Das Erongogebirge ist eine Bergformation vulkanischen Ursprungs.  Es stellt sich auf Satellitenbildern als Ringstruktur mit 30 km Durchmesser dar.  Verglichen mit dem 450 Millionen Jahre alten Damaraland-Grundgebirge ist das Erongogebirge wesentlich jünger.  Seine Entstehungsgeschichte beginnt vor rund 170 Millionen Jahren mit einem explosiven und effusiven basaltischen Vulkanismus.  Alle älteren Gesteine wurden von Lavaströmen mit einer ca.100 m hohen Basaltschicht überzogen, die den heutigen Saum des Erongogebirges bildet.  Über den Großteil des Erongogebirges erstreckt sich Trockensavanne mit bodennahen Büschen und Sträuchern.  Sobald es zu Regenfällen kommt, wachsen außerdem diverse Savannengräser.  Besonders erwähnt werden sollen hier nur die Kobas und der Spookieboom, die ebenso auffällig wie kennzeichnend für das Erongogebirge sind.

Das Erongo Mountain Nature Sanctuary ist ein privates Naturschutzgebiet in der Region Erongo in Namibia. Das Erongo Mountain Nature Sanctuary (EMNS) hat sich zum Ziel gesetzt, die einheimische Fauna und Flora der Region zu schützen und Arten wieder anzusiedeln, die historisch Teil der natürlichen Artenvielfalt waren, wie das Spitzmaulnashorn, die Giraffe und das Schwarzgesicht-Impala.

Das EMNS besteht aus zahlreichen privaten Landbesitzen, deren Eigentümer beschlossen haben, ihr Land für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen. Dies hat zu der beispiellosen Situation geführt, dass fast alle inneren Zäune und einzelnen Grenzzäune entfernt wurden, um den Wildtieren Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Darüber hinaus sehen die Grundsätze des EMNS vor, dass kein Vieh zu kommerziellen Zwecken gehalten werden darf – ein weiterer Schritt, um die Erongo-Berge in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

Dieses große Gebiet – fast 180 000 Hektar –, das das EMNS umfasst, ist nun fast vollständig „zaunfrei” und steht somit vollständig für den Schutz und die Erhaltung der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung. Innerhalb dieser 180 000 Hektar kann sich das Wild frei bewegen. Nur an den Grenzen des EMNS, wo es keine Berge gibt, gibt es einen Zaun, um zu verhindern, dass die wieder angesiedelten Spitzmaulnashörner das Gebiet verlassen und auf benachbarte Ackerflächen gelangen.