Im Norden Litauens blickt Šiauliai, die viertgrößte Metropole des Landes, auf eine jahrtausendealte multikulturelle Geschichte zurück. Sie wird auch „Stadt der Sonne“ genannt. Ihre einzigartige geografische Lage bei 55° N und 23° O entspricht dem Zenit der Sonnen-Tagundnachtgleiche und sorgt so für über 1.800 Sonnenstunden pro Jahr — mehr als der nationale Durchschnitt. Die Sonne hat in der litauischen Kultur eine tiefgreifende symbolische Bedeutung, die sich im Wappen von Šiauliai widerspiegelt. Der Wiederaufbau nach dem Krieg verwandelte die Stadt in eine blühende Metropole, in der architektonische Juwelen wie die gotische St.-Peter-und-Paul-Kathedrale und der im Barockstil erbaute Radvilai-Palast in der historischen Altstadt erhalten blieben. Nicht weit entfernt steht der Berg der Kreuze, ein Wallfahrtsort, der mit unzähligen Kreuzen geschmückt ist, als ergreifendes Zeugnis. Museen, Märkte und Festivals bereichern Šiauliais historische Erzählung zusätzlich und bieten eine umfassende Erkundung der Vergangenheit und Gegenwart Litauens.