Obstgärten. Feigen, Mandeln, Walnüsse, Granatäpfel und Getreide werden im Tal angebaut; besonders im Frühjahr bildet die Blüte der Obst- und Mandelbäume einen eindrucksvollen Kontrast zur roten Berglandschaft.
Ihre heutige Unterkunft passt wunderbar zu dieser Umgebung: Sie übernachten in einer Kasbah in Boumalne Dadès.
Nach den vergangenen Tagen zwischen Königsstädten und Sahara zeigt Marokko heute wieder ein völlig anderes Gesicht – mit gewaltigen Schluchten, grünen Tälern und den traditionellen Lehmbauten des Südens.
ROSEN, FILMKULISSEN & AÏT BEN HADDOU
Nach dem Frühstück verlassen Sie Boumalne Dadès und fahren durch die weiten, kargen Landschaften des marokkanischen Südens in Richtung Ouarzazate.
Unterwegs passieren Sie El Kelâa M’Gouna, die sogenannte „Hauptstadt der Rosen“. In den umliegenden Tälern werden insbesondere im Frühjahr Damaszener-Rosen geerntet, aus denen Rosenwasser, Öle und zahlreiche Pflegeprodukte hergestellt werden.
Ouarzazate – zwischen Kasbahs und Filmstudios
Weiter geht es nach Ouarzazate, einer Stadt am Übergang zwischen den südlichen Ausläufern des Hohen Atlas und den Wüstenlandschaften Marokkos. Durch ihre besondere Lage und das außergewöhnliche Licht entwickelte sich die Region zu einem wichtigen Zentrum der internationalen Filmindustrie.
Sie besuchen die Kasbah Taourirt, eine der eindrucksvollsten Lehmburgen der Region. Die weitläufige Anlage war einst mit der mächtigen Familie El Glaoui verbunden. Hinter ihren verschachtelten Mauern verbergen sich Innenhöfe, Wohnräume, schmale Gänge und reich verzierte Repräsentationsräume – ein schönes Beispiel für die traditionelle Architektur Südmarokkos.
Nicht umsonst trägt Ouarzazate den Beinamen „Hollywood Marokkos“. Wenn es der aktuelle Betrieb erlaubt, besteht die Möglichkeit, eines der Filmstudios oder das Cinema Museum zu besuchen. Zahlreiche internationale Produktionen nutzten die Landschaften rund um Ouarzazate als spektakuläre Kulisse.
Aït Ben Haddou – wie aus einer anderen Zeit
Ein besonderer Höhepunkt des Tages erwartet Sie mit dem Ksar Aït Ben Haddou.
Schon von weitem erhebt sich das befestigte Lehmdorf über dem Tal. Türme, Mauern und ineinander verschachtelte Häuser scheinen direkt aus dem rötlichen Felsboden gewachsen zu sein. Der historische Ksar gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den bekanntesten Beispielen traditioneller Lehmbauarchitektur im Süden Marokkos.
Zu Fuß erkunden Sie die schmalen Wege zwischen den alten Häusern und steigen – wenn Sie möchten – weiter hinauf. Von oben eröffnet sich ein wunderbarer Blick über das Tal und die trockene Landschaft bis zu den Ausläufern des Atlas.
Auch Filmliebhabern dürfte Aït Ben Haddou bekannt vorkommen: Die außergewöhnliche Kulisse war über Jahrzehnte Schauplatz zahlreicher internationaler Film- und Fernsehproduktionen.
Ein Tag, der vieles vereint, wofür Südmarokko steht: weite Landschaften, mächtige Lehmburgen, jahrhundertealte Architektur und ein Hauch von Hollywood.
ÜBER DEN HOHEN ATLAS NACH MARRAKESCH
Nach dem Frühstück verlassen Sie Ouarzazate und machen sich auf den Weg nach Marrakesch. Dazwischen liegt noch einmal eine der spektakulärsten Landschaften Ihrer gesamten Reise: der Hohe Atlas.
Die Straße windet sich in zahlreichen Kurven immer höher in die Bergwelt hinein. Karge Berghänge wechseln sich mit tief eingeschnittenen Tälern, kleinen Berberdörfern und überraschend grünen Terrassen ab. Hinter jeder Kurve eröffnen sich neue Ausblicke auf die gewaltigen Massive des Atlas.
Über den Tizi-n-Tichka-Pass
Schließlich erreichen Sie den Tizi-n-Tichka, einen der bekanntesten Straßenpässe Marokkos. Auf rund 2.260 Metern Höhe überqueren Sie den Hohen Atlas und genießen bei entsprechenden Wetterverhältnissen weite Ausblicke über die umliegenden Gipfel und Täler.
Die Fahrt über den Pass zählt zu den landschaftlich schönsten Strecken des Landes – und bildet noch einmal einen eindrucksvollen Kontrast zu den Wüsten- und Oasenlandschaften der vergangenen Tage.
Auf der Nordseite des Atlas verändert sich das Landschaftsbild langsam. Die Straße führt hinunter in die fruchtbare Haouz-Ebene, und nach und nach kündigen Palmenhaine, Olivenbäume und erste Ortschaften die Nähe Marrakeschs an.
Willkommen in Marrakesch
Am Nachmittag erreichen Sie schließlich Marrakesch, die wohl berühmteste der marokkanischen Königsstädte.
Nach der Ruhe der Wüste und den einsamen Landschaften des Atlas erwartet Sie nun wieder ein völlig anderes Marokko: lebendig, farbenfroh und voller Düfte, Stimmen und Bewegung.
Vielleicht nutzen Sie den ersten Abend bereits für einen Spaziergang durch die Stadt. Spätestens wenn sich der Djemaa el-Fna am Abend mit Garküchen, Musikern, Händlern und Besuchern füllt, sind Sie mitten im Marrakesch aus 1001 Nacht angekommen.
MARRAKESCH – DIE ROTE STADT
Heute tauchen Sie tief in Marrakesch ein. Hinter den rötlichen Stadtmauern wartet eine Welt aus Palästen und Gärten, schmalen Gassen, kleinen Werkstätten, Gewürzhändlern und scheinbar endlosen Souqs.
Die im 11. Jahrhundert gegründete Königsstadt gab einst sogar dem ganzen Land seinen Namen. Ihre historische Medina gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Gärten, Moscheen & Paläste
Nach dem Frühstück beginnen Sie Ihre Besichtigung bei den Menara-Gärten vor den Mauern der Altstadt. Olivenhaine umgeben hier ein großes Wasserbecken mit seinem charakteristischen Pavillon – bei klarer Sicht zeichnet sich dahinter die Silhouette des Hohen Atlas ab.
Anschließend geht es hinein in die Medina. Schon von weitem sehen Sie das Wahrzeichen Marrakeschs: das rund 77 Meter hohe Minarett der Koutoubia-Moschee. Die im 12. Jahrhundert errichtete Moschee ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Almohadenzeit und prägt bis heute das Stadtbild.
Nicht weit entfernt liegt der berühmteste Platz Marokkos: der Djemaa el-Fna. Tagsüber noch vergleichsweise überschaubar, verändert er mit fortschreitender Stunde sein Gesicht. Am späten Nachmittag öffnen die Garküchen, Händler bauen ihre Stände auf und Musiker, Geschichtenerzähler und andere Darsteller sorgen für jene besondere Atmosphäre, für die der Platz berühmt geworden ist.
Im Labyrinth der Medina
Zu Fuß geht es weiter durch die verwinkelten Gassen zum prachtvollen Bahia-Palast. Hinter seinen Mauern entdecken Sie reich verzierte Innenhöfe, farbenprächtige Mosaike, geschnitzte Zedernholzdecken und filigrane Stuckarbeiten. Orangenbäume und begrünte Patios sorgen zwischen den Gebäudeteilen immer wieder für überraschend ruhige Rückzugsorte.
Auch die Mellah, das historische jüdische Viertel Marrakeschs, gehört zu Ihrem Rundgang. Die Architektur unterscheidet sich teilweise deutlich von anderen Vierteln der Medina. Hier befinden sich unter anderem ein Gewürzmarkt sowie Zeugnisse der jahrhundertealten jüdischen Geschichte der Stadt.
Sie entdecken weitere traditionelle Handwerksviertel, passieren das eindrucksvolle Stadttor Bab Agnaou und besuchen einen traditionellen Kräuter- und Gewürzhändler. Hier erfahren Sie mehr über Gewürze, Pflanzenöle und jene Zutaten, die in der marokkanischen Küche seit Generationen eine wichtige Rolle spielen.
