Der 30 bis 40 km breite Skeleton Coast National Park erstreckt sich über eine Länge von 500 km entlang des Atlantiks zwischen dem Kunune im Norden bis Ugab im Süden. Mit 1.600 km² ist er der drittgrößte Nationalpark des Landes. Seinen Namen verdankt die Skelettküste den durch den kalten Benguela-Strom verursachten Nebelfeldern. Schiffskapitäne wurden immer wieder vom Nebel überrascht und Piloten unterschätzen die Sichtverhältnisse und stürzten ab. Durch die zahlreichen Unglücke bekam dieser Küstenstreifen seinen traurigen Namen. Die Überlebenden dieser Unfälle sind dann meist auf der Suche nach einem Ausgang aus dieser lebensfeindlichen Gegend in der durch Wüstenklima geprägten Gegend verdurstet und verhungert.
49 km nördlich von Henties Bay liegt das Robbenreservat Cape Cross. Von Swakopmund führt die Piste C34 nordwestlich nach Henties Bay und weiter zum Cape Cross mit der Robbenkolonie. Das Reservat ist täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet (Eintrittsgebühr). Es gibt keine Unterkünfte, Toiletten und Trinkwasser sind jedoch vorhanden. Motorradfahren ist nicht erlaubt.
Das Robbenreservat Kreuzkap (Cape Cross) ist ein vom namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus erklärtes Naturreservat. Es schließt das Gebiet Kreuzkap ein. Das Robbenreservat ist eines der größten und vor allem für Besucher zugänglichen Sammelgebiete der Südafrikanischen Seebären – einer Ohrenrobben-Art – am Festland. Sie bilden hier eine Kolonie von bis zu 250.000 Tieren (letzte Zahlen des Ministeriums von 2007), um im Oktober oder November ihre Jungen zu gebären. Die Seebärenkolonie haben sich Schabrackenschakale und Hyänen zum Lebensraum gemacht, hier leben sie am Rand der Wüste und ernähren sich von Robbenjungen und Nachgeburten.
Als Skelettküste (englisch Skeleton Coast) wird der nördliche Teil der Meeresküste Namibias und deren Hinterland bezeichnet, der von Swakopmund bis zum Kunene, dem Grenzfluss zum nördlich gelegenen Angola reicht. Die lebensfeindliche, extrem trockene Namib-Wüste beginnt entlang der Skelettküste direkt am Atlantischen Ozean und wird daher auch als Küstenwüste bezeichnet. Zwar beginnt auch der südlichere Teil der Namibwüste direkt am Meer und weist ähnliche Bedingungen auf, dieser Abschnitt wird jedoch nicht zur Skelettküste gezählt. Die Schiffbrüchigen, die sich noch von den an der Küste zerschellten oder gestrandeten Wracks hatten retten können, hatten in der unbesiedelten, extrem trockenen Küstenwüste keine Überlebenschance und verdursteten. Der Name bezieht sich daher sowohl auf die Schiffs-„Skelette“, die echten Skelette der Gestrandeten, aber auch auf die zahlreichen Gerippe von an Land gespülten Walen. Der aus der Antarktis kommende kalte Benguelastrom ist auch die Ursache für die direkt am Strand beginnende Küstenwüste.
Geologisch gehört ein Großteil der Skelettküste mit einem Alter von bis zu 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Landschaftsformationen der Erde. Nebel, heftige Brandung und unberechenbare, starke Strömungen – durch den an der Küste nordwärts fließenden Benguelastrom – machen die Küste von jeher und bis heute für die Seefahrt gefährlich.