Die Kalahari ist mit 1,2 Millionen km² eine der größten Sandwüsten der Welt. Sie erstreckt sich vom nördlichen Kap Südafrikas über Namibia und Botswana bis nach Angola und Sambia. Im Gegensatz zur Namibwüste sind die Dünen in der Kalahari keine Wanderdünen und ähneln durch ihren Pflanzenwuchs eher einer Savanne als einer klassischen Sandwüste. Die eindrucksvollen roten Dünen erreichen Höhen von 10 bis 30 Metern und verlaufen stets entlang der Windrichtung.
In dieser herrlichen Landschaft leben Oryx-Antilopen, Springböcke, Schakale, Löffelhunde, Strauße sowie riesige Nestkolonien von Webervögeln und die Riesentrappe. Auch die majestätischen Kalahari-Löwen streifen gerne über die beeindruckenden rostroten Sanddünen.
Die Kalahari kann nicht als echte Wüste betrachtet werden, da sie zu viel Regen erhält; sie wird eher als fossile Wüste bezeichnet. Dieses Gebiet in Namibia wird von den San (namibische Buschmänner) bewohnt, die früher als Jäger und Sammler lebten. Heute überleben sie durch Wildjagd und das Sammeln essbarer Pflanzen wie Beeren und Wüstenmelonen.
Farbenpracht entfaltet sich in der Kalahari-Wüste, wo das gelbe Gras und die dunkelgrünen Akazien sich vor dem brennend-orangen Sand und dem Blau eines endlosen Himmels abheben. Wenn die Sonne sich auf ihren Abschied vorbereitet, schöpft sie aus allen Farben des himmlischen Prismas.
Es ist die Zeit zwischen Tag und Traum, wenn Magie in der Luft liegt und die feurigen Farben der Sanddünen aufleuchten und vertiefen. Das Leben hält inne und holt tief Luft. So tut es auch jeder andere, der auf einer Düne steht und dieses irdische Schauspiel in lebendigen Farben beobachtet.