Zeit für die Souqs
Natürlich bleibt auch Zeit, sich durch die Souqs von Marrakesch treiben zu lassen. Laternen, Teppiche, Lederwaren, Keramik, Gewürze und kunstvoll gearbeitetes Metallhandwerk füllen die kleinen Geschäfte und Werkstätten.
Verlaufen gehört hier beinahe dazu – und ist oftmals der beste Weg, Marrakesch kennenzulernen.
Ein marokkanischer Abend
Am Abend erwartet Sie noch einmal ein farbenfroher Abschluss des Tages. Bei einem Abendessen mit traditioneller Show erleben Sie marokkanische Musik, Tanz und Pferdedarbietungen.
Nach einem ganzen Tag zwischen Palästen, Souqs und den Gassen der Medina klingt Ihr Abend damit ganz im Zeichen marokkanischer Traditionen aus.
MARRAKESCH ODER OURIKA-TAL
Heute bestimmen Sie selbst das Tempo. Genießen Sie einen freien Tag in Marrakesch, lassen Sie sich in Ihrem Riad verwöhnen oder entdecken Sie auf eigene Faust noch einmal die Gassen, Cafés und Souqs der Stadt.
Wer noch einmal hinaus ins Grüne möchte, kann optional einen besonderen Ausflug in das Ourika-Tal am Fuße des Hohen Atlas unternehmen.
Unser Tipp: Das grüne Ourika-Tal
Nach dem Frühstück werden Sie von Ihrem deutschsprachigen Guide abgeholt und verlassen das lebhafte Marrakesch in Richtung Atlasgebirge.
Schon nach kurzer Zeit verändert sich die Landschaft. Die Ebene weicht zunehmend den Ausläufern des Atlas, kleine Dörfer liegen an den Berghängen und entlang des Flusses zieht sich das überraschend grüne Ourika-Tal. Unterwegs erhalten Sie Einblicke in das traditionelle Leben der Berber und genießen immer wieder schöne Ausblicke auf die Bergwelt.
Ein erster besonderer Stopp ist ANIMA, der vom österreichischen Künstler André Heller geschaffene Garten. Zwischen Palmen, Kakteen und üppiger Vegetation verstecken sich Skulpturen und Kunstwerke – eine farbenfrohe kleine Welt vor der Kulisse des Atlas.
Safran, Kräuter & marokkanische Küche
Gegen 11:00 Uhr besuchen Sie eine Safran- und Kräuterfarm. Bei einer deutschsprachigen Führung erfahren Sie von der Besitzerin mehr über den Anbau von Safran, aromatischen Kräutern und die traditionelle Verwendung der Pflanzen.
Anschließend werden Sie in einem traditionellen Berberhaus mit einem Glas Pfefferminztee begrüßt. Sie erleben, wie einheimische Frauen Couscous noch von Hand zubereiten, und unternehmen einen kleinen Spaziergang durch die Felder. Je nach Jahreszeit können Sie hier auch den Safrananbau näher kennenlernen.
Danach wird aufgetischt: Bei Tajine und Couscous genießen Sie ein gemeinsames Mittagessen und die Gastfreundschaft Ihrer Gastgeber.
Am Nachmittag fahren Sie zurück nach Marrakesch. Der restliche Tag steht Ihnen zur freien Verfügung – vielleicht für einen letzten Bummel durch die Medina oder einen entspannten Abend auf einer Dachterrasse über den Dächern der roten Stadt.
Optionaler Ausflug Ourika-Tal inkl. deutschsprachiger Begleitung und Mittagessen: € 95 pro Person
MA’SALAMA MAROKKO – HEIMREISE
Heute endet Ihre Reise durch Marokko. Genießen Sie noch einmal Ihr Frühstück und die letzten Stunden in Marrakesch, bevor es Zeit wird, Abschied zu nehmen.
Im Gepäck bleiben hoffentlich viele schöne Erinnerungen: an die Königsstädte Casablanca, Rabat, Meknès und Fès, an die mächtigen Gipfel des Atlas, die goldenen Dünen der Sahara, grüne Oasen und alte Kasbahs – und natürlich an die Farben, Düfte und das geschäftige Leben in den Souqs von Marrakesch.
Eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt aus 1001 Nacht geht zu Ende.
Ma’a Salama – auf Wiedersehen in Marokko!