Um Sossusvlei in seiner ganzen Schönheit zu erleben, bricht man am besten frühmorgens auf, denn die Dünen sind bei Sonnenaufgang am spektakulärsten, wenn ihr ständig wechselndes Farbenspiel mit den scharfen, dunklen Schatten im Kontrast steht.  

Das Sossusvlei ist eine von Namibsand-Dünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne, die nur in seltenen, sehr guten Regenjahren Wasser führt.  Sossus bedeutet „blinder Fluss“ in der Sprache der Nama.  „Blind“ bezieht sich darauf, dass der nach ergiebigen Regenfällen aus einer Gebirgsregion im Landesinneren kommende, in Richtung des Atlantiks fließende Fluss Tsauchab beim Sossusvlei in den Sanddünen der Namib-Küstenwüste endet bzw. versandet – etwa 50 km vom Meer entfernt (und ursprünglich wahrscheinlich bis zum Atlantik floss). 

Die daneben liegenden und jeweils durch eine Düne vom Wasser abgeschnittenen Deadvlei und Hiddenvlei spiegeln diese Entwicklung noch bis heute wider.  Dort stehen abgestorbene Bäume, die aufgrund des trockenen Klimas nur sehr langsam verfallen.

Man nimmt an, dass die Dünen vor rund 5 Millionen Jahren entstanden sind.  Durch Eisenoxid gefärbter Sand wurde vom Oranje-Fluss aus der Kalahari in Richtung Meer geschwemmt.  Der Benguela-Strom trieb den Sand nach Norden, ungefähr auf die Höhe von Lüderitz.  Landeinwärts wehende nordwestliche Winde sorgten für eine Verteilung des Sandes und die Bildung der Dünen.  Die Namib-Dünen bestehen aus buntem reinem Quarzsand und schimmern in unterschiedlichen Farbtönen.  Dabei gilt: Je intensiver der Rotton einer Düne leuchtet, desto älter ist sie.

Vergessen Sie nicht, ausreichend Wasser mit sich zu führen, und schützen Sie sich vor der extremen Sonnenstrahlung.  Respektieren Sie das empfindliche Ökosystem dieser Region und halten Sie sich unbedingt an den mit Pfählen markierten Weg.

Da das Dünengebiet von Sossusvlei nur tagsüber – von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – geöffnet ist, muss man sich nach den genauen Öffnungszeiten erkundigen.     

Die Schlucht des Sesriem Canyons ist besonders eindrucksvoll.  Der Tsauchabfluss hat sich ein bis zu 30 m tiefes Bett durch Geröllschichten gegraben, die sich vor 15 bis 18 Millionen Jahren in einer feuchteren Phase der Namib hier ablagerten.  Die Entstehung des Canyons liegt 2 bis 4 Millionen Jahre zurück, als sich durch die Landanhebung tiefe Einbrüche bildeten, die dem Tsauchabfluss einen Weg freimachten.  Im Westen wird der Canyon stetig weiter, und der Tsauchab tritt in ein Tal aus, das sich bis zu den Dünenfeldern von Sossusvlei erstreckt.  Sesriem erhielt seinen Namen von frühen Reisenden, die sich auf phantasievolle Weise Wasser verschafften: sie banden sechs Ochsenriemen (Riems) zusammen und ließen einen Eimer vom Rand des Canyons zu den kleinen, ganzjährig wasserführenden Tümpeln am Boden hinab.

Die Parkeintrittsgebühr können an der NWR-Rezeption bezahlt werden oder am 2x4 Parkplatz.

Ein neuer, professionell geführter Hop-on/Hop-off-Ausflugsservice wird täglich von 07:00 bis 17:00 Uhr angeboten.

Preise für 2026:

• 260 N$ pro Erwachsenem

• 130 N$ pro Kind unter 12 Jahren

 

Zusätzliche Besucherservices